Neue Ermittlungsergebnisse

Krasse Wende im Fall: Piraten-Politiker ein Mörder? 

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Der "sanfte Riese" in Wirklichkeit ein Mörder?

Berlin - Rätselraten um den Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner (†44). Er wurde tot aufgefunden, seine Partei sprach einen Tag nach der Abwahl von einem Suizid. Nun gibt es radikale neue Erkenntnisse. 

UPDATE Dienstag, 14.10 Uhr: Mann erwürgt? 

Überraschende Wende im Fall des toten Piraten-Politikers Gerwald Claus-Brunner. 

Wie bereits am Montag berichtet wurde, lag neben ihm eine zweite Leiche. Nun wurde bekannt: Claus-Brunner soll den Mann zuerst missbraucht und dann getötet haben! Der jüngere Mann (Jahrgang 1987) wurde erwürgt aufgefunden.

Der bisexuelle Politiker soll mit dem Toten eine Beziehung gehabt haben. 

Weiter wurde bekannt, dass Claus-Brunner sich durch einen Stromschlag das Leben nahm.

UPDATE 20.30 Uhr: Dunkle Andeutungen in seiner letzten Rede

Es verdichten sich die Hinweise, dass es ein Selbstmord war. So hatte Gerwald Claus-Brunner anscheinend schon in seiner letzten Rede im Abgeordnetenhaus am 23. Juni seinen geplanten Suizid angedeutet: "Ihr werdet ab dem 18. September noch bereuen, dass es diese Fraktion, der ich angehöre, nicht mehr geben wird. Das kann ich euch sagen." 

Und dann folgte die dunkle Andeutung: Und ihr werdet auch in der laufenden Legislatur für mich am Anfang irgendeiner Plenarsitzung mal aufstehen dürfen und eine Minute stillschweigen."

Er kämpfte wohl gegen Depressionen. So schrieb er laut bild.de am Freitag in seiner letzten Nachricht auf Twitter: "Echter Kacktag heute, übertrifft sämtliche schlechten Tage, die ich je erlebt habe bisher. Hoffe, das Wochenende macht's besser." 

Erstmeldung 18.15 Uhr:

Nach Medienberichten wurde Claus-Brunner im Stadtteil Steglitz-Zehlendorf tot aufgefunden. Neben ihm soll eine weitere männliche Leiche gefunden worden sein. Die Mordkommission ermittelt. 

Die Partei twitterte am Montagnachmittag: „Mit sehr großer Bestürzung haben wir soeben erfahren, dass unser langjähriges und sehr engagiertes Parteimitglied Gerwald Claus-Brunner nicht mehr unter uns ist."

Weiter schrieb die Partei: "Nach Mitteilung der Polizei war es weder ein Unfall noch Fremdverschulden, sondern er hat wohl selbst seinem Leben ein Ende gesetzt. Genauere Umstände sind uns nicht bekannt; allerdings wussten wir von einer unheilbaren Erkrankung."

Claus-Brunner wurde 2011 für die Piraten in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Sein Markenzeichen war die Latzhose und das Kopftuch. Von Parteifreunden wurde er Faxe gerufen. 

Die Piraten kamen vor fünf Jahren sensationell mit 8,9 Prozent in das Berliner Abgeordnetenhaus. Am Sonntag reichte es dann nur noch zu 1,7 Prozent, die Partei verlor alle Mandate. 

---

Haben Sie selbst Suizidgedanken? Die Telefonseelsorge hilft anonym und kostenlos, rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0800/1110111 und 0800/1110222. Über die Internetseite der Telefonseelsorge können Sie auch anonym per Chat oder E-Mail in Kontakt mit den Seelsorgern treten. 

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Deutschland

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser