Landesliga Südost - der 33. Spieltag

SBR stürzt Spitzenreiter - Debakel für Töging

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Erzielte in Deisenhofen die frühe Führung für den SB Rosenheim - Leon Volz.

Oberhaching/Deisenhofen - Für eine Überraschung und einen Wechsel an der Tabellenspitze der Landesliga Südost sorgte der SB Rosenheim durch seinen Punktgewinn in Oberhaching beim FC Deisenhofen. Der FC Töging hingegen ging im samstäglichen Regen sprichwörtlich Baden. Ein 0:5 Debakel wirft die Truppe vom Wasserschloss zurück auf einen Abstiegs-Relegationsrang. Bereits am Freitagabend trennten sich der SB Chiemgau Traunstein und der SE Freising mit einem torlosen Unentschieden.

In der Auswärtspartie beim hochfavorisierten Tabellenführer FC Deisenhofen ging der Sportbund Rosenheim, der sich durch einen Heimsieg am vergangenen Wochenende auch rechnerisch endgültig den Klassenerhalt gesichert hatte, früh in Front. Die Rosenheimer machten von Anfang an klar, dass sie keineswegs nur als Punktelieferant nach Deisenhofen gereist waren. Mit vollem Einsatz und hochmotiviert spielten die Rosenheimer munter nach vorne. Schon nach neun Minuten markierte Leon Volz, der unlängst noch in unmittelbarer Nachbarschaft in Unterhaching gekickt hatte, das 0:1 für die Gäste.

Sportbund Rosenheim schockt Deisenhofen mit zwei Blitzstarts

Diesen Rückschlag hingegen steckten die Blauhemden relativ gut weg und verstanden den Weckruf. Schon kurz darauf kamen sie zum Ausgleich. Auf Pass von Tobias Muggesser traf Felix Heil zum 1:1 (16.). Dies war der Startschuss für eine Offensivwelle der Gastgeber, die heute unbedingt gewinnen mussten, um in der Tabelle vor Verfolger Ismaning zu bleiben. Linus Lorenz Schuss aus etwa 22 Metern konnte Dominic Zmugg im Kasten der Rosenheimer gerade noch parieren (18.). Dann setzte Michael Vodermeier eine Flanke von Torschützen Muggesser per Kopf am Tor vorbei (20.).

Momente später doch das 2:1 für die Hausherren: Diesmal war es Vodermeier, der flankte. In der Mitte war wiederum Heil zur Stelle und besorgte die Führung für die Oberhachinger (26.). Es schien zu laufen für den Spitzenreiter.

Service:

In der Folge dann eher wenig Aufregendes vor den Toren - bis kurz vor der Halbzeit: An einen tollen Freistoß von Dennis Yimez, bringt Zmugg noch die Fäuste heran. Der Abpraller landete bei Luca Tschaidse, doch der konnte, schon zu nahe am Ball, seinen Nachschuss nicht mehr optimal kontrollieren und schoss über das Gehäuse (44.).

In der zweiten Hälfte fiel dann nur noch ein weiterer Treffer: Yasin Temel traf unmittelbar nach Wiederbeginn zum 2:2. Deisenhofens Marco Finster wurde im Mittelfeld zu Fall gebracht und verlor so das Spielgerät. Nach einem langen Ball in die Spitze verpasste FCD-Verteidiger Arijanit Kelmendi, Rosenheims Markus Höhensteiger verarbeitete das Leder exzellent und legte den Ball quer zu Temel, der den etwas zu weit vor seinem Kasten stehenden Maximilian Angerbauer schön zum Ausgleich überlupfte (47.).

Dabei blieb es bis zum Ende. Denn mit diesem Ausgleich konnten die Gastgeber nur schlecht umgehen. Da die Rosenheimer keinen Zentimeter nachgaben kam es nur noch zu einer guten Gelegenheit für die Blauhemden durch Heil, dessen Kopfball jedoch noch von der Linie geschlagen wurde (69.).

Der Sportbund holte sich einen weiteren Zähler für die Endabrechnung - Deisenhofen dürfte den beiden verlorenen Punkten hinterhertrauern. Die Tabellenführung sind sie durch den Stolperstein SB Rosenheim jedenfalls erst einmal los - Ismaning ist wieder vorne.

Debakel für FC Töging

Eine richtig derbe Packung kassierte der FC Töging im Sepp-Helfer-Stadion in Dachau. Beim heimischen ASV ging es für die Gastgeber um nichts mehr außer dem Prestige und für die Truppe vom Wasserschloss weiterhin um alles im Kampf gegen die Abstiegs-Relegation.

Zu Beginn sah es nicht nach einer derartigen Klatsche aus. Die Töginger begannen sehr tief stehend und wollten auf ihre Chancen warten, die dann auch kamen: Benedikt Baßlsperger wurde von rechts flach am Fünfmeterraum angespielt und zog direkt ab, Artem Byankov im Tor der Dachauer rettet mit einer Glanztat (20.).

