Inn/Salzach-Kracher: Viel Brisanz und ein doppeltes Jubiläum

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Szenen aus dem Hinspiel: Auch im Rückspiel wird ein heißes Derby erwartet

Mit viel Lust auf das Derby reist der SV Wacker Burghausen einen Tag nach seinem 85-jährigen Vereinsjubiläum zum zweiten Rückrundenspiel der Regionalliga Bayern nach Buchbach. Dort steht eine knackige Partie mit vielen Zuschauern ins Haus.

Mit viel Lust auf das Derby am heutigen Samstag um 14 Uhr reist der SV Wacker Burghausen einen Tag nach seinem 85-jährigen Vereinsjubiläum zum zweiten Rückrundenspiel der Fußball-Regionalliga Bayern nach Buchbach. „Natürlich steckt in diesem Spiel viel Brisanz, allein schon wenn man an die vielen Buchbacher Spieler mit Burghauser Vergangenheit denkt, aber wir wollen kühlen Kopf bewahren und uns auf das Wesentliche konzentrieren“, sagt Burghausens Trainer Uwe Wolf.

Das Wesentliche sind im Ergebnissport Fußball nun mal die Punkte und da liegt Burghausen drei Runden vor der Winterpause prächtig im Rennen. „Die Ergebnisse vom vergangenen Wochenende sind selbstverständlich ein zusätzlicher Ansporn für uns, aber deswegen werden wir unser Saisonziel nicht korrigieren. Wir stehen genau da, wo wir zu diesem Zeitpunkt sein wollten“, so Wolf, der bei der Zielvorgabe „oberes Drittel“ bleibt, jedoch auch sagt: „Erst wenn es zum Saisonfinale an der Spitze ernst wäre, dann würden wir das freilich auch mitnehmen wollen.“

"Dann wäre Wacker Spitzenreiter"

Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter räumt Burghausen indes schon jetzt gute Titelchancen ein: „Die Tabelle lügt ja um diese Jahreszeit nicht. Wenn Burghausen im September zwei Spiele gewonnen hätte, wäre Wacker jetzt Spitzenreiter.“

Während bei Wacker der Blick nach oben gerichtet ist, geht es für die Gastgeber, die neun Punkte hinter Burghausen auf Rang zehn liegen, ausschließlich um den Klassenverbleib. Mit zuletzt drei Auswärtssiegen in Folge konnte die Bobenstetter-Elf die abhanden gekommene Heimstärke ordentlich kompensieren.

„Wir kämpfen ja um diese Jahreszeit jede Saison um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt. In den letzten Jahren hatten wir halt schon ein paar Punkte mehr, aber das liegt nicht daran, dass die Mannschaft schwächer geworden wäre, sondern allein daran, dass die Liga stärker geworden ist“, erklärt Bobenstetter.

Wolf warnt seine Mannschaft

Nur drei Siege bei vier Niederlagen und zwei Unentschieden hat Buchbach in dieser Spielzeit in der SMR-Arena geholt. „Wir wissen, dass Buchbach gerade gegen uns besonders gerne mal wieder einen Heimsieg feiern würde“, sagt Wolf, der mit seinem Team zwar überwiegend recht gute Auswärtsauftritte hinlegen konnte, aber nur neun Punkte mit Hause gebracht hat.

„Da überlegt man schon, ob man auswärts nicht mal tiefer stehen sollte, aber diesen Gedanken habe ich verworfen, weil es der Entwicklung der Mannschaft nicht gut tun würde, wenn man auswärts nur auf Konter spielen würde“, erklärt Wolf, der aber aus der Analyse des Unterhachinger Spiels in Buchbach gesehen hat: „Man darf nicht zu kompliziert spielen. Unterhaching hat es vorgemacht, wie man mit einfachem Spiel zum Erfolg kommt. Dass wir unseren Stil etwas umstellen müssen, war ohnehin klar“, spielt Wolf auf die kleineren Ausmaße des Platzes an, der um diese Jahreszeit auch kein gepflegtes Flachpassspiel zulässt. „Das soll keine Ausrede sein, ich habe die Mannschaft auf diesen Umstand ganz klar hingewiesen. Wir haben jedenfalls richtig Lust auf das Spiel“, so der Trainer.

SVW-Coach feiert Jubiläum

Wie es der Zufall so will, bedeutet das Derby auch für Wolf ein kleines Jubiläum, ist er doch am 14. November 2014 nach Burghausen zurückgekehrt und hat sich mit dem Derbysieg gegen Schalding gleich gut eingeführt. Von der damaligen Mannschaft sind freilich nur noch Keeper Alexander Eiban, Kapitän Christoph Burkhard, Philipp Knochner und Benjamin Kindsvater dabei.

Ein Fragezeichen steht bei den Gästen noch hinter dem Einsatz von Benjamin Kauffmann (Meniskusverletzung), bei den Hausherren fehlt Stefan Denk (Gehirnerschütterung und Probleme im Halswirbelbereich). Die Rot-Weißen, die passend zur Jahreszeit neben den Grillspezialitäten bereits ab 13 Uhr Rehragout mit Hauberling als Mittagstisch anbieten und die Fans aus beiden Lager auch mit zahlreichen Kaffeevariationen vom bewährten Kaffeemobil verwöhnen werden, erwarten weit über 1000 Zuschauer. Wer letztlich auf dem Platz den Ton angibt, ist schwer zu sagen, dass die Wacker-Fans bezüglich Enthusiasmus die Nase vorne haben werden, davon ist Wolf überzeugt: „Wir werden eine Heimspielatmosphäre haben.“

MB.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Magazin

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare