Farbige Garde beim Schwarz-Weiß-Ball

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Her mit dem Schlüssel: Für fünf Wochen gab ihn Bürgermeister Michael Kölbl gerne aus der Hand.

Wasserburg - Festliche Dekoration, ein schönes Menü, Tanzmusik für fast alle Geschmäcker und das neue Stadtgarden-Programm: Mit dem "Badriazzo" begann am Samstag die kurze Ballsaison 2013.

Die Wasserburger sind tanzfreudig - oder besser: die Besucher des "Badriazzo" sind es. Denn zumindest die "Prominenz" der Stadt war beim Faschingsauftakt am Samstag eher spärlich vertreten. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch, denn die Besucher hatten auch aus der Umgebung den Weg in die Badria-Halle gefunden, der klassische Schwarz-Weiß-Ball war mit gut 450 Besuchern erneut fast ausverkauft.

Badriazzo in Wasserburg

Begrüßt wurden sie wie schon in den Vorjahren von "Badriazzo" Jörg Herwegh, von Musik des "Trio Tornale" und einer mit Kerzen und schönen Tischgedecken in ein stimmungsvolles Balllokal verwandelten Badria-Halle.

Badriazzo Jörg Herwegh empfing die Besucher.

Die Tänzer - und die sind beim Badriazzo klar in der Überzahl - füllten von den ersten Klängen von "Night Live" die Tanzfläche, eine "Wasserburger Besonderheit", wie der Sänger der Gruppe lobte, die schon mehrmals beim Badriazzo für die Musik sorgte. Bürgermeister Michael Kölbl und seine Frau machten bei "Alles Walzer" den Anfang, und dann wurde quer durch Standard- und lateinamerikanische Tänze bis weit nach Mitternacht getanzt.

"Badriazzo" in Wasserburg - Teil 2

Faschings-Special:

Trotzdem musste man nicht unbedingt Konditionsbolzen sein: Das dreigängige Menü von Stechl-Keller-Wirt Peter Fichter, stilvoll serviert von seinem Service-Team, sorgte für Pausen und Stärkung dazwischen, die zwei Bars waren meistens gut besetzt.

Immer gefüllt war die Tanzfläche...

Außerdem warteten nach vielen Jahren ohne Tombola wieder verlockende Gewinnmöglichkeiten auf die Ballbesucher: Der Förderverein des Betreuungshofes Rottmoos hielt 2500 Lose und 450 Gewinne bereit, alle gespendet und alles ehrenamtlich organisiert, so dass am Ende gut 2000 Euro für die Einrichtung übrig blieben. Aus dem Badria hinausgetragen wurden dafür große Geschenkkörbe, Willy-Reichert-Drucke und zahlreiche Gutscheine, darunter auch zwei Berlin-Reisen und Cabriolet-Wochenenden.

Nicht nur im Papageien-Kostüm brachte die Garde Farbe in den Badriazzo. Fotos

Und dann gab es natürlich um Mitternacht den traditionellen Premieren-Auftritt der Stadtgarde. Die ist heuer auf Safari unterwegs: Unter energiegeladenen afrikanischen Klängen kamen die 27 Tänzerinnen und Tänzer samt ihrer Funktionäre auf die Tanzfläche, verwandelten das Badria in Dschungel- und Savannen-Landschaften. Zebra-, Papageien- und Tigerkostüme sorgten für viel Farbe, zwei Gruppen für einen übergangslosen Wechsel zwischen den einzelnen Titeln und Tanzszenen. Im Vordergrund des Safari-Programms stehen heuer weniger akrobatische Figuren, als bunte Bilder zu mehr oder weniger bekannten afrikanischen und brasilianischen Klängen.

...während hinter den Kulissen das Team von Peter Fichter mit vollem Einsatz arbeitete.

In die Realität zurückgeholt wurden die Gardisten anschließend von Bürgermeister Michael Kölbl. Denn der war bei der Schlüsselübergabe wenig bescheiden. Auf die Frage von Hofmarschall Ferdinand Schwenk nach den Aufgaben in den kurzen Faschingswochen meinte er trocken: "Die Stadtkasse füllen." Das ließ die Garden-Verantwortlichen sichtlich zurückzucken.

Trotzdem gab es den obligatorischen Orden für den Bürgermeister, der auch nicht vergaß, die Truppe für ihr Engagement in der Stadt das ganze Jahr über zu loben: "Ihr seid fantastisch."

Das ließen sich die Gardisten gerne sagen. Und nach getaner Arbeit mischten sie sich unter das Ballpublikum, das es noch einige Zeit in der Badria-Halle gut aushielt. 

Karl Königbauer (Wasserburger Zeitung)

Quelle: rosenheim24.de

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