DEL2-Halbfinale

Wieder endet der Titeltraum in Bietigheim

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Bietigheim – Erst das verlorene Pokalfinale, dann letztes Jahr das Halbfinale – und heuer wieder: Bietigheim bleibt in entscheidenden Spielen ein hartes Pflaster für die Starbulls.

Denn in den drei genannten Fällen endete jeweils der Traum von einem Titelgewinn für die Rosenheimer Eishockeyspieler. So auch am Dienstagabend, als die Innstädter vor 2.684 Besuchern in der EgeTrans-Arena das sechste Playoff-Halbfinale mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0) bei den Steelers verloren und damit nach der vierten Niederlage in der Best of Seven-Serie das Saisonaus hinnehmen mussten. Dabei boten die Oberbayern nach einem verkorksten ersten Drittel eine durchaus ansprechende Leistung. Lediglich im Torabschluss war ihnen das Glück einfach nicht hold bzw. der starke Bietigheimer Schlussmann Frederic Cloutier stand im Weg.

Die Führung der Steelers, die kurzfristig den nachträglich gesperrten David Wrigley ersetzen mussten, nach den ersten 20 Minuten war allerdings zunächst vollkommen in Ordnung. Mark Heatley hatte in der 6. Minute nach einem schnellen Gegenstoß im Nachsetzen das 1:0 für die Cracks aus dem Ellental erzielt. Verdient war es deshalb, weil Chris St. Jacques mit einem Lattentreffer (4.) und Heatley bei einem Konter in Unterzahl noch weitere dicke Gelegenheiten ausließen. Rosenheim hingegen wirkte im Spielaufbau fahrig, hatte viele einfache Scheibenverluste und kam deswegen nur zu einer einzigen klaren Gelegenheit. Die hatte es allerdings in sich: Im Powerplay wurde Andrej Strakhov schön freigespielt, doch der traf freistehend den Puck vor dem leeren Tor nicht richtig (7.).

Nach der ersten Pause fanden die Gäste – bei denen Kapitän Stephