Wer zieht ins Weiße Haus?

Clinton vs. Trump: Das sagten die letzten Umfragen zur US-Wahl 2016

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Donald Trump oder Hillary Clinton? Das entscheidet sich am 8. November.

Washington - Donald Trump ist zum 45. Präsidenten der USA gewählt. Die letzten Umfragen vor der Wahl sprachen noch eine andere Sprache.

(alle Zahlen Stand 8. November 2016)   

Clinton gegen Trump: Es wird eng zwischen den Kandidaten

Amerika wählt: Am 8. November entscheiden die Vereinigten Staaten, wer der nächster Präsident wird. Spannend wird das allemal: Hillary Clinton führt zwar nach wie vor, aber hauchdünn. Donald Trump hat einige Prozentpunkte aufgeholt. Die „Washington Post“ etwa meinte kürzlich, rechnerisch sei Trump einer möglichen Mehrheit bei den Wahlmännern noch nie so nahe gewesen - gleichwohl müssten dafür am Wahltag ausgesprochen viele Dinge in seinem Sinne passieren, was wiederum unwahrscheinlich sei.

Immer neue Skandale und Enthüllungen über ihre E-Mail-Affäre hatten Clintons Vorsprung - der anfangs recht stattlich gewesen war - immer kleiner werden lassen. Auch kam ihr nicht zugute, dass sie die Fragen bei den TV-Duellen womöglich schon vorher gekannt haben soll. Laut US-Wahl-Beobachter Nate Silver verdichten sich "die Anzeichen für einen Electoral/Popular Vote Split". Was heißt das? Ein Popular Vote Split bedeutet, dass ein Kandidat gewinnen könnte, der nicht die Mehrheit der Stimmen erhält - so war es etwa auch schon im Jahr 2000 zwischen Al Gore und George W. Bush. Gore hatte mehr Stimmen, doch Bush gewann letztendlich die Wahl. Hillary Clinton hatte in den Prognosen eine 85-Prozent-Chance, die Popular Vote zu gewinnen, also die Gesamtzahl der Stimmen. Beim Electoral College (also den weitaus wichtigeren Wahlmännern) lag ihre Chance aber nur bei 75 Prozent. 

Die Demokraten boten in den letzten Wahlkampftagen also nochmal alles auf. Die Umfragen zeigten: Es kann für Clinton noch schiefgehen. Deshalb schickte ihre Wahlkampfzentrale neben der Kandidatin selbst die „Big Boys“ in die umkämpften Staaten: Präsident Barack Obama, Ex-Kontrahent Bernie Sanders, Vize Tim Kaine, Ehemann Bill. Alle griffen Trump frontal an. 

Dieser hingegen verhielt sich überraschend ruhig. Er kostete es aus, dass sich die Umfragen zuletzt immer mehr in seine Richtung bewegten. Seine gewiefte Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway schärfte ihm ein: Jetzt bloß nicht die Aufmerksamkeit wieder auf eigene Schwächen lenken. Trump tourte in den vergangenen Tagen durch die Swing States, er braucht neben Florida und Ohio auch North Carolina und noch einen weiteren großen, eigentlich Clinton zuneigenden Staat.

Wir haben für Sie zusammengefasst, wo Sie einschalten müssen, wenn Sie die Wahlnacht live im TV und im Stream verfolgen wollen.

Clinton gegen Trump: Ratingagentur Moody's gibt Wahlvorhersage ab

Wer zieht als nächster US-Präsident in das Weiße Haus in Washington ein?

Die Umfragewerte von Clinton und Trump, die in den vergangenen Tagen und Wochen im Umlauf waren, liegen teilweise auseinander. Das lag daran, dass die verschiedenen Institute nach unterschiedlichen Methoden arbeiteten. Sie suchten sich die Stichprobe ihrer Befragten nach verschiedenen Kriterien und gewichteten diese unterschiedlich - etwa was Wohnort, Alter, Geschlecht, Bildungsstand oder Einkommen anging Allerdings orientierten sich die Institute auch gegenseitig aneinander und versuchten so, Abweichungsspitzen zu vermeiden.  

Die Ratingagentur Moody's hatte auch schon eine Wahlvorhersage gemacht. Sie stützte ihr Modell auf wirtschaftliche und politische Gegebenheiten - Wirtschaftswachstum, Benzinpreise oder die Beliebtheit des Amtsinhabers. Mit diesem Modell habe man seit Ronald Reagan richtig gelegen, hieß es von Moody`s. Es sagte einen glasklaren Sieg für Clinton voraus. Der deutschstämmige Professor Helmut Norpoth aus New York dagegen sah mit seinem Modell Trump deutlich vorn. Er stützte sich einerseits auf die jeweilige Performance in den Vorwahlen, andererseits auf die Tatsache, dass eine Partei nur schwer mehr als acht Jahre die Macht im Weißen Haus innehaben kann. Professor Allan Lichtmann hatte ein „Schlüsselfragen“-Modell entworfen - etwa ob der Amtsinhaber militärisch und wirtschaftlich erfolgreich war. Norpoth und Lichtman sehen Trump noch immer im Vorteil.

