Al-Kaida übernimmt wichtige Stadt im Jemen

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Sanaa/Kairo - Milizen der Al-Kaida im Jemen haben die südliche Provinzhauptstadt Sindschibar unter ihre Kontrolle gebracht, darunter den Sitz der Provinzregierung.

Die Islamisten übernahmen den Sitz der Provinzregierung, das Polizeikommando und alle anderen zentralen Einrichtungen, berichtete das Nachrichtenportal “Yemen Observer“ am Samstag unter Berufung auf Augenzeugen. Provinzgouverneur Ahmed al-Misari, der außerhalb der Stadt wohne, sei in seiner Residenz festgesetzt worden.

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

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Das Oppositionsbündnis JMP behauptete in einer Erklärung, der umstrittene Langzeit-Präsident Ali Abdullah Salih habe die Stadt den Islamisten bewusst in die Hände gespielt. Mit dem Vormarsch des Al-Kaida-Ablegers wolle er dem Westen suggerieren, dass sein Verbleib an der Macht unerlässlich sei. Sindschibar liegt 80 Kilometer östlich der südlichen Metropole Aden.

Gegen Salih demonstrieren seit mehr als drei Monaten Hunderttausende Menschen friedlich. Vermittlungsversuche, ihn zum Rücktritt zu bewegen, scheiterten an seinem Starrsinn. Das Machtvakuum hatte auch zu einem Erstarken der jemenitischen Al-Kaida-Extremisten geführt.

dpa

Rubriklistenbild: © AP

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