Eishockey-Finale

Zweiter Sieg: Haie auf dem Weg zum Meistertitel

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Im dritten Spiel am Ostermntag haben die Kölner Haie Heimrecht.

Ingolstadt - Die Kölner Haie haben den Heimnimbus des ERC Ingolstadt geknackt und sind auf dem besten Weg zu ihrem neunten deutschen Meistertitel.

Die Mannschaft des ehemaligen Bundestrainers Uwe Krupp gewann auch das zweite Play-off-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) beim Außenseiter mit 3:1 (2:1, 0:0, 1:0) und benötigt in der „Best-of-seven“-Serie noch zwei Siege zum ersten Triumph seit zwölf Jahren.

Nach dem 4:2 zum Auftakt fügten das Kölner Urgestein Mirko Lüdemann (8.), Marcel Ohmann (16.) und Chris Minard (60.) den Oberbayern die erste Heimniederlage in den Play-offs zu. Für den Tabellenneunten, der unter anderem Titelverteidiger Eisbären Berlin und Vorrundenprimus Hamburg Freezers ausgeschaltet hatte, traf lediglich Derek Hahn (3.). Im dritten Spiel am Ostermontag (14.30 Uhr/ServusTV) hat wieder Köln Heimrecht.

Hohes Tempo von Beginn an

Kein Abwarten, kein Abtasten - im zweiten Duell ging es sofort mit hohem Tempo hin und her. Die Gastgeber, die bei ihren sechs siegreichen Play-off-Spielen zuvor vor eigenem Publikum 29 Tore erzielt hatten, brauchten nur 128 Sekunden für Nummer 30. Nach einem Schuss von Michel Periard konnte Nationaltorwart Danny aus den Birken zwar noch den Nachschuss von Thomas Greilinger abwehren, bei Hahns Abstauber war er dann machtlos. Der Kanadier hatte wegen einer leichten Gehirnerschütterung zwei Spiele pausieren müssen.

Nur 15 Sekunden später traf Rob Collins, im ersten Finale mit zwei Toren und einer Vorlage der Matchwinner der Haie, den Pfosten. Dann kam Lüdemanns großer Auftritt. Der 40-Jährige glich mit seinem 174. Tor im 1080. DEL-Spiel aus. Der Rekordspieler der Liga traf zum vierten Mal in seinem insgesamt 33. DEL-Finalspiel. Lüdemann ist der letzte verbliebene Kölner Meisterspieler von 2002. Auf der Gegenseite stehen seine damaligen Teamkollegen Björn Barta sowie Niklas Sundblad und Petri Liimatainen, Chef- und Co-Trainer beim ERC.

Haie behalten im Hexenkessel die Nerven

Beim Kölner Führungstreffer fälschte Ohmann einen Schuss des schwedischen Olympiasiegers Daniel Tjärnqvist ab. Im Mitteldrittel waren zunächst die Haie die deutlich bessere Mannschaft. Ingolstadt brauchte bis zur 30. Minute, um sich wieder zu befreien und durch Nationalspieler Patrick Hager zur ersten hochkarätigen Ausgleichschance zu kommen. In Überzahl scheiterte Ziga Jeglic am hervorragend reagierenden Haie-Goalie aus den Birken (37.).

„Die Stimmung ist schon brutal, man kann sich auf dem Eis kaum verstehen“, sagte Haie-Verteidiger Björn Krupp in der zweiten Drittelpause bei ServusTV. Besonders beeindruckend: Im Ingolstädter Hexenkessel behielten Krupp und Co. vor allem in Unterzahl die Nerven, die Kölner sind mittlerweile seit zehn Spielen ohne Gegentreffer, wenn der Gegner einen Spieler mehr auf dem Eis hat.

Angetrieben von den Fans erhöhten die Ingolstädter im Schlussdrittel noch einmal den Druck. Doch aus den Birken behielt die Ruhe und ließ kaum Nachschüsse zu. Ingolstadt musste in den letzten neun Minuten ohne Ex-Nationalspieler Jakub Ficenec auskommen, der nach einem fairen Check von Marcel Müller vom Eis getragen wurde.

sid

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