Clinton gegen Trump: 18,6 Millionen Menschen haben schon abgestimmt

18,6 Millionen Menschen in 38 US-Bundesstaaten hatten ihre Stimme bereits per Briefwahl abgegeben, wie der Sender CNN kürzlich berichtete. 9,7 Millionen davon leben in den sogenannten „Swing-States“ - besonders hart umkämpften Wechselwähler-Staaten. 

In der Endphase des US-Wahlkampfes war ein erbitterter Streit um die Glaubwürdigkeit von Meinungsumfragen entbrannt. Denn Donald Trump, der in den meisten Umfragen immer noch zurück liegt, bemängelte die Umfragen-Methodik einiger großer Institute. Angeblich benachteiligen sie ihn und berücksichtigen zu wenig, dass er neue Wählerschichten mobilisiert habe. Außerdem würden Abrück-Effekte von den Republikanern als zu stark bewertet werden, beklagte Trump. 

In den vergangenen Wochen und Monaten war es schon oft eine enge Kiste zwischen den Kandidaten. Nachdem alle drei TV-Duelle vorbei waren, führte Clinton die Umfragen an, während Trump einige Prozentpunkte und teilweise auch Sympathien verloren hatte. Vor einiger Zeit war eine Videoaufzeichnung aufgetaucht, die den republikanischen Kandidaten zeigt, wie er sich obszön gegenüber Frauen äußert. Gleich war spekuliert worden, ob Trump dieser Eklat möglicherweise den Wahlsieg kostet

Beide Präsidentschaftsbewerber sind bei den US-Bürgern grundsätzlich nicht allzu beliebt - mehr Vertrauen bringen die Amerikaner allerdings immer noch Hillary Clinton entgegen, wie der US-Sender CNN in einer aktuellen Umfrage feststellte. Die meisten der Befragten waren dabei der Meinung, dass Clinton für das Amt des Oberbefehlshabers des US-Militärs besser geeignet sei als Trump. Dieses Ergebnis ist aussagekräftig, da eben jenes Amt in den USA mit dem des Präsidenten einhergeht.

Clinton gegen Trump: Aktuelle Prognose zu der US-Wahl 2016

Die sogenannten Swing States sind für den Ausgang entscheidend: Denn sie sind, anders als die meisten Staaten, noch nicht auf eine Partei als Wahlsieger festgelegt. In einigen dieser als wahlentscheidend definierten Staaten lag Clinton vorn vorn, viele haben aber auch noch keine Tendenz ausgemacht.

Aktuellen Umfragen zufolge liegt Trump etwa in Iowa, Arizona und Ohio leicht in Führung. In Florida, dem größten und wichtigsten Swing State, lag Clinton zunächst vorne, musste diesen Vorsprung aber aufgeben - aktuell liegt Trump hauchdünn vorne. In North Carolina, das Trump nach Auffassung von Meinungsforschern unbedingt für einen Wahlsieg brauchen würde, hatte Clinton zunächst ebenfalls ihre Führung von 1,3 auf 2,6 Punkte ausgebaut. Aktuell liegt der Republikaner auch hier leicht in Führung.

Welche Staaten muss Trump gewinnen, um US-Präsident zu werden? Frank Luntz, ein führender Meinungsforscher und Berater verschiedener konservativer und republikanischer Politiker, erklärte am Wahltag via Twitter: Donald Trump müsse in Florida, North Carolina, Nevada und New Hampshire gewinnen, um Präsident zu werden. Seiner Meinung nach gehen die Staaten Michigan und Pennsylvania heute an Hillary Clinton. AKtuellen Umfargen zufolge, gilt das Rennen in diesen Staaten als offen. Eine Karte zeigt, in welchen Staaten Donald Trump gewinnen muss, um neuer US-Präsident zu werden.

