Adenauer-Enkel wird Freier Wähler

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Stephan Werhahn und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger.

München - Die Freien Wähler freuen sich über ein Neumitglied mit prominenten Wurzeln: Stephan Werhahn, Enkel des ersten Bundeskanzlers Adenauer, wechselt aus Protest von der CDU zu ihnen.

Aus Protest gegen die aktuelle Europapolitik der CDU ist der Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, Stephan Werhahn, aus der Partei seines Großvaters ausgetreten und hat sich den Freien Wählern angeschlossen. “Ich empfinde die FW als offene, junge Partei der Jetzt-Zeit, die meinem freiheitlichen transparenten Demokratieverständnis entspricht und mit der ich etwas bewegen möchte“, erklärte Werhahn am Dienstag in München.

Keine der im Bundestag vertretenen bürgerlichen Parteien sei derzeit auf dem richtigen Weg, die Europäische Union zu erhalten und weiterzuentwickeln, kritisierte Werhahn. “Derzeit verschleudern wir unser europapolitisches Erbe“, heißt es in einem von ihm verfassten Papier. Darin spricht sich der Finanz- und Wirtschaftsfachmann unter anderem für eine europäische Bundesregierung und einen direkt vom Volk gewählten europäischen Präsidenten aus. Dies sei nötig, “wenn wir die Vision der Gründungsväter umsetzen wollen“.

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger kündigte an, um Werhahn ein Finanz- und Wirtschaftsteam formen zu wollen. Ziel sei, einen Gegenentwurf zur gegenwärtigen “Schuldenpolitik“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der schwarz-gelben Regierung aufzustellen.

dpa

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