Furiosier Saisonstart der Waldkraiburger Damen

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Die erst 16-jährige Lisa Winterer war mit zwei Vorlagen und dem wichtigen Führungstreffer die Matchwinnerin

Völlig überraschend, in dieser Höhe, schlugen die VfL-Damen ihre Gegnerinnen vom Tegernsee mit sage und schreibe 6:0! Überragende Spielerin auf dem Platz war die jüngste – die erst 16-jährige Lisa Winterer bereitete noch zwei Treffer vor nach dem sie das wichtige 1:0 erzielte hatte.

Damit hätte wohl keiner in seinen kühnsten gerechnet, selbst Coach Matthias Brandlmaier nicht. Nach sieben harten Vorbereitungswochen, ging es für die junge Waldkraiburger Truppe zum ersten Saisonspiel zu den Sportfreunden Gmund-Dürnbach. Man war gespannt, wie die Mannschaft die Abgänge der beiden Toppspielerinnen Tatti Ribesmeier und Torfrau Ana-Maria Gaita verkraften würde. Keine 18 Jahre betrug das Durchschnittsalter des Damenteams beim ersten Spiel. Völlig überraschend, in dieser Höhe, schlugen die VfL-Damen ihre Gegnerinnen vom Tegernsee mit sage und schreibe 6:0! Überragende Spielerin auf dem Platz war die jüngste – die erst 16-jährige Lisa Winterer bereitete noch zwei Treffer vor nach dem sie das wichtige 1:0 erzielte hatte.

Schade, dass nur wenige Zuschauer die Toppleistung unserer Mädels gesehen haben. Zu weit war wohl an Anreise an den Tegernsee. Hochmotiviert fuhr die Brandlmaier-Truppe zum ersten Saisonspiel und genauso angergiert legten sie auch los. Sie übernahmen von Beginn an die Initiative und brachten ihre Gegnerinnen schnell unter Druck. Die wussten sich ab und an nur durch leichte Fouls den Spielfluss der VfLerinnen zu stören. Aus einem dieser Freistöße fiel das 1:0. In der 12. Minute fasste sich Lisa Winterer ein Herz und zirkelte den Ball aus halblinker Position ins lange Eck. Keine fünf Minuten später passte Lisa Winterer in den freien Raum, genau in den Lauf von Marianne Müller. Mari zog von der Strafraumkante ab und der Torfau rutschte der Ball durch die Hände, so dass er zum 2:0 im Netz lag. Diesen groben Schnitzer sollte man Theresa Buchner aber verzeihen, da sie als Ersatz im Tor stand. Die etatmäßige Torfrau verletzte sich im Abschlußtraining, so dass eine Feldspielerin Tor hüten musste. Nach einer guten halben Stunde drang Anika Bahn, mit 27 die älteste im Team, in den Strafraum und wurde unsanft von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte die Kapitänin Romina Weißenberger sicher zum 3:0. Die Gmunderinnen, die mit dem schnellen Spiel des VfL gar nicht zurechtkamen, wechselten bereits vor dem Seitenwechsel dreimal aus. So ging`s mit einer komfortablen Führung in die Halbzeitpause.

Wer geglaubt hatte, die Industriestädterinnen hätten ihren Torhunger gestillt, der sah sich arg getäuscht, denn sie machten da weiter, wo sie vor dem Seitenwechsel aufgehört hatten. Keine zehn Minuten waren in Hälfte zwei gespielt, da stand es auch schon 4:0. Der 16-jährige Neuzugang aus Forstern, Sabrina Wenzel, setzte sich schön über außen durch und flankte flach und scharf vors Tor, wo die erfahrene Anika Bahn den Ball nur noch über die Linie drücken brauchte. Jetzt wechselte auch der Waldkraiburger Coach und brachte gleich zwei frische Spielerinnen. Nachdem Corinna Diakovrakis einen Abschlag der Torhüterin abfangen konnte, ging`s ganz schnell. Sie schickte Mona Grübl auf die Reise, die mit dem Ball am Fuß Richtung 16er lief und einfach abzog. Im langen Eck schlug die Kugel ins Gehäuse ein und es stand 5:0 (61.). Die letzte halbe Stunde ließ es die Brandlmaier-Elf ein wenig ruhiger angehen, zumindest das mit dem Toreschießen. Zwölf Minuten vor dem Ende ließen die Mädls dann aber ihr Trainergespann doch noch einmal jubeln. Lisa Winterer setzte sich mit einer sehenswerten Einzelleistung durch und hätte sich selbst krönen können. Doch ganz uneigennützig passte sie auf die mitgelaufene Fabian Hucol die den Ball aus kürzester Entfernung nur noch über die Linie drücken brauchte zum 6:0 Endstand. „Was für ein Start in die neue Saison – ich bin so stolz auf meine Mädls. Ein grandioser Sieg, der auch in dieser Höhe in Ordnung geht. Gleich nach dem ersten Spieltag die Tabellenführung übernommen, besser geht`s nicht!“, schwärmte Hias Brandlmaier nach dem Spiel und fügte noch hinzu: „Jetzt sind wir die gejagten!“

Bereits am Freitagabend geht es für die VfL-Damen weiter, dann empfangen sie im heimischen Jahnstadion um 19:30 Uhr die BSG Taufkirchen. Für die Gäste ist es das erste Spiel, denn ihr Auftaktmatch gegen den Aufsteiger FC Moos-Eittingermoos wurde verlegt. (güm)

 

Aufstellungen:

VfL: 1 Tekneyan, 4 Bahn, 6 Wenzl (ab 54. 13 Gold), 7 Diakovrakis, 8 Grübl, 9 Müller, 10 Weißenberger (C), 11 Winterer, 12 Drechsel, 14 Zankl (ab 54. 16 Kitzeder), 15 Scharf (ab 61. 3 Hucol)/ Durchschnittsalter: 17,89 Jahre

Tore: 0:1 Winterer (12.), 0:2 Müller (17.), 0:3 Weißenberger (33./Strafstoß), 0:4 Bahn (54.), 0:5 Grübl (61.) und 0:6 Hucol (78.)

Besondere Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Karl Dytrt

Zuschauer: 25

Quelle: rosenheim24.de

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