Clinton gegen Trump: Wahlmänner wählen im Dezember

Real Clear Politics misst in regelmäßigem Abstand, wie hoch die Zustimmungswerte von Clinton und Trump im Vergleich sind. Hier lässt sich die Entwicklung verfolgen, die die beiden Kandidaten in den letzten Umfragen zurücklegten: Donald Trump blieb über den größten Teil des Zeitraums in den Umfragewerten hinter Hillary Clinton, teilweise lagen sie auch fast gleichauf. Dieser Einsturz war mit Sicherheit auch der unfreiwilligen Wahlkampfpause von Clinton zu schulden: Nach ihrem Zusammenbruch bei der Gedenkveranstaltung des 11. September hatte ihr Gegner Donald Trump einige Tage lang die Wahlkampfbühne ganz für sich allein.

Dieses Diagramm von RCP wertet verschiedene Umfragen großer Forschungsinstitute aus und zeigt an, wer von den Kandidaten bei der US-Bevölkerung momentan beliebter ist - hier finden Sie stets die absolut aktuellen Zahlen.  

Diese Umfragen hinsichtlich des Vergleichs zwischen Trump und Clinton spiegeln allerdings nicht zwingend wieder, wer von den beiden auch tatsächlich den Kampf um das Amt des US-Präsidenten gewinnen wird. Dieser wird von der Bevölkerung nämlich nicht direkt, sondern durch Stellvertreter aus den jeweiligen Einzelstaaten gewählt. In jedem US-Staat findet am 8. November also eine eigene Präsidentschaftswahl statt: Die Bürger aus den einzelnen Staaten entscheiden sich hier für einen der beiden Bewerber - Hillary Clinton oder Donald Trump. Wer von den beiden in dem jeweiligen US-Staat mehr Wähler für sich gewinnen kann, erhält dann in der endgültigen Wahl zum Präsidenten alle Stimmen der Wahlmänner des jeweiligen Staates. Diese wird im Dezember 2016 ausgetragen. Die Anzahl der Wahlmänner eines Staates richtet sich im Übrigen nach dessen Bevölkerungszahl: Aus diesem Grund hat ein relativ großer Staat wie Idaho nur vier Wahlmänner, während das kleinere New York aufgrund seiner hohen Bevölkerungsdichte 27 Wahlmänner entsenden darf. Alle 538 Wahlmänner bilden dann das sogenannte "Electoral College", das letztendlich über den neuen US-Präsidenten abstimmt. 

US-Wahl 2016: Der aktuelle Stand der Umfragen in den Einzelstaaten

Die 50 US-Staaten inklusive der Hauptstadt Washington D.C. und dem Bezirk Maine CD2 wählen am 8. November ihre Wahlmänner - und damit indirekt ihren Kandidaten für das Weiße Haus. Ob Donald Trump oder Hillary Clinton das Amt des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten erhalten, entscheidet sich darin, wie viele Einzelstaaten sie für sich gewinnen können. 

Real Clear Politics verarbeitet die vielen Erhebungen, die täglich zu der US-Wahl 2016 einlaufen und entwickelt daraus eine übersichtliche Grafik über den aktuellen Stand der Umfragen. In den letzten Wahljahren lagen die Prognosen des RCL dabei stets nah an dem endgültigen Ergebnis der Präsidentschaftswahl. 

Hier wird in jedem Einzelstaat die momentane Stimmungslage abgefragt und damit errechnet, welcher Kandidat die Stimmen der Wahlmänner für sich gewinnen kann. Viele US-Staaten sind traditionell von einer der beiden großen Parteien geprägt und gelten deswegen für den jeweiligen Kandidaten als sicher. Weiter wird in den Umfragen ermittelt, ob in den US-Staaten eine leichte oder eine starke Tendenz zu Donald Trump oder Hillary Clinton besteht. 

(Stand: 5. November 2016)

