Hund bei Hitze im Auto: Im Notfall Scheibe einschlagen

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Hunden wird es im Auto schnell zu warm. Foto: Martin Gerten

In den kommenden Tagen erwartet Deutschland die erste Hitzewelle des Jahres. Hundebesitzer sollten darauf achten, dass sie ihren Vierbeiner nicht im Auto lassen. Passanten dürfen sonst aktiv werden.

Berlin (dpa/tmn) - An heißen Tagen kann es für Hunde lebensgefährlich werden, wenn sie im Auto zurückgelassen werden. Doch dürfen Passanten einfach die Scheibe einschlagen, wenn sie einem Tier helfen wollen? Nur, wenn ein sogenannter entschuldigender Notstand vorliegt.

Das sei dann der Fall, "wenn es dem Hund erkennbar so schlecht geht, dass das Warten auf den Besitzer oder die Polizei eine unmittelbare Gefahr für das Leben des Hundes bedeuten könnte." Das erklärt Rechtsanwältin Daniela Mielchen aus Hamburg. Laut Bundestierärztekammer sind eindeutige Anzeichen eines Hitzschlags beim Hund starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Taumeln oder Krämpfe.

Wenn Passanten helfen, sollten sie den Schaden Fahrzeug so gering wie möglich halten. Es empfiehlt sich in jedem Fall die Situation durch Fotos oder Videos zu dokumentieren, rät Mielchen. Außerdem sollte man Zeugen ansprechen, die die Situation bestätigen können.

Denn sollte sich später herausstellen, dass man sie völlig falsch eingeschätzt hat, müsse man mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung rechnen, erklärt die Rechtsanwältin. Dann könne laut Gesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe drohen. Zusätzlich könnte der Fahrzeughalter gegen den Passanten Schadenersatzansprüche geltend machen.

Natürlich sollten Halter ihren Hund an warmen und heißen Tagen erst gar nicht im Wagen zurücklassen. Denn laut Bundestierärztekammer kann das innerhalb kürzester Zeit tödlich enden.

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