Akrobatik, Temperament und Prinzenwalzer

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Prien - All das bot am Samstag die Ballnacht der Faschingsgilde Prienarria. Die Show wurde mit angereisten Gastgilden aus dem Landkreis gestaltet.  

Vor 20 Jahren hat sich die Faschingsgilde Prienarria in der Marktgemeinde wieder gegründet. Zum Geburtstag stürmten jetzt am Samstag acht Gilden aus der näheren und weiteren Umgebung die Bühne im großen Kursaal. Wunderschöne Abendroben der Prinzessinnen, ausgefeilte Choreografien, akrobatische Einlagen und schwungvolle Tänzerinnen und Tänzer konnte das Publikum bestaunen.

Ballnacht der Faschingsgilde Prienarria

Der Unfall eines Gardemädchens aus Kammer zeigte aber, dass der vielfach geäußerte Wunsch nach „einer verletzungsfreien Faschingssaison“ mehr als nur Berechtigung hat. Bei einer Hebefigur stieß sie sich den Kopf heftig an der Decke und musste ärztlich behandelt werden.

Tanja Wohlschlager und Thomas Feichtner, der Hofmarschall, wechselten sich bei der Moderation des Abends ab. Den Auftakt bildete das junge Prinzenpaar aus Prien. Nach ihrer Premiere auf dem Inthronisationsball bezauberten Milana I. und Max II. auch das Publikum beim Gildeball. Die Prienarria Kids und die Teeniegarde waren in „Galaktische Welten“ aufgebrochen. Und mit der richtigen Musikauswahl unterlegt, folgten ihnen die Gäste des Balls sehr gern und klatschten begeistert mit. Besonders die Teeniegarde besticht heuer durch ihr Können und ihre Perfektion. Als hervorragender Gastgeber schwebte das „große“ Prinzenpaar übers Parkett – und der Showteil von Martina II. und ihrem Prinzen klappte sogar noch schwungvoller als beim Inthro-Ball.

„Jetzt wird es heiß“, verkündete die Hofmarschallin aus Bad Aibling, als die Gilde und das Aiblinger Prinzenpaar auf die Bühne marschierten. „Route 66“ war das Motto der ersten Gastgarde – und so durfte auch das Röhren schwerer Maschinen im Showteil nicht fehlen. Ein echter Höhepunkt war 2012 auf jeden Fall der Auftritt der Garde aus Prutting, die Katharina I. und Philipp I. anführten. „Future is now“ lautete die Botschaft, überaus stimmig waren die Choreografie, die dazu passende Kostümierung und das tänzerische Können von Garde und Königspaar, die sich immer wieder in Roboter „verwandelten“. Für Lacher im Publikum sorgte daher auch das „Austauschen“ eines dieser Roboter, dem scheinbar eine Feder „rausgesprungen“ war.

„Musikalischen Größen, die Musikgeschichte geschrieben haben“, setzten dann die Faschingsfreunde Chieming ein tänzerisches Denkmal. Beethoven, Falco, Michael Jackson und Queen lieferten den musikalischen Rahmen. Sogar „Amadeus“ betrat die Bühne.

Die Faschingsgilde Weiß- Blau Kammer hatte ihre eigene Lichtanlage mitgebracht. Sie setzte bei ihrer Bühnenshow auch auf Effekte durch Schwarzlicht. Sehr modern unterlegt war der Prinzenwalzer von Caro I. und Markus I., dann „erzählte“ die Garde tänzerisch die Geschichte der berühmten drei Musketiere. Beim Showteil passierte dann der Unfall. Das Gardemädchen stieß sich den Kopf bei einer Hebefigur an der Bühnendecke an und stürzte dann auf den Boden. Das Notfallteam des Bayerischen Roten Kreuzes kümmerte sich um sie und auch Bürgermeister Jürgen Seifert bot sofort seine Hilfe an. Sie konnte aber vor Ort versorgt werden und musste nicht ins Krankenhaus.

Lässig, schick und flott nahmen dann die Aschauer die Bühne in Besitz. Mit ihren Stewardessen-Kostümen der „Aschau Airlines“ und dem Motto „Ready to take off“ tanzten sie sich ganz schnell in die Herzen der vielen Zuschauer. Reichlich Applaus bekamen auch Elisabeth V. und ihr Prinz Andreas I.

Nach Mexiko entführten dann die Bernauer Chiemseenixen die Gäste des Balls. Die Bernauer hatten nicht nur Michaela I. und Matthias I. mitgebracht, sondern auch landestypische Tracht, Gauchos und die passende mexikanische Musik.

Auch die Mangfall-Taler präsentierten eine absolut stimmige Bühnenshow. Besonders das pelzbesetzte weiße Kleid der Prinzessin war ein absoluter Hingucker.

Trotzdem mussten sie den Bad Endorfer Narren und deren Tollitäten Platz machen. Die Bad Endorfer hatten sich dem „Wunderwerk Mensch“ angenommen und sich für die Choreografie etwas Besonderes einfallen lassen, denn schließlich sind Knochen, Blut und Muskeln tänzerisch nicht so leicht umzusetzen.

Schon am Inthroball hatte die Showeinlage des Elferrates für Furore gesorgt. Und nun auch beim Gildeball brachten die tanzenden Hollywood- Größen im Format einer Pamela Sue Anderson das Publikum zum Toben. Den Abschluss bildete die Show der Prienarria, unterlegt mit vielen Hits aus dem Jahr 1992, dem Jahr, als der Fasching in Prien wiederauferstand. Auch das Publikum kam nicht zu kurz. Die Band „Les Diamonds“ spielte bis nach Mitternacht für die tanzfreudigen Gäste.

daa/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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