Entsetzlicher Fall

Paar in Höxter soll weiteres Tötungsdelikt gestanden haben

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In dem Fall liegt vieles im Dunkeln - vor allem zum Motiv ist bislang nichts bekannt geworden. Foto: Marcel Kusch

Der Fall hat Entsetzen ausgelöst: Eine Frau antwortet auf eine Kontaktanzeige, zieht zum neuen Freund, wird gefangengehalten und mit Schlägen auf den Kopf getötet. Aber viel ist noch unklar. Die Polizei stellt ihre Erkenntnisse am Dienstag erstmals ausführlich vor.

Bielefeld (dpa) - Im Fall der wochenlang in Höxter festgehaltenen und getöteten Frau wollen Staatsanwaltschaft und Polizei heute über den Stand der Ermittlungen informieren. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn hatte am Montag bestätigt, dass es Hinweise auf weitere Opfer gebe.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und weiterer Medien aus Polizeikreisen haben die festgenommenen 46 und 47 Jahre alten Verdächtigen ein weiteres Tötungsdelikt gestanden.

Das Paar sitzt wegen Totschlags in Untersuchungshaft. Der 46-jährige Mann soll das Opfer, eine 41 Jahre alte Frau, mit einer Kontaktanzeige geködert haben. Die Frau soll fast zwei Monate lang in dem Haus des Paares in einem dörflichen Vorort von Höxter in Ostwestfalen festgehalten worden sein. Sie starb an Kopfverletzungen.

In dem Haus soll die 41-Jährige aus Bad Gandersheim in Niedersachsen wochenlang gefangen gehalten und misshandelt worden sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau über eine Partnerschaftsanzeige angelockt wurde. Der 46-Jährige habe wohl schon häufiger versucht, über solche Annoncen Kontakt zu Frauen aufzunehmen, sagte der Sprecher. Bei der Polizei haben sich mehrere Frauen gemeldet, die früher einmal Kontakt zu dem Mann hatten.

Offenbar wollte das Paar mit dem Auto die lebensgefährlich verletzte Frau zurück in ihre Wohnung bringen, um sich ihrer zu entledigen. Auf dem Weg dahin hatte ihr Wagen eine Panne, und sie riefen einen Rettungswagen. Zwei Stunden nach der Aufnahme in ein Krankenhaus in Northeim starb die Frau. Die Obduktion ergab eine Gewalttat als Todesursache.

In dem Fall liegt vieles im Dunkeln - vor allem zum Motiv ist bislang nichts bekannt. Auch ist unklar, warum das Opfer nicht geflohen ist. Die 41-Jährige soll nach Angaben der Ermittler wiederholt mit ihren Peinigern auf der Straße gesehen worden sein.

Quelle: rosenheim24.de

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