Der ASV war dagegen eher bemüht, das Spiel zu machen, hatte aber Mühe die Lücken im Bollwerk der Töginger zu finden und kam daher zunächst nicht zu eigenen Chancen. Bis zur 26. Minute: Nach einer Ecke wurde Kevin Zepedas Schuss aus 16 Metern abgefälscht, der Ball sprang zu Philipp Schmidt - und der schlenzte ihn aus zehn Metern unhaltbar zum 1:0 ins lange Eck.

Nun Begann das Unheil für den FCT seinen Lauf zu nehmen. Zunächst traf Stefan Vötter von der Sechzehnergrenze zwar nur ans Lattenkreuz (35.), aber zwei Minuten später klingelte es erneut im Töginger Tor: Dennis Bergmann spielte nach einem schönen Solo auf Lukas Schmitt, der von rechts in den Strafraum flankte. Nach kurzem Gewühl landete der Ball bei Schmidt - und der schob gegen die Laufrichtung von Ramon König im Tor der Gäste zum 2:0 ein.

Kurz vor der Halbzeit dann die Vorentscheidung. In zweifacher Hinsicht. Zuerst aufgrund eines weiteren Treffers für die Hausherren: Michael Schwindl eroberte den Ball, passte auf Schmidt, der sofort nach rechts auf Bergmann weiterleitete. Der chipte den Ball wunderbar an den langen Pfosten, wo Vötter völlig frei zum 3:0 einköpfen konnte. Dann aufgrund der frustrierenden Tatsache, dass sich Tögings Verteidiger Christopher Scott in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für ein Foulspiel auf Höhe der Mittellinie die Rote Karte einhandelte (46.).

Der ASV Dachau führten also zur Halbzeit durchaus auch in der Höhe verdient, denn nach einer guten Anfangsphase verloren die Gäste aus Töging in der Defensive rätselhafter Weise komplett die Ordnung. Ganz umsonst stehen sie wohl doch nicht da unten drin - und im Abstiegskampf sind eben in schöner Regelmäßigkeit Rückschläge inbegriffen. Die Unordnung in der Abwehr wurde vom ASV an diesem verregneten Samstag jedenfalls dankbar angenommen und gnadenlos bestraft. Der Platzverweis kurz vor der Pause spielte den Gastgebern natürlich im weiteren Verlauf des Spiel zusätzlich in die Karten.

In der zweiten Hälfte hatten die zehn bemitleidenswerten Töginger dann auch nicht mehr viel entgegen zu setzen. Die Dachauer verwalteten die Führung  geschickt und souverän, trafen bei Kontern noch zwei weitere Male durch Schmidt (61.) und den eingewechselten David Dworsky (79.)  und verabschiedeten sich mit einem überzeugenden Heimsieg vom eigenen Publikum. Für Töging geht der Blick jetzt zwangsweise wieder nach unten. In der kommenden Woche heißt es den Kopf frei zu bekommen, denn ein Sieg am letzten Spieltag ist für den FCT so wie es aussieht Pflicht. Nur kommt da ausgerechnet der angeschlagene FC Deisenhofen, für den es noch um alles geht im Kampf um den Bayernliga-Aufstieg. Wird ganz schön spannend werden am Wasserschloss.

Wasserschlacht ohne Tore in Traunstein

Mit einer Wasserschlacht hat sich der SB Chiemgau Traunstein von seinen Fans verabschiedet. Im letzten Heimspiel der Saison trennte man sich am Freitagabend vom SE Freising mit 0:0 Unentschieden.

„Es ist wirklich sehr schwierig zu spielen! Trotzdem ist es ein ansehnliches Spiel gewesen“, meinte unser Trainer nach den 90 Minuten im Jakob-Schaumaier Sportpark. 370 Zuschauer haben das heimische Saisonfinale bei Dauerregen begleitet.

Beide Teams kreierten auch eine Reihe von Torchancen. SBC-Goaly Cameron Forst lenkte in Halbzeit eins einen Ball an den Pfosten. Im zweiten Durchgang traf die Heimelf zweimal die Latte. „Die Chancen sind ziemlich verteilt gewesen. Leider haben die Tore gefehlt, ein 2:2 wäre mir lieber gewesen“, meinte Reil auch im Hinblick auf die Zuschauer, denen ja eigentlich ein "Dankeschön" kredenzt werden sollte. Am Ende sind sich jedoch alle einig gewesen, dass es eine Nullnummer der besseren Art gewesen war.

Der SB Chiemgau Traunstein liegt nun als Neuling auf dem achten Platz. Im abschließenden letzten Saisonspiel kommt es zum Inn/Salzach-Duell beim SB Rosenheim, der punktgleich mit Traunstein und den sechstplatzierten Dachauern auf Rang Sieben liegt.

Quelle: rosenheim24.de

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