"Vollstreckungsgehilfe" Putins

SPD: Seehofer biedert sich bei Putin an

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Horst Seehofer und Wladimir Putin während eines Treffens 2011.

München - Die Landtags-SPD kritisiert die bevorstehende Moskaureise des Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU).

Fraktionschef Markus Rinderspacher hält Gespräche mit Präsident Wladimir Putin zwar grundsätzlich für sinnvoll. Rinderspacher warf Seehofer am Montag in München aber vor, die EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland in vorauseilendem Gehorsam gegen den Kreml-Chef aufheben zu wollen. "Jetzt fällt Seehofer seiner Bundeskanzlerin in der Außenpolitik in den Rücken", sagte der SPD-Politiker. "Putin lacht sich ins Fäustchen", so Rinderspacher weiter. Seehofer vertrete ausschließlich die Interessen der Wirtschaft und mache sich so zum "Vollstreckungsgehilfen" Putins. Das Treffen werde ein "kapitalistischer Bruderkuss" werden.

Seehofer will Putin Anfang Februar in Moskau besuchen. In den vergangenen Wochen hat der CSU-Chef mehrfach den Sinn der Wirtschaftssanktionen gegen Russland bezweifelt. Insbesondere die bayerische Wirtschaft macht Druck, dass die nach der Besetzung der Halbinsel Krim verhängten Sanktionen aufgehoben werden.

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