Dritte Startbahn

Magerl: Zahl der Flugbewegungen meilenweit vom Höchststand entfernt

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Christian Magerl bei einer Demonstration im Jahr 2007 gegen den Bau der dritten Startbahn.

München - Der Grünen-Politiker Christian Magerl meldet sich nach Seehofers erneutem Vorstoß zur dritten Startbahn zu Wort. Er hält das Argument der gestiegenen Flugbewegungen für aus der Luft gegriffen.

Der Grünen-Umweltexperte Christian Magerl sieht auch einem möglichen neuen Bürgerentscheid über eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen zuversichtlich entgegen. „Die Leute in München sagen, es muss irgendwann mal Schluss sein mit immer noch mehr Projekten. Der Kessel München ist ohnehin an der Obergrenze, was beispielsweise Mieten und Knappheit an Wohnungen anbelangt“, sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. Grundsätzlich rechne er aber nicht mit einem neuen Bürgerentscheid. „Ich kann mir das zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht vorstellen.“

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte sich am Mittwoch im Landtag für den Bau der umstrittenen dritten Startbahn ausgesprochen. Er will den Weg für das Milliardenprojekt über einen neuen Bürgerentscheid in der Landeshauptstadt frei machen. Zur Begründung hatte Seehofer angeführt, es gebe bei der Zahl der Flugbewegungen „einen neuen Trend und eine neue Situation“.

Dem widersprach Magerl. Die Zahl der Flugbewegungen in München sei „meilenweit vom Höchststand aus dem Jahr 2008 entfernt“. Zudem sprach der Grünen-Politiker von einem „gekauftem Wachstum“. So fördere die Flughafen München GmbH mit zweistelligen Millionenbeträgen Fluggesellschaften, wenn sie neue Flugverbindungen einrichten. „Wenn diese Förderung wegfallen würde, würde das Ganze sehr schnell in sich zusammenfallen.“

In einem Kommentar legt Politik-Redakteur Christian Deutschländer dar, warum ein weiteres Bürgerbegehren zur dritten Startbahn keine Legitimation für das Projekt darstellen würde. 

dpa

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