US-Staat

Anzahl Wahlmänner

Tendenz

Alabama

9

Gilt als sicher für Donald Trump

Alaska

3

Starke Tendenz zu Donald Trump

Arizona

11

Keine Tendenz

Arkansas

6

Gilt als sicher für Donald Trump

Colorado

9

Keine Tendenz 

Connecticut

7

Leichte Tendenz zu Hillary Clinton

Delaware

3

Starke Tendenz zu Hillary Clinton

Florida

29

Keine Tendenz

Georgia

16

Keine Tendenz

Hawaii

4

Gilt als sicher für Hillary Clinton

Idaho

4

Gilt als sicher für Donald Trump

Illinois

20

Starke Tendenz zu Hillary Clinton

Indiana

11

Starke Tendenz zu Donald Trump

Iowa

6

Keine Tendenz

Kalifornien

55

Gilt als sicher für Hillary Clinton

Kansas

6

Starke Tendenz zu Donald Trump

Kentucky

8

Gilt als sicher für Donald Trump

Louisiana

8

Gilt als sicher für Donald Trump

Maine

4

Leichte Tendenz zu Hillary Clinton

Maine CD2

1

Keine Tendenz

Maryland

10

Gilt als sicher für Hillary Clinton

Massachusetts

11

Gilt als sicher für Hillary Clinton 

Michigan

16

Keine Tendenz

Minnesota

10

Leichte Tendenz zu Hillary Clinton

Mississippi

6

Gilt als sicher für Donald Trump

Missouri

10

Starke Tendenz zu Donald Trump

Montana

3

Starke Tendenz zu Donald Trump

Nebraska

5

Gilt als sicher für Donald Trump

Nevada

6

Keine Tendenz

New Hampshire

4

 Keine Tendenz

New Jersey

14

Starke Tendenz zu Hillary Clinton

New Mexico

5

Keine Tendenz

New York

29

Gilt als sicher für Hillary Clinton

North Carolina

15

Keine Tendenz

North Dakota

3

Gilt als sicher für Donald Trump

Ohio

18

Keine Tendenz

Oklahoma

7

Gilt als sicher für Donald Trump

Oregon

7

Leichte Tendenz zu Hillary Clinton

Pennsylvania

20

Keine Tendenz

Rhode Island

4

Starke Tendenz zu Hillary Clinton

South Carolina

9

Leichte Tendenz zu Donald Trump

South Dakota

3

Starke Tendenz zu Donald Trump

Tennessee

11

Starke Tendenz zu Donald Trump

Texas

38

Starke Tendenz zu Donald Trump

Utah

6

Starke Tendenz zu Donald Trump

Vermont

3

Gilt als sicher für Hillary Clinton

Virginia

13

Keine Tendenz 

Washington

12

Starke Tendenz zu Hillary Clinton

Washington D.C.

3

Gilt als sicher für Hillary Clinton

West Virginia

5

Gilt als sicher für Donald Trump

Wisconsin

10

Leichte Tendenz zu Hillary Clinton

Wyoming

3

Gilt als sicher für Donald Trump

US-Wahl 2016: Clinton und Trump im Kampf um die "Swing States"

In manchen US-Staaten kann auch jetzt noch keine Tendenz ausgemacht werden, da die aktuellen Umfragewerte von Trump und Clinton hier relativ nah beieinander liegen. Diese Staaten sind für die Kandidaten im Wahlkampf besonders interessant: In den sogenannten "Swing States" (in der Tabelle fett markiert) entscheidet sich nämlich letztendlich, wer im Rennen um das Amt des US-Präsidenten den schnelleren Schlusssprint einlegen kann. Es geht also nur um ein Dutzend Einzelstaaten, die am Ende entscheiden werden, welcher der beiden Kandidaten seine Umzugskartons für das Weiße Haus packen kann.

Clinton oder Trump: US-Wähler entscheiden laut Umfrage im Ausschlussverfahren

Die Stimmung im Wahlkampf war in den USA äußerst negativ belastet. Begeisterung für die Kandidaten trat so gut wie gar nicht ein, stattdessen war die Wahl geprägt von Antipathie gegenüber den Präsidentschaftsbewerbern. Schlimmer noch, es schien, als würden sich die Wähler im Ausschlussverfahren für einen der Kandidaten entscheiden. Einer Umfrage des Pew-Instituts zufolge würden 33 Prozent der Trump-Anhänger nämlich nur für den Republikaner stimmen, weil er nicht Clinton sei. Das Gleiche gilt auch für das Lager der Clinton-Befürworter. Ein Drittel unter ihnen hält Trump schlichtweg für unwählbar und entscheidet sich nur aus diesem Grund für die Demokratin. 

Vor allem sein wechselhafter Charakter und seine Persönlichkeit seien für viele ausschlaggebend dafür, dass Trump nicht als Präsident der Vereinigten Staaten geeignet sei. Bei Clinton zweifelten viele an ihrer Vertrauenswürdigkeit und misstrauten ihren Geschäftsverbindungen.

Insgesamt wären nur 12 Prozent der Befragten wirklich begeistert, wenn Clinton neues Staatsoberhaupt werden würde. Bei Trump waren es elf Prozent bei einer Umfrage, die vor einigen Wochen veröffentlicht worden ist.

Clinton vs. Trump: Welchen Einfluss haben die TV-Duelle auf aktuelle Umfragen?

Im Laufe des Wahlkampfes traten Hillary Clinton und Donald Trump in insgesamt drei Debatten im US-Fernsehen gegeneinander an. Dabei wurden die Kandidaten von einem TV-Moderator zu ihrer Einstellung hinsichtlich wichtiger politischer Themen in den USA befragt. Anschließend konnten beide in einer bestimmten Zeitspanne ihre Antwort abgeben. Die US-Wähler hatten also in Echtzeit die Möglichkeit zu verfolgen, inwiefern die Einstellungen von Trump und Clinton auseinander liegen. Hier finden Sie die Positionen von Hillary Clinton und Donald Trump im Check.

Solche TV-Debatten erfreuen sich in den USA großer Beliebtheit - die diesjährigen brachen laut Angaben der Sender alle Rekorde. Die erste TV-Debatte verzeichnete bereits eine Einschaltquote von 84,1 Millionen, hinzu kamen mehrere Millionen Zuschauer, die das Duell online im Live-Stream gesehen hatten. Alles, was sie zu den TV-Duellen wissen sollten, können Sie hier bei uns nachlesen.

Die TV-Debatten sind in den USA ein wichtiger Bestandteil des Wahlkampfes und führten auch in den letzten Jahren immer wieder zu einem Stimmungsumschwung innerhalb der Wählerschaft. Wer sich in dem Duell schlecht präsentiert oder eine ungeschickte Aussage von sich gibt, wird die Auswirkungen hiervon mit hoher Wahrscheinlichkeit noch im restlichen Wahlkampf zu spüren bekommen. Wie sich die Kandidaten in der ersten Debatte geschlagen hatten, erklärte unser US-Korrespondent in einer Einschätzung. Alle Details können Sie in unserem Live-Ticker vom 1. TV-Duell nachlesen, sowie im Live-Ticker vom 2. TV-Duell und vom 3. Aufeinandertreffen zwischen Clinton und Trump.

US-Wahl 2016: Wer sind die Kandidaten neben Clinton und Trump?

Neben Hillary Clinton und Donald Trump treten noch vier weitere Kandidaten für das Amt des US-Präsidenten an: Gary Johnson (Libertarian Party), Jill Stein (Green Party), Darrell Castle (Constitution Party) und Evan McMullin. Theoretisch haben auch diese Kandidaten eine Chance auf das Amt, den Umfragen zufolge ist es aber äußerst unwahrscheinlich, dass einer von ihnen die Wahl tatsächlich gewinnen kann. Gary Johnson liegt in der aktuellen Umfrage von RCL bei 4,8 Prozent (vorher: 8,7), die Grünen-Politikerin Jill Stein sogar nur bei 2,0 Prozent (vorher: 3,0). Interessant ist aber allemal, wie viele Stimmen diese Kandidaten den zwei Favoriten abnehmen können. Gary Johnson und Evan McMullin sprechen beispielsweise ziemlich genau die Zielgruppe Trumps an - und könnten Hillary Clinton damit einen Vorteil bei der US-Wahl verschaffen.

US-Wahl 2016: Amerika wählt gleichzeitig neuen Kongress

Aufgrund des hitzigen Wahlkampfes zwischen Hillary Clinton und Donald Trump geht eine Sache dabei häufig unter: Am 8. November werden nicht nur die Präsidentschaftskandidaten gewählt, sondern auch die Abgeordneten für den Kongress der Vereinigten Staaten. Dieser ist in den USA zweigeteilt und setzt sich aus dem Senat und dem Repräsentantenhaus zusammen. Aktuell gibt es hier eine Mehrheit an republikanischen Vertretern - diese machte es dem demokratischen Präsidenten Obama in den vergangenen Jahren bei der Durchsetzung von Gesetzesvorschlägen, beispielsweise zur Verschärfung des Waffenrechts, nicht gerade einfach. Prognosen sagen jedoch voraus, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einer Mehrheit der Republikaner bleiben wird. Wenn Donald Trump also Präsident werden würde, hätte er eine hohe Zahl an Parteikollegen im Kongress - Hillary Clinton dagegen müsste wie ihr Vorgänger Obama gegen die Mehrheit der Republikaner antreten.

US-Wahl 2016: Die Wahlen im Live-Stream und im Ticker

In der Nacht auf Montag, 10. Oktober, sind die Kandidaten im 2. TV-Duell aufeinander getroffen. Hier konnten Sie das TV-Duell zwischen Clinton und Clinton live im TV und im Stream sehen. Außerdem hatten Sie die Möglichkeit, die Debatte bei uns im Live-Ticker zu verfolgen.

In der Nacht auf Donnerstag, 20. Oktober, haben sich die US-Präsidentschaftskandidaten zum letzten Rededuell getroffen. Hier konnten sie das dritte TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump live im TV und im Live-Stream sehen. Und: Wir hatten es wieder im Live-Ticker begleitet, als Hillary Clinton und Donald Trump aufeinander trafen.

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