Pastorin liest ihm die Leviten

Donald Trump besucht Gottesdienst - und erlebt böse Überraschung

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Donald Trumps Konterfei auf einem Plakat.

Muscataine - Donald Trump versucht vor den Vorwahlen die religiösen Wähler auf seine Seite zu bringen. Der Besuch eines Gottesdienstes in Iowa sollte ihm dabei helfen. Doch die örtliche Pastorin machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Am 1. Februar macht der US-Bundesstaat Iowa den Anfang beim langwierigen Prozess der Vorwahlen zur amerikanischen Präsidentschaftswahl. Die sogenannten frühen Staaten gelten bei dieser Wahl als maßgeblich wegentscheidend für den gesamten Wahlprozess, auch wenn, wie beispielsweise in Iowa nur ein Prozent der Bevölkerung lebt und wählt.

Wer letztendlich die Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im November sein werden, verkünden die beiden Parteien voraussichtlich im April. Umso wichtiger ist es für die möglichen Kandidaten jetzt zu überzeugen und sich im besten Licht zu präsentieren, so wie Donald Trump, der eine Woche vor Beginn der Vorwahlen eine Messe im sehr religiösen Muscataine in Iowa besuchte, wohl um in der Wählergunst zu steigen.

Standpauke bei Gottesdienst - Pastorin wird direkt

Wie die britische Zeitung The Telegraph berichtet, misslang das allerdings gründlich. Denn mit einem hätte Donald Trump nicht gerechnet: Einer wahren Standpauke durch die örtliche Pastorin Dr. Pamela Saturnia.

Die hat es sich nämlich nicht nehmen lassen, den berühmten Gast in ihrem Gottesdienst ganz unverblümt aufs Korn zu nehmen. In ihrer Predigt erinnerte die Pastorin an "diejenigen, die am wenigsten geliebt werden, die am meisten diskriminiert werden und am ehesten vergessen werden in unserer Gemeinschaft und in unserer Welt." Ganz explizit nannte sie dabei syrische Flüchtlinge und mexikanische Migranten. Er sei sich nicht sicher, ob die Predigt auf ihn abziele, soll Donald Trump laut The Telegraph nach der Messe gesagt haben. 

Trump äußerte sich erst im Oktober letzten Jahres über Flüchtlinge aus Syrien: Sollte er gewählt werden, würden "diese Leute alle wieder zurückgeschickt", sagte er bei einer Wahlkampf-Veranstaltung in New Hampshire.

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vf mit Material von dpa

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