Mit Pauken und Trompeten zum Tabellenführer

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Die Fans des TSV Buchbach

Im Sonderzug-Modus auch beim Jahn erfolgreich?

Ausnahmezustand beim TSV Buchbach: Die Mannschaft von Trainer Anton Bobenstetter reist am heutigen Samstag in Begleitung von über 500 Fans zum Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Bayern nach Regensburg. In Kooperation mit der Südostbayernbahn haben die Rot-Weißen wieder einen Sonderzug gechartert und können so ab 14 Uhr in der neuen Arena auf lautstarke Unterstützung zählen.

Bei den beiden bisherigen Sonderzugspielen gelangen den Buchbacher mit dem 2:1 in Augsburg und dem 1:0 in Nürnberg jeweils drei Punkte und Bobenstetter hofft jetzt auf ein neuerliches Erfolgserlebnis: „Wir sind natürlich krasser Außenseiter, aber Tatsache ist, dass wir in Augsburg und in Nürnberg ohne die Fans nicht gewonnen hätten. Wenn man der Blaskapelle und mit so vielen Leuten im Rücken ins Stadion kommt, setzt das auch bei den Spielern ungeahnte Kräfte frei.“

"Das sind die schönsten Spiele"

Anders als bei den bisherigen Sonderzügen, als die Buchbacher Anhänger jeweils in praktisch leeren Stadien deutlich in der Überzahl waren, werden in Regensburg weit mehr Fans für den Jahn klatschen. Bei einem Zuschauerschnitt von 6900 ist dem Tabellenführer die überwiegende Mehrheit der Fans sicher. Dennoch bleibt Bobenstetter optimistisch: „Wenn David auf Goliath trifft, sind das immer die schönsten Spiele. Noch dazu, wenn der Goliath ungeschlagen ist. Vielleicht gelingt uns ja ein ähnliches Kunststück wie Bayreuth, das in Regensburg ein Unentschieden geholt hat.“

Um in der 52,7 Millionen teuren Arena mit ihren 15 242 Plätzen zu punkten, müssten die Rot-Weißen wahrscheinlich über sich hinauswachsen. „Das ist uns ja auch am Sonntag beim Sieg in Unterzahl gegen Ingolstadt gelungen“, hofft Bobenstetter auf eine Fortsetzung, wohl wissend: „Gegen Bayreuth haben die Regensburger sehr viele Chancen vergeben, gegen uns müssten sie wieder oft neben das Tor schießen. Nur so haben wir eine Chance, schließlich ist die aktuelle Mannschaft stärker besetzt als das Drittligateam der letzten Jahre, das ja bis auf den Betriebsunfall letzte Saison auch immer oben mitgemischt hat.“

Die nehmen Buchbach richtig ernst

Der Buchbacher Trainer findet es beachtlich, dass die Oberpfälzer trotz des Abstiegs Manager und Trainer nicht ausgetauscht haben. Etwas überrascht war Bobenstetter auch, als er die Regensburger Mannschaftsaufstellung am Mittwoch beim Pokalsieg gegen Amberg gesehen hat: „Da waren gleich sieben Spieler nicht dabei, die noch am Wochenende zuvor den 1:0-Sieg bei den kleinen Löwen errungen haben. Das ist eine große Ehre für uns, dass die Regensburger den kleinen TSV Buchbach so ernst nehmen und mehr als eine halbe Mannschaft schonen.“ Lediglich die Defensivkräfte Markus Palionis, Oliver Hein, Marcel Hofrath und Thomas Kurz waren gegen Amberg am Ball, das hochkarätige Mittelfeld- und Angriffspersonal durfte zuschauen und Kräfte sammeln für die Partie am heutigen Samstag.

Die Gäste müssen auf Thomas Leberfinger verzichten, der jedoch nach seiner Roten Karte gegen Ingolstadt nur für ein Spiel gesperrt worden ist, Maxi Hellinger und Johannes Petrik steigen nach ihren Verletzungen kommende Woche wieder ins Mannschaftstraining ein.

Spontan? Dann ab nach Regensburg

Für Kurzentschlossene gibt es noch genügend Plätze im Sonderzug, der um 8.20 Uhr in Schwindegg (Rückkehr um 21.14 Uhr) startet. Zusteigemöglichkeiten gibt es in Ampfing um 8.36 Uhr (20.58 Uhr), in Mühldorf um 8.48 Uhr (20.50 Uhr), in Vilsbiburg um 9.32 Uhr (20.15 Uhr) und in Landshut um 10.05 Uhr (19.52 Uhr).

Das Ticket kann man sich dann direkt beim Einstieg kaufen, die Preise inklusive Eintrittskarte zum Spiel betragen 30 € für Erwachsene und 20 € für Jugendliche unter 16 Jahren. Bobenstetter: „Allein der Besuch des Stadions ist schon beeindruckend Ich habe mir das schon alles angeschaut, da ist von der Toilette bis VIP-Raum alles perfekt für die 1. Bundesliga.“

Michael Buchholz   

Quelle: rosenheim24.de

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