Zwickmühle Jahnstadion: Die Grünen greifen an

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Der Streit um das Jahnstadion geht in die nächste Runde. Ein ende ist bislang nicht in Sicht.

Bereits in seiner Dezembersitzung beschloss der Stadtrat den Kauf des Stadions an der Jahnstraße. Die Grünen wittern nun eine bewusste Täuschung des Gremiums. Die Argumente:

Der Kauf des Jahnstadions in Rosenheim lässt der Grünen Stadtratsfraktion noch immer keine Ruhe. In einem erneuten Prüfantrag bei der Regierung von Oberbayern bitten Franz Lukas, Anna Rutz und Franz Opperer um Hilfe. Laut einer Presseinformation der Fraktion gehen die Stadträte davon aus, dass die schulische Nutzung des Geländes an der Jahnstraße nur als Vorwand benutzt wurde, die Fläche zu erwerben.

Vertragliche Ungereimtheiten

Wie Franz Lukas und seine Fraktion einem Bericht der OVB-Heimatzeitung Ende 2014 entnommen hätten, sei für den Erhalt des Schulsports eine viel kleinere Fläche ausreichend. Deshalb fordere man die Regierung von Oberbayern auf, den "Sachverhalt genau zu prüfen, warum alternative Möglichkeiten zur Sicherung des Schulsports nicht rechtzeitig geprüft wurden, oder wenn diese bereits zur Beschlussfassung bekannt waren, dem Stadtrat nicht vorgelegt wurde."

Aus dem Schreiben geht weiter hervor, dass der Stadtrat über die "tatsächlichen vertraglichen Vereinbarungen" und Gutachten nicht informiert gewesen sei. Zudem stünden erworbene Anlagen wie die Rasenspielfläche in der Regel nicht zur Verfügung, da sie für Ligaspiele geschont werden müsse. Auch die sanitären Einrichtungen könnten aufgrund "gravierender Sicherheitsmängel" nicht genutzt werden.

Stadt Rosenheim wehrt sich

Einen Alternativstandort zur Verlagerung der gesamten Anlage habe die Verwaltung durchaus geprüft. Auf Nachfrage von rosenheim24.de erklärt die Stadt zusätzlich, dass der "Sportstättenbedarf für das Finsterwalder-Gymnasium und die Johann-Rieder-Realschule in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern ermittelt" wurde. Die Ende 2013 vom Verein erworbene Sportstätte, der Kunstrasenplatz, würde dazu jedoch nicht ausreichen. Eine Leichtathletikanlage würde zudem komplett fehlen.

Weiter geht aus der Stellungnahme der Stadt hervor, dass das Jahnstadion bereits in der Vergangenheit Austragungsort mehrerer Schulsportfest anderer Rosenheimer Schulen gewesen sei, die über keine eigenen Anlagen verfügen.

Bereits im Dezember ging ein Prüfantrag der Grünen Stadtratsfraktion an die Regierung von Oberbayern. Nach Kenntnis von rosenheim24.de hatte damals die Behörde eine Entscheidung, das Jahnstadion zu kaufen, voll und ganz in das Ermessen der Stadt, im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung, gestellt.  

Quelle: rosenheim24.de/ Sascha Ludwig

Quelle: rosenheim24.de

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