Niebel: Entwicklungshilfe soll schneller reagieren können

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Niebel: Entwicklungshilfe soll schneller reagieren können

Berlin - Entwicklungshilfe aus Deutschland soll künftig schneller auf aktuelle Krisen reagieren können. Entwicklungsminister Niebel fordert zugleich die Partnerländer zu „guter Regierungsführung“ auf.

Die Bundesregierung will mit ihrer Entwicklungshilfe künftig schneller auf aktuelle Krisen reagieren können. Dies kündigte Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) als Folge aus dem neuesten Weltentwicklungsbericht der Weltbank am Montag in Berlin an. Dazu sei es erforderlich, bisherige Verfahren bei der Vergabe von Entwicklungshilfe auf den Prüfstand zu stellen.

Für “fragile Staaten“ sei es wichtig, dass bei einer positiven Entwicklung auch schnell eine “Friedensdividende“ sichtbar werde, sagte Niebel. Erneut rief der FDP-Politiker die Partnerländer der deutschen Entwicklungshilfe zu “guter Regierungsführung“ auf. Dazu gehöre insbesondere auch der Kampf gegen Korruption.

Die Weltbank hatte Krisenstaaten in ihrem Bericht empfohlen, im Kampf gegen politische Gewalt und Kriminalität vor allem auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, eine funktinierende Justiz und Sicherheit für ihre Bürger zu setzen.

Der Weltentwicklungsbericht wird jedes Jahr veröffentlicht. Demnach leben derzeit etwa 1,5 Milliarden Menschen in Staaten, die von einem hohen Maß an krimineller Gewalt oder Gewaltkonflikten geprägt sind. Der diesjährige Bericht wurde bereits im vergangenen Monat in Washington vorgestellt.

dpa

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