"Wir können nichts dagegen tun"

Wahlkampf: Tote Hosen fühlen sich missbraucht

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Sänger Campino und die Toten Hosen wollen ihre Musik nicht auf Wahlkampfveranstaltungen eingesetzt sehen.

Düsseldorf - Die Düsseldorfer Punkband "Die Toten Hosen" hat sich von der Verwendung ihrer Musik im Bundestagswahlkampf distanziert.

"In letzter Zeit sind wir mehrmals darauf aufmerksam gemacht worden, dass unser Lied 'Tage wie diese' immer wieder auf verschiedenen Wahlkampfveranstaltungen eingesetzt wird, vor allen Dingen bei CDU und SPD", heißt es in einem aktuellen Newsletter der Band, der AFP am Mittwoch vorlag. Die Rechtslage sei "leider so, dass wir dagegen nichts tun können".

Weiter schreiben Die Toten Hosen, sie hätten "nie ein Problem damit gehabt, wenn unser Lied vom Punkschuppen bis zum Oktoberfest den unterschiedlichsten Menschen Freude bereitet". "Wir empfinden es aber als unanständig und unkorrekt, dass unsere Musik auf politischen Wahlkampfveranstaltungen läuft." Hier werde die Musik der Band "klar missbraucht und von Leuten vereinnahmt, die uns in keiner Weise nahe stehen".

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"Die Gefahr, dass Menschen auf die Idee kommen können, dass es eine Verbindung zwischen der Band und den dort beworbenen Inhalten gibt, macht uns wütend", heißt es in dem Newsletter. "Es wäre in unseren Augen ein Zeichen des Anstands gewesen, uns vorher zu fragen, ob wir ein Problem mit der Verwendung unserer Musik bei diesen Abenden haben und zu respektieren, wenn wir das nicht wollen."

afp

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