Starbulls kassieren 1:7-Packung in Dresden

"Lehrstunde" endet auf letztem Tabellenplatz

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Starbulls-Kapitän Peter Lindlbauer verletzte sich beim Spiel in Dresden (Foto: Szene aus der letzten Saison) am Ellbogen.

Rosenheim - Das erste Pflichtspiel-Wochenende ist für die Starbulls mal gründlich in die Hose gegangen. Zwei Tage nach der Auftaktpleite gegen Riessersee gab es für die Grün-Weißen in Sachsens Landeshauptstadt eine Lehrstunde.

Vor 2.610 Besuchern in der Energieverbund-Arena unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Sonntagabend mehr als deutlich mit 1:7 (0:2, 1:3, 0:2) bei den Dresdner Eislöwen und waren dabei über weite Strecken schlichtweg chancenlos. Damit stehen die Rosenheimer nach zwei Spieltagen weiterhin punktlos auf dem letzten Tabellenplatz. Zu allem Überfluss verletzte sich Verteidiger und Kapitän Peter Lindlbauer auch noch am Arm/Ellbogen. Ob es etwas Schlimmeres ist, steht noch nicht fest. Eine genaue Diagnose lag am Montagmorgen nämlich noch nicht vor.

"Wurden permanent unter Druck gesetzt"

"Dresden hat uns 60 Minuten permanent unter Druck gesetzt und das deutlich bessere Zweikampfverhalten gezeigt. In der Vorbereitung hat unsere Defensive überzeugt. Heute waren wir in diesem Bereich umso schlechter aufgestellt", schimpfte Starbulls-Coach Franz Steer, der zwar wieder auf den zuletzt noch gesperrten Micky Rohner zurückgreifen konnte, aber dafür gleich einen druckvollen Beginn der Sachsen miterleben musste. 

In der 8. Minute ging Dresden in Führung, als Teemu Rinkinen den Puck aus dem Gewühl über die Linie stocherte. Zwei Minuten später war der Finne wieder Torschütze, doch bei diesem Schuss machte Starbulls-Keeper Lukas Steinhauer keine gute Figur (10.). Rosenheim hatte durch Lindlbauer eigentlich nur eine nennenswerte Chance, auf der Gegenseite verpassten Martin Davidek, Brendan Cook oder Petr Macholda weitere Eislöwen-Treffer.

Video: Die Höhepunkte der Partie

Doch gleich zu Beginn des Mittelabschnittes holten die Gastgeber Versäumtes nach: Gerade mal 15 Sekunden waren gespielt, als Alexander Höller Steinhauer im Powerplay zum 3:0 überwand (21.). Rosenheim kam zwar gute zwei Zeigerumdrehungen später durch Greg Gibson zum Anschlusstreffer (23.), doch eine gute Phase pro Spiel ist in der DEL2 einfach nicht gut genug. "Nach dem 3:1 hatten wir noch gute Gelegenheiten, aber letztlich reichen uns Chancen allein nicht", bilanzierte Steer, der in der 31. Minute den vierten Dresdner Treffer, erneut im Powerplay, durch Rene Kramer zu sehen bekam. Spätestens als Eric Valentin in der 35. Minute auf 5:1 erhöhte, waren die Oberbayern restlos bedient.

Rosenheimer Lehrstunde

Im Schlussdrittel schaltete Dresden zwar zwei Gänge zurück, an der klaren Überlegenheit der Blau-Weißen änderte sich jedoch nichts. Der Ex-Bremerhaver Cook stellte in Minute 42 auf 6:1 - und zum Abschluss war es abermals Höller, der Steinhauer in der 55. Minute nach dreimaligem Nachsetzen den siebten Gegentreffer "einschenkte" und die Lehrstunde für die Grün-Weißen damit zementierte. "Wir haben heute unsere Stärken wie Schnelligkeit und Dynamik aufs Eis gebracht. Unser Ziel war es, die Rosenheimer mit vier Reihen in allen drei Zonen unter Druck zu setzen. Das ist uns gut gelungen", freute sich Dresdens Trainer Bill Stewart.

Auf die Rosenheimer wartet dagegen eine Menge Arbeit. Denn mit den beiden Auftaktniederlagen im Nacken stehen die Starbulls vor dem nächsten Heimspiel am Freitag, 19.30 Uhr, gegen den EHC Freiburg schon gewissermaßen unter Druck, etwas Zählbares liefern zu müssen.

Die Stimmen der Trainer:

Das Spiel in der Statistik:

Dresdner Eislöwen - Starbulls Rosenheim 7:1 (2:0, 3:1, 2:0)

Tore: 1:0 (8.) Teemu Rinkinen (Alexander Höller, Martin Davidek), 2:0 (10.) Teemu Rinkinen (Alexander Höller, Lucas Dumont), 3:0 (21.) Alexander Höller (Teemu Rinkinen, Petr Macholda - Überzahl-Tor), 3:1 (23.) Greg Gibson (Cameron Burt), 4:1 (31.) Rene Kramer (Marius Garten, Marcel Rodman - Überzahl-Tor), 5:1 (35.) Eric Valentin (Ludwig Wild, Petr Macholda), 6:1 (42.) Brendan Cook (Marcel Rodman, Marius Garten), 7:1 (55.) Alexander Höller (Teemu Rinkinen, Martin Davidek).

Schiedsrichter: Cori Müns (EHC Klostersee).

Strafen: Dresden 22 - Rosenheim 10.

Zuschauer: 2.610.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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