Traunreut ballert sich für die Rückrunde warm!

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Trotz der guten Vorbereitung musste der Club beim jetzt alleinigen Tabellenführer TuS Traunreut eine deftige Packung einstecken. Dabei erlebte die Aleksictruppe einen "Tag zum Vergessen", auch wenn das Ergebnis wohl etwas zu hoch ausfiel. Völlig verdient blieben letztendlich die Punkte beim Gastgeber liegen, die nach dem Remis des TSV Bad Reichenhall beim FC Töging II endgültig  zum Titelanwärter avancieren. Schlichtweg kaltschnäuziger konnte der TuS den Club in die Schranken weisen, wobei vor allem Standards den Ausschlag gaben. 

Den ersten Schock musste der FC bereits kurz vor Spielbeginn verkraften, da Kapitän Erwin Haas angeschlagen nach dem Aufwärmen passen musste. Er hatte angeschlagen noch kein grünes Licht für einen 90 Minuteneinsatz geben können. Das Fehlen des leidenschaftlichen Führungsspielers schienen die Gäste zunächst nicht gut zu verkraften, da bereits nach wenigen Minuten erstmals auf Seiten der Stutztruppe gejubelt werden konnte. Nach einer scharfen Standard konnte FC-Keeper Bayer zwar noch einen Kopfball klären, allerdings schaltete im Anschluss der derzeit mit Abstand gefährlichste Kreisligaangreifer Johannes Schreiber am schnellsten und köpfte ein zum umjubelten Führungstreffer der Gastgeber.

Schlachtenbummler kamen auf ihre Kosten

Die rund 30 Hammerauer Schlachtenbummler unter den 150 Zuschauern sahen fortan einige gute Angriffe ihres Clubs. Zunächst scheiterte Matej Kovac noch aus 18 Metern an TuS-Keeper Christopher Mayer, nachdem er zwei Gegenspieler düpiert hatte, anschließend vergab er nach Gallerpass alleine auf Mayer zulaufend auch noch die allergrößte Chance zum Ausgleich. Kurz darauf vergab auch Julian Galler für den Club per Freistoß aus 20 Metern, als er knapp am Pfosten vorbeizielte. Während der FC spielerisch nun einige Akzente gesetzt, seine Chancen allerdings liegen gelassen hatte, schlugen die Gastgeber wieder eiskalt zu.

Erneut per Abstauber erhöhte Johannes Schreiber hellwach auf 2:0. Der zweite Torschuss des TuS landete per Freistoß an der Latte und musste vom besten TuS-Kicker nur noch eingeschoben werden. Erneut hatten die Gastgeber bei einer Standard schlichtweg kaltschnäuziger und den entscheidenden Tick wacher agiert, was in diesem Duell letztendlich nicht nur den einen Tick, sondern einen sehr großen Unterschied ausmachen sollte. So landete ein erneuter TuS Freistoß in der Folge wieder an der Latte und einen Kopfball nach einer Ecke konnte Florian Schwaiger noch auf der Linie glücklich für den geschlagenen FC-Keeper Bayer klären.

Debütant Götzinger mit der besten Chance

Aus dem Spiel heraus hatte zunächst Debütant Daniel Götzinger für den FC die beste Gelegenheit zum Anschluss, scheiterte aus 14 Metern allerdings an Mayer. Den vorentscheidenden Knockout zum 3:0 setzte in der 36. Minute dann Bernd Schweidler für die Stutztruppe, als er sträflich  und völlig freistehend aus 5 Metern eigentlich gar keine andere Möglichkeit hatte, als eine scharfe Ecke per Kopf in die Maschen zu hämmern.

