Kommentar: "Fußball ist nichts ohne Fans - Besonders in Burghausen"

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Fans des FC Bayern solidarisieren sich mit den Wacker-Fans

Die Sperrung der Westtribüne und das Fahnenverbot in der Wacker-Arena als Reaktion auf die Vorfälle aus Regensburg sorgt jetzt auch landesweit für Aufsehen. Ein Kommentar...

Die Sperrung der Westtribüne und das Fahnenverbot in der Wacker-Arena als Reaktion auf die Vorfälle aus Regensburg - einige Wacker-"Anhänger" waren durch das Abbrennen von Pyrotechnik auffällig geworden - sorgen jetzt auch landesweit für Aufsehen.

"Fußball ist nichts ohne Fans - Besonders in Burghausen". Einige Fans des FC Bayern München solidarisierten sich beim Spiel des Rekordmeisters gegen Borussia Dortmund mit den Anhängern des SV Wacker.

Bereits am Freitagabend unterstützen Anhänger der SpVgg Greuther Fürth die SVW-Fans mit der Forderung: "Westtribüne Burghausen öffnen!" Bürgermeister Hans Steindl, in dessen Auftrag der heimische Fanblock der Burghausen-Fans gesperrt wurde, gerät dabei ins Kreuzfeuer der Diskussionen.

Ein Kommentar:

Nicht nur, dass Steindl den treuen Fans ihre sportliche Heimat genommen hat und damit die Verfehlungen einiger Unbelehrbarer über die Unterstützung vieler vorbildlicher Fans stellt.

Auch die offene Kritik an SVW-Coach Uwe Wolf ist nicht nachvollziehbar. Wolf hatte die Pyro-Vorfälle mit den Worten "das passiert auch mal" kommentiert, gleichzeitig aber betont, dass Pyrotechnik im Fußball nichts zu suchen habe.

Steindl ist seit 2011 nicht mehr Präsident des Vereins. Zwar sind Politik und Fußball in Burghausen eng verzahnt, aber alles hat seine Grenzen.

Woher nimmt er sich das Recht, ins aktive sportliche Geschehen einzugreifen, indem er Wolf eine "One-Man-Show" unterstellt und von einem "Bruch zwischen Trainer und Klubverantwortlichen" spricht?

Woher nimmt er sich das Recht, den sportlichen Erfolg zu gefährden, indem er den Treusten der Treuen ihr Wohnzimmer nimmt?

Wären die wahren SVW-Anhänger aus Trotz über diese drastische Vorgehensweise dem Spiel gegen Schweinfurt ferngeblieben, hätte dann der SVW in der Nachspielzeit den Sieg tatsächlich errungen?

Statt alle Fans wegen der Versäumnisse einiger Unbelehrbarer zu bestrafen, sollte Steindl seine Energie dafür freimachen, konstruktive Lösungsansätze zu bieten.

Wo ist denn das seit längere Zeit angedachte Fanprojekt? Haben Sanktionen in der Vergangenheit denn zu nachhaltigen Lösungen geführt? - Regensburg zeigt, dass dem offensichtlich nicht so ist-

Ist es Sinn der Sache, dass die jüngsten Wacker-Fans zum Weinen gebracht werden, weil ihnen die Fahnen abgenommen werden? -laut Augenzeugenberichten so geschehen vor dem Spiel gegen Schweinfurt-

Führen ständige Verbote und Repressalien irgendwann dazu, dass auch die treuen Fans nicht mehr ins Stadion kommen?

Dann ist der Fußball wirklich nichts mehr - Besonders in Burghausen

Quelle: rosenheim24.de

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