Aiblinger-Offensive zeigt sich auch gegen Edling effektiv

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Es bleibt dabei, wenn Ex-Regionalligaspieler Frederik Schramme bei Edling nicht trifft, dann können sie nicht punkten. Seit seinem Wechsel von 1860 Rosenheim wieder zurück zu seinem Heimatverein hat ein Torerfolg von Schramme in den meisten Fällen zu einem Punktgewinn gereicht. Von Beginn an legte der TUS deshalb sein Hauptaugenmerk auf ihn und legte wie immer zu Hause gleich furios los. Und so dauerte es auch nur 5 Minuten bis es das erste Mal im Edlinger Gehäuse klingelte. Und wie. Daniel Hopf hatte aus 23 Metern nach einer schnellen Kombination sofort geschossen und sein Bogenball senkte sich über den chancenlos am 5er stehenden Torwart Kuespert unter die Latte zum TUS-Führungstreffer ins Netz.

Eine Zeigerumdrehung später hätte schon das 2:0 folgen können bzw. müssen, denn Andreas Baumann übersah den links im Strafraum völlig freistehenden Christian Zoss und schoss aus 16 Metern selbst. Seinen Schuss konnte Keeper Kuespert jedoch entschärfen. Aber wie sonst auch in den letzten Heimspielen, kam nun ein Bruch ins Spiel der Aiblinger. Man überließ unverständlicher Weise dem Gegner das Spielfeld und agierte nicht mehr, sondern konnte nur noch reagieren. So war der Ausgleich fast eine logische Folge aber durchaus vermeidbar. Eine weite Freistoßflanke fast von der linken Seitenauslinie senkte sich über alle Köpfe hinweg am konsterniert hinterherblickenden Torwart Simon Hafner vorbei in die rechte, lange Torecke. Daran änderte sich auch bis zum Pausenpfiff nichts mehr. Das Spiel blieb auf Aiblinger Seite sehr zerfahren, hektisch und von vielen Fehlpässen geprägt. Lediglich der aufgerückte TUS-Innenverteidiger Pedro Goncalves hatte nach einer Ecke eine Torchance, aber sein Kopfball aus wenigen Metern ging knapp über die Querlatte. Die zweite Hälfte begann dann mit einer Gästechance durch Frederik Schramme, aber sein Kopfball in der 49. Minute verfehlte das Ziel ebenfalls nur knapp. In der 55. Minute dann wieder ein Aiblinger Lichtblick. Nach einem Steilpass läuft Sebastian Foidl allein auf den Edlinger Torwart zu. Seinen Schuss aus 12 Meter kann dieser glänzend abwehren, aber nur zu kurz. Der rechts heranstürmende Sebastian Marx „drischt“ den Ball aus spitzem Winkel und vollem Lauf zur erneuten Führung in den linken Torwinkel. Wie aus dem Nichts begann nun die „heiße“ Phase des Spiels.

Nachdem Schramme in der 60. Minute aus etwas abseitsverdächtiger Position aus 12 Meter am gut reagierenden Torwart Hafner scheitert, kann, fast im Gegenzug, Foidl nur mehr per Foul von Haeuslmann auf dem Weg in den Edlinger Strafraum gestoppt werden. Sein Pech war, dass der, nun immer unsicher werdende, Schiedsrichter dies als Notbremse, weil letzter Mann, wertete und mit der Roten Karte bestrafte. Ab jetzt lagen die Nerven bei den Gästen etwas blank. Nachdem Goncalves in der 64. Minute mit einem weiteren Kopfball aus 7 Metern das Edlinger Tor wieder nur knapp verfehlte, schien das 3:1 in Überzahl nur mehr eine Frage der Zeit zu sein. Aber nach einer schwachen Kopfballabwehr der Aiblinger, konnte Christoph Schex in der 66. Minute mit einer sehenswerten Direktabnahme vom 16er halbhoch und unhaltbar in die linke Torecke treffen und den überraschenden Ausgleich erzielen. Die Freude auf Edlinger Seite und bei ihm speziell dauerte jedoch nur bis zur 70. Minute, denn Schex ließ sich kurz hinter der Mittellinie zu einer Tätlichkeit hinreißen und sah dafür berechtigter Weise die Rote Karte. Die Gäste monierten dabei aber ein direkt vorher nicht geahndetes Foul an Philipp Bacher in der Aiblinger Hälfte.

Die zweifache Überzahl nutzte Aibling fortan zwar auch noch nicht sehr durchdacht, aber man konnte durch Abwehrspieler Daniel Anemüller in der 76. Minute mit einem Kopfball, nach Freistoßflanke von Marx, wenigstens mit 3:2 in Führung gehen. Den Schlusspunkt in dieser nun doch sehr hektischen, teilweise nickligen, Partie setzte dann Foidl, der einen mustergültigen Konter von Marx über die entblößte linke Edlinger Abwehrseite gekonnt mit einem platzierten Flachschuss vom linken 5er ins rechte Eck abschloss. Damit war die Partie entschieden und Schramme hatte Glück, dass er für ein hässliches Frustfoul zum Schluss „nur“ die Gelbe Karte sah. (weg)

Quelle: rosenheim24.de

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