Der unterhaltsame Schlagabtausch auf dem Traunreuter Kunstrasen verflachte nun und schien entschieden, bevor Daniel Götzinger mit seinem zweiten Versuch kurz vor dem Pausentee doch noch den Anschluss herstellen konnte. Sein Schuss aus 11 Metern war nach einer zu kurz abgewehrten FC-Flanke schlichtweg unhaltbar. Zu dieser Zeit hatte der Club bereits einen erneuten Schock verkraften müssen, nachdem der bereits vor dem Spiel angeschlagene Keeper Bayer seinen Posten räumen musste. Für ihn nahm die Rolle des Keepers Innenverteidiger Andreas Högler ein, der seine Aufgabe zwischen den Pfosten in der Folge hervorragend löste. Die Talente Höglers auf dieser Position und die Möglichkeit ihn für Bayer ins Tor zu stellen, waren spätestens seit dem letztjährigen Auswärtsspiel in Siegsdorf bekannt. 

Das 4:1 als endgültiger K.O.-Schlag

Mit dieser satten 3:1 Führung für die Gastgeber ging es nun in die Pause. Wohlwissend, dass der Anschluss nochmals Kräfte beim Club wecken könnte, versuchten die Siemensstädter den FC nach der Halbzeit gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Von FC-Coach Aleksic wachgerüttelt betrat der FC zwar mutig und entschlossen das Feld, konnte die erhoffte Aufholjagd jedoch nicht mehr realisieren. Der Club startete zwar seine beste Phase und konnte den TuS teils ordentlich unter Druck, aber auch nicht wirklich zwingend in Bedrängnis bringen bis zur 65. Minute. So vergaben Julian Galler, Andreas Bogner und Stefan Eisenreich die besten Clubchancen.

Der erhoffte Anschluss blieb aus und die Angriffe des TuS wurden ab der 65. Minute auf Grund der immer größer werdenden Räume bei Kontern immer gefährlicher. Auch der eingwechselte Erwin Hass konnte daran nichts mehr ändern. Seine kuriose und wohl auf Grund einer Verwechslung erste gelbe Karte wegen ständigem Meckerns über den gesamten Spielverlauf - Haas war kaum eine Minute auf dem Platz -  war der Beginn einer Schlussphase, die dem FC noch eine Klatsche einbringen sollte. Ersatzkeeper Högler verhinderte den endgültigen Knockout zunächst zweimal im Eins-Gegen-Eins nach tollen TuS-Kontern und per Reflex gegen eine von FCler  Andreas Bogner abgefälschte Flanke phänomenal.

Ergebnis einen Ticken zu hoch

Wiederrum nach einer Standard und folgenden Flanke war er jedoch gegen den eingewechselten Dominik Schneider machtlos, der den K.O. mit dem 4:1 setzte (84.). Für den Club wurde der Tag nun endgültig zum Tag des Vergessens. Zunächst sah Manuel Weiß den gelb-rot Karton, wenige Minuten später vollendete Johannes Schreiber mit seinem dritten Tor per Elfmeter seinen Sahnetag und den 5:1 Sieg der Gastgeber. Mit dem Schlusspfiff musste mit Erwin Haas nach Foulspiel auch noch ein zweiter FCler den Platz mit gelb-rot vorzeitig verlassen. 

Für den Club heißt es nun kräftig schütteln und diesen bitterbösen rabenschwarzen Tag schnellstens abhaken. Der Sieg der Stutztruppe ging unterm Strich völlig in Ordnung - wenn auch etwas zu hoch, wie TuS Abteilungsleiter Markus Tesche auch von Seiten der Gastgeber bestätigte. Vor allem in den ersten 30 Minuten des Spiels zeigten die Schützlinge von Tom Stutz schlichtweg mehr Kaltschnäuzigkeit, waren mehr als den einen Tick wacher als die Gäste und entschieden das Spiel so frühzeitig für sich.

In den kommenden Aufgaben gegen den FC Töging II, den SC Anger und den TSV Bad Reichenhall wird der Club nun erneut angreifen und alles tun, um trotz dieser herben Klatsche in die Erfolgsspur zurückzufinden. Der TuS hat diese Schiene frühzeitig und beeindruckend gefunden. Der alleinige Tabellenführer ist nun der große Favorit auf den Bezirksligaaufstieg. (bic)

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Kreisliga 2

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare