Inspekteure aus Syrien zurück

Chemiewaffen: Ban drängt UN-Experten zur Eile

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Ban Ki Moon hat mit dem Leiter der Expertengruppe telefoniert.

New York - Nach der Rückkehr der Chemiewaffenexperten aus Syrien hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon das Team zur Eile gedrängt. Die Ergebnisse sollten so rasch wie möglich vorgelegt werden.

Darum habe Ban den Leiter der Gruppe, den schwedischen Professor Åke Sellström, in einem Telefongespräch gebeten, sagte UN-Sprecher Martin Nesirky am Samstag in New York. Zugleich unterstrich er, dass der UN-Chef einen Militärschlag ablehnt.

Ban habe sehr kurz mit Sellström telefoniert, „einfach um ihm und seinem Team zu danken“. Am Sonntag wollten beide wieder miteinander telefonieren, dann ausführlicher. Die UN wollten aber keine Frist setzen, bis wann die Ergebnisse vorliegen müssten.

Der Koreaner hatte zuvor in New York mit seiner Abrüstungsexpertin, der deutschen Diplomatin Angela Kane, gesprochen, die unmittelbar zuvor aus Damaskus zurückgekehrt war. Zugleich war das Team von Syrien in die Niederlande abgeflogen. Die Mission habe nach den Worten von Kahn weitreichende Untersuchungen ausführen können. Die Proben seien gleich nach der Ankunft in den Niederlanden in europäische Labors gegeben worden.

Syrienkonflikt: Die Standpunkte der großen Mächte

Syrienkonflikt: Die Standpunkte der großen Mächte

Nesirky betonte erneut, dass die Vereinten Nationen einen Militärschlag ablehnten. „Das Team braucht Zeit, um seine Arbeit zu machen. Das hat der Generalsekretär immer wieder betont.“ Die Krise könne nur durch politische Verhandlungen beigelegt werden. „Eine militärische Lösung ist keine Option.“

Zugleich bezeichnete er die Sichtweise, mit dem Abzug der Experten habe sich die Möglichkeit für Luftschläge geöffnet, als „grotesk“. „Das ist ein Affront gegen die mehr als 1000 UN-Mitarbeiter, die noch in Syrien sind und humanitäre Hilfe leisten.“ Sie würden jeden Tag unter schwierigsten Umständen versuchen, Menschen zu helfen. „Und diese Arbeit wird weitergehen.“

dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser