US-Vorwahlen

Hat Trump schon genug Stimmen für sich gesammelt?

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Donald Trump hat nach Zählung von US-Medien die für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner nötige Zahl der Delegierten erreicht.

Washington - Seit Monaten sammelt Trump bei den US-Vorwahlen Delegierte, die ihn im Juli zum Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner wählen sollen. 1237 braucht er. Die Schwelle soll er jetzt erreicht haben.

Donald Trump hat nach Zählung von US-Medien die für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner nötige Zahl der Delegierten erreicht. Der New Yorker Unternehmer komme nun auf 1238 Delegierte, berichtet die US-Nachrichtenagentur AP am Donnerstag. Der Fernsehsender CNN zählte 1237 - das wäre exakt die Nominierungsschwelle. Trump selbst sagte in einer ersten Reaktion: „Ich bin geehrt.“

Es handelt sich allerdings nicht um offizielle Zahlen, sondern um das Ergebnis von Umfragen bei ungebundenen Delegierten, die von der Agentur selbst befragt wurden. Trump hatte nach der jüngsten Vorwahl im Bundesstaat Washington nur noch wenige Delegierte Abstand zu der Schwelle.

Er wird sie am 7. Juni ohnehin überschreiten, selbst wenn er einige der noch ausstehenden Vorwahlen in Kalifornien, New Jersey, New Mexico, North Dakota und South Dakota verlieren sollte. Da er keinen Gegenkandidaten mehr hat, ist dies unrealistisch.

Offizielle Angaben zum Wahlverhalten ungebundener Delegierter auf dem Nominierungsparteitag im Juli in Cleveland gibt es nicht. Die Zählung der „New York Times“ umfasste auch am Donnerstag weiterhin 1150 gebundene Delegierte, die in Cleveland für Trump stimmen müssen.

Die 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt-District of Columbia (Washington DC) und fünf US-Außengebiete bestimmen jeweils selbst, ob die in ihrem Vorwahlprozess bestimmten Delegierten an das Wahlergebnis gebunden sind oder nicht.

Trump hatte im Juni 2015 seine Kandidatur bekanntgeben. Zunächst als chancenlos eingeschätzt, setzte sich der Immobilien-Milliardär im Laufe des Vorwahlkampfes gegen 16 Mitbewerber durch. Nach der von Trump mit deutlichem Vorsprung gewonnenen Vorwahl im Bundesstaat Indiana am 3. Mai gaben die letzten beiden Kontrahenten Ted Cruz und John Kasich auf.

Bis dahin hatten sich Spekulationen gehalten, dass Teile der Partei, die einem Kandidaten skeptisch gegenüberstehen, eine Revolte auf dem Parteitag in Cleveland anzetteln könnten und am Ende doch noch einen anderen Kandidaten auf den Schild heben könnten. Dies gilt inzwischen als höchst unwahrscheinlich.

dpa

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