Kirchanschöring: Jetzt geht es erst richtig los!

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Der SV Kirchanschöring geht mit viel Schwung ins neue Jahr

Wer rastet, der rostet. Das haben sich auch die Gelb-Schwarzen vom SV Kirchanschöring gedacht und in der Winterpause fleißig an der Zukunft des Vereins gebastelt. Multimedial geht der Landesligatabellenführer neue Wege und auch im Team ist jede Menge Bewegung erkennbar.

Langsam kann es wieder losgehen, in der Landesliga Südost, bei den Gelb-Schwarzen im südöstlichsten Zipfel von Oberbayern, zwischen der Salzach und dem Waginger See, beim SV Kirchanschöring. Als neulich die Jahreshauptversammlung des Vereins stattfand, bestaunten die anwesenden Mitglieder erstmals Videos der Fußball Abteilung.

Ein neues Zeitalter ist angebrochen, die Burschen aus der C- Jugend spielen sich mit den Video- Analysen der Landesliga- Kicker oder den Erfolgen der AH-Mannschaft und begeistern die anwesenden Mitglieder. Als Fußball- Trainer Patrick Mölzl nach fast genau einjähriger Tätigkeit eine Rede hielt, untypisch für eine Vereinsversammlung, hörte ein ganzer Saal zu.

High-Tech hält Einzug In der Winterpause arbeiteten die Verantwortlichen nebenbei an der internen Kommunikation. SMS-Gruppen-Chats und ein Cloud- Speicher zur gemeinsamen Dokumenten-Verwaltung wurden eingeführt, alt und jung helfen mit, die Arbeitsabläufe für alle zu erleichtern. Das sind Schritte in die Zukunft, sowohl beim Team - als auch dem Team hinter dem Team. Bei den Gelb- Schwarzen gibt es keinen großen Mäzen, der Star ist die Mannschaft, das miteinander. Im Trainingslager versammelten sich die Spieler trotz anstrengender Einheiten abends auf dem Zimmer, um auf der Play Station „Fifa“ zu zocken. Dabei wuchsen Team- Wünsche, künftig noch mehr dieses Feeling dieses Vereins und Drumherum zu inhalieren: Die Kicker wollen auf eigenen Wunsch nach den Heimspielen länger im Vereinsheim verweilen und so einen zusätzlichen Draht zu diesem Umfeld aufbauen.

Ein Ex-Bayern-Kicker als Ratgeber Dabei ist der SVK, dank seiner Geschichte, ein hartes Pflaster. Als Trainer Mölzl auf der Vereinsversammlung sagte, er sei schon froh „wenn es keine Kritik gäbe“, lächelten die alten Fußballer-Größen am Tisch der Landesliga-Mannschaft von 1976/77. Damals kickten die Gelb-Schwarzen in Liga vier in Deutschland.

Während die aktuelle Landesliga nur Liga Nummer sechs ist. Und so kommt es an solchen Abenden vor, dass die Spieler von heute auch mal mit einem Bernd Dürnberger reden, dem „Wipf“, wie man ihn in dessen langjähriger Glanzzeit als "fleißige Biene" beim FC Bayern nannte. Ein Anschöringer, der damals, in den 70er und 80er Jahren, sich bei den Roten einen großen Namen machte, bis heute.

"Der Druck wird kommen - zwangsläufig!" Beim SVK ziehen alle an einem Strang, niemand will hoch hinaus, keiner hebt ab. Das traut sich auch niemand, denn SVK- Coach Patrick Mölzl, der Ex- Profi und junge Spielertrainer, der die Jungs förmlich zu dieser Art von Fußball begeistert, wacht mit seinen scharfen Augen. Er nimmt das „B- Wort“, wie er sagt, nicht einmal in den Mund. Mölzl kann seit langem im Training fast 20 Teilnehmer begrüßen, dabei gab es da schon andere Zeiten. Mölzl warnt seine Jungs: Der Druck von außen wird kommen-zwangsläufig. Die vielen fleißigen und emsigen Hände bei den Gelb- Schwarzen erkennen aber langsam, vom Platzwart über die Spieler, Betreuer und Macher, wie stark sie sind und sein können. Ihre Arbeit wird beneidet. Hier muss niemand nach oben aufschauen, alle sind gleich berechtigt. Ein Team, keine großen Gönner oder Macher. Allesamt versuchen mit ihrer Art, jeden Tag einen Schritt besser zu werden.

Großer Respekt vor Töging Dabei wird gerade der Start nach der Winterpause interessant: Trainer Mölzl weiß, dass er bisher keine guten Starts hatte. Weder zu Jahresbeginn 2014, noch im Sommer in diese Saison 2014/15. Aber und das kam dann doch aus der „kritischen Ecke“ der alt gedienten SVK-Fußballer bei der Versammlung: „So einen Fußball wie jetzt, hat der SVK noch nie gespielt!“. Am Samstag steht das letzte Testspiel bevor, gegen den benachbarten Liga-Konkurrenten vom FC Töging. Eine Woche später geht’s dann los: Im Spitzenspiel zum Landesliga-Start im Münchner Süden, gegen den FC Deisenhofen. Töging wird ein echter Härtetest, ein Gegner, der sich mehr als gut verstärkt hat. „Gegen die“ sagt Mölzl „möchte ich in nächster Zeit nicht mehr in einem Pflichtspiel spielen müssen“.

Davon können andere nur träumen Darauf folgt: Dritter gegen Ersten in Deisenhofen! Dazu bedarf es keiner weiteren Worte. Eine Messlatte-für beide Teams. Entschieden wird nichts- aber eine Richtungsweisung ist es dann doch irgendwie. Zumal der FC Deisenhofen noch gegen den Zweiten aus Hallbergmoos spielen muss. Später- nach dem dritten Spieltag- am Ostermontag, im Nachholspiel. Unterstützt werden die Gelb- Schwarzen in Deisenhofen hoffentlich wieder von den schon in Töging und Erlbach obligatorischen Fans, die im eigens organisierten Fanbus anreisen. So was erleben zu dürfen, was seit einiger Zeit hier abgeht, davon können andere nur träumen. Diesen Traum genießen, das wollen die Gelb- Schwarzen möglichst lange. Manche sagen hinter vor gehaltener Hand: Jetzt geht’s erst richtig los!

Pressemitteilung SV Kirchanschöring

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Quelle: rosenheim24.de

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