Starbulls beenden endlich Frankfurt-Fluch

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Der Fight zwischen Leopold Tausch (re.) und dem Frankfurter Nick Mazzolini (auf dem Eis) entschied der Rosenheimer mit einer satten "Linken" für sich.

Rosenheim - Im vierten Anlauf haben die Starbulls ihr Frankfurt-Trauma endlich überwunden. Beim Heimsieg sahen sie sich aber mit grenzwertigem Körperspiel der Gäste konfrontiert.

Die Starbulls Rosenheim haben nach drei Niederlagen endlich gegen die Löwen Frankfurt gewonnen. Sie siegten im Rosenheimer Kathrein-Stadion vor 1847 Zuschauern mit 5:2 (3:1, 1:0, 1:1) und holten so wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze. Starbulls-Trainer Franz Steer hatte schon vor der 1:4-Niederlage in Frankfurt am 16. Januar gesagt, es gäbe keine Angstgegner, nur Mannschaften, gegen die man noch keine Lösung gefunden habe. Damals hatten die Starbulls noch keine - aber diesmal schon.

Rosenheimer Blitzstart

Bereits in der ersten Minute legten die Starbulls furios los und trafen zum 1:0 durch Benjamin Zientek. Tyler McNeely hatte bei einer zwei gegen eins Situation perfekt auf Zientek quer gelegt, der direkt abzog und Löwen-Goalie Antti Ore keine Chance ließ. Zwei Minuten später kam Frankfurt aber schon zum Ausgleich. Tim Kunes wollte an der Frankfurter blauen Linie den Puck vors Tor bringen, blieb aber am Schienbein von Andreas Schwarz hängen. Der Puck flog in die neutrale Zone, Schwarz war am schnellsten und ließ Starbulls-Goalie Timo Herden bei seinem Alleingang keine Chance (3.).

Es dauerte aber keine Minute, bis die Starbulls das 2:1 machten. Stephen Schultz fing einen Pass im Mitteldrittel ab, fuhr ein paar Meter ins Löwen-Drittel und zog per Handgelenkschuss ab. Die Scheibe zappelte im Fanghandeck, 2:1 (4.). Nach einer kurzen Schrecksekunde für Beppo Frank, der von einem Schlagschuss am Oberkörper getroffen wurde (nach einem kurzen Gang in die Kabine ging es für ihn aber weiter), bauten die Grün-Weißen die Führung in der 9. Minute aus, als Simon Fischhaber im dritten Nachschuss-Versuch erfolgreich war.

Video: Die Spielhöhepunkte

Tausch gewinnt Fight gegen Mazzolini

Frankfurt hatte wenig Chancen, versuchte jedoch mit hartem Körperspiel dagegenzuhalten. Dies gipfelte in einer ordentlichen Rauferei in der 13. Minute. Nick Mazzolini auf Löwenseite und Starbulls-Stürmer Leopold Tausch gerieten aneinander. Zunächst hatte Mazzolini Tausch im Griff, eine "Linke" von Tausch streckte aber Mazzolini zu Boden. Danach wurde es deutlich nickliger, Tore fielen jedoch bis zur ersten Pause nicht mehr.

Das zweite Drittel hingegen war von weniger Torchancen geprägt, es lebte von der Intensität und vom Kampf. Rosenheim hatte gute Chancen im 5:3-Überzahlspiel, als Mario Trabucco mit zwei One-Timern und Schultz per Rückhandschuss Ore prüften. In der 34. Minute fiel dann aber das 4:1. Hofbauer lockte Ore an den Fanghandpfosten und spielte dann quer auf McNeely, der ins leere Tor traf.

Grenzwertiges Körperspiel

Auch im dritten Drittel blieb das Spiel intensiv und wurde ziemlich hart geführt. „Als wir unsere Körperlichkeit erhöhen wollten, hat der Schiedsrichter das nicht zugelassen“, sagte Löwen-Trainer Tim Kehler. Starbulls-Chefcoach Franz Steer konterte: „Körperlich zu spielen ist ja in Ordnung, aber das war teilweise schon grenzwertig." So auch der Bandencheck gegen McNeely in der 46. Minute. Der Starbulls-Stürmer blieb nach dem Check von hinten aus dem Eis liegen und hielt sich sofort den Kopf. "Sünder" David Elsner warf ihm daraufhin noch unschöne Worte an den Kopf, was ihm eine zusätzliche Strafe einbrachte.

Starbulls vs. Frankfurt

Nach einem Lattenschuss von Tim Kunes gelang Frankfurt zwar in der 57. Minute durch Marco Pfleger der nochmalige Anschlusstreffer, doch nur eine gute Minute später machte Andrej Strakhov nach tollem Zusammenspiel mit Schultz mit dem 5:2 (58.) endgültig alles klar. 

Kehler erklärte nach dem Spiel, die bessere Mannschaft habe gewonnen. Steer war mit den Punkten natürlich zufrieden: „Wenn du gegen eine Mannschaft spielst, die so auf den Körper geht, dann musst du schauen, dass die Scheibe schnell gespielt wird. Das haben die Jungs gut gemacht.“

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Löwen Frankfurt 5:2 (3:1, 1:0, 1:1)

Tore: 1:0 (1.) Benjamin Zientek (Tyler McNeely, Max Hofbauer), 1:1 (3.) Andreas Schwarz (ohne Assist), 2:1 (4.) Stephen Schultz (Andrej Strakhov, Tobias Thalhammer), 3:1 (9.) Simon Fischhaber (Max Hofbauer, Michael Rohner), 4:1 (31.) Tyler McNeely (Benjamin Zientek, Max Hofbauer), 4:2 (57.) Marco Pfleger (Nick Mazzolini, Justin Kirsch), 5:2 (58.) Andrej Strakhov (Stephen Schultz, Max Hofbauer).

Schiedsrichter: Jens Steinecke (Gotha).

Strafen: Rosenheim 24 - Frankfurt 54.

Zuschauer: 1.847.

redro24/mw/Starbulls Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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