Waging nimmt einen Punkt aus Ottobrunn mit

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Die „Seerosen“ können mit diesem Remis leben, wenn auch mehr möglich gewesen wäre

In der Fußball-Bezirksliga Ost hat der TSV die Auswärtsreise mit einem 1:1-Remis abgeschlossen. Man möchte meinen, mit einem Punkt auswärts könnte man ganz gut leben, doch mit dem dritten 1:1 in Serie tritt der TSV etwas auf der Stelle. Der sehr angespannten Personalsituation wegen reisten die Seerosen mit einem schlanken 14er Kader nach Ottobrunn, wobei der dritte Wechsler Ersatztorspieler Alex Pfab geheißen hätte. Etwas verändert gegenüber der Ebersberg Partie, in der man mehr Schatten als Licht bilanzieren musste, lief das Seerosenspiel eigentlich gut nach Plan und besonders in Durchgang zwei hätte man sich den Sieg redlich verdient. Schöne Einschussmöglichkeiten versiebten aber und auch das nötige Quäntchen Glück ist noch nicht auf Seiten des TSV Waging, so kratzte in buchstäblich letzter Minute ein Ottobrunner den Kopfball von Berni Mühlbacher mit dem Gesicht von der Linie.

Die Anfangsphase gestalteten beide Teams eher abwartend, wobei deutlich wurde, dass sich die Kontrahenten erst einmal etwas in Sicherheit wägten bevor sie zu Treffern ausholten. So zeigte sich Ottobrunn etwas mehr in Ballbesitz, ohne aber die ganz gute Waginger Ordnung auszuhebeln. Selbst in Ballbesitz fehlte noch die nötige Ruhe, trotzdem erwiesen sich die Waginger auf alle Fälle als sehr unangenehmer Gegner, der auch die erste gute Chance im Spiel verzeichnete, ein Angriff über zwei bis drei Stationen wurde von rechts über links zu Ende getragen, wo Olli Schilling - der Youngster war aufgrund zweier starker Leistungen zuletzt nicht aus dem Team wegzudenken - von halbrechts in den "Sechzehner" zog und die Kugel aber über das lange Kreuzeck schlenzte (11.). Ottobrunn zeigte sich vor allem in der Offensive technisch versiert und spielstark, so musste alleine Stefan Mühlbacher mit der Fußspitze zwei Mal gut getimte Steilpässe abfangen. Vor allem der agile Timo Aumayer ließ in Verbindung mit seinen Offensivkollegen Niklas Jenke und Sebastijan Cacic immer wieder großes Können aufblitzen.

Trotzdem entstand die Führung der Hausherren etwas glücklich. Eine Verkettung kleiner Fehler im Defensivverbund der Gäste nutzten die Ottobrunner eiskalt aus: Zwei Mal eine Fußlänge zu spät kam der Ball über links an die Fünfmeterraumkante, wo Andreas Huber einen super Haken schlug und im nächsten Schritt flach links unten einschoss (32.). Keine leichte Ausgangssituation für die fleißigen Gäste, die immer wieder gefährlich im letzten Drittel auftauchten, dort aber die Abgezocktheit vermissen ließen, so wie in Minute 39 und 40, als Florian Görgmeier zwei Mal schön auf die Reise geschickt wurde, allerdings minimal im Abseits stand - ärgerlich, so ging´s mit einem 0:1 aus Gästesicht in die Kabine.

Mit Beginn der zweiten Hälfte starteten die „Seerosen“ aber couragiert und setzten in der Folge immer wieder schöne Nadelstiche, wobei Versuche wie ein Flachschuss von Stefan Mühlthaler, den Keeper Maxi Plachel unter sich begrub, oder zwei scharfe Hereingaben von der Grundlinie von Manuel Sternhuber und Berni Mühlbacher, die keinen Abnehmer fanden beziehungsweise in höchster Not von der Heimabwehr geklärt wurden.

"Das ist im Moment unser Thema. Wir müssen mannschaftlich unglaublich viel investieren um zu punkten, weil wir ohne Frage personell angezählt sind zum einen und dadurch zum anderen nicht die Konsequenz im Abschluss erreichen, wie es die individuell sehr starken Gegner oft tun. Mit der gezeigten Leistung haben wir uns absolut nichts vorzuwerfen, schade dass wir uns am Ende für unseren mutigen Auftritt besonders in Halbzeit zwei wieder nicht belohnt haben. Trotzdem macht der Auftritt aber Mut, wir sind zwar angezählt aber trotzdem im Wissen, dass immer nicht viel fehlt, wobei wir fest daran glauben, dass wir den Bock bald umstoßen können", so Aktivcoach Bruno Tschoner. Weiter im Spielverlauf mühten sich die Gäste den Rückstand zu egalisieren und bauten immer wieder Druck auf. Trotzdem platzte der Knoten erst spät, der nur um die 1,75 große Berni Mühlbacher stand nach einem Eckball des soliden Bastian Maier blank und köpfte die Kugel gegen die Laufrichtung ins lange Eck - 1:1 (79.). 

Spürbar war nun, dass beide gerne den Sieg eingeheimst hätten, wobei aber nur noch die Seerosen gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchten, doch wie bereits erwähnt kratzten die Ottobrunner auch den letzten Ball von der Linie und sicherten somit den Heimpunkt.

Klu/Pressemitteilung TSV Waging

 

Quelle: rosenheim24.de

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