Merkel: Angliederung illegal

Vertrag: Putin holt die Krim nach Russland

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Russlands Präsident Wladimir Putin am Dienstag bei einer Ansprache in Moskau.

Moskau - Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Vertrag über die Aufnahme der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel Krim unterzeichnet.

Auch Vertreter der prorussischen Krim-Führung setzten am Dienstag im Kreml ihre Unterschriften unter das Dokument. Die noch ausstehende Zustimmung des Parlaments gilt als sicher.

Es werde zwei neue Subjekte Russlands geben, sagte Putin in einer umjubelten Rede an die Nation im Kreml. Es handelt es sich um die Republik Krim und die dortige Hafenstadt Sewastopol. Die große Mehrheit der Russen und der Krim-Bewohner sei dafür. „Nur das Volk ist der Quell aller Macht.“

Merkel nennt Krim-Angliederung an Russland illegal

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Aufnahme der ukrainischen Halbinsel Krim in die Russische Föderation als illegal kritisiert. Diese verstoße genau wie das "sogenannte Referendum" auf der Krim "gegen das internationale Recht", sagte Merkel am Dienstag nach einem Treffen mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten Pedro Passos Coelho in Berlin. Deutschland und die internationale Gemeinschaft würden "neben den eingeleiteten Sanktionen auf Dialog setzen, auf Gespräche setzen".

Ukraine will Eingliederung "nie" hinnehmen"

Putin bezeichnete das international nicht anerkannte Krim-Referendum über eine Angliederung an Russland als „überzeugend“. Es sei demokratisch und im Einklang mit internationalem Recht abgelaufen. Er verurteilte die vom Westen verhängten Sanktionen gegen sein Land. „Wir betrachten ein solches Vorgehen als verantwortungslos und eindeutig aggressiv.“ Russland werde angemessen darauf reagieren.

Die Ukraine dagegen erklärte, die Eingliederung der Halbinsel Krim in die Russische Föderation "nie" hinnehmen zu wollen. Dies sagte das Außenministerium in Kiew am Dienstag.

Nach Angaben von Frankreichs Außenminister Laurent Fabius wurde Russland wegen der Krim-Krise aus der Gemeinschaft der führenden Wirtschaftsnationen (G8) suspendiert. „Wir haben beschlossen, Russlands Teilnahme auszusetzen“, sagte Fabius dem Sender Europe 1. Die sieben führenden Industrieländer würden sich ohne Russland treffen. Auch über seinen Twitter-Account verbreitete Fabius die Information, die in anderen G8-Hauptstädten zunächst nicht kommentiert wurde.

Das Krim-Referendum in Bildern

Das Krim-Referendum in Bildern 

dpa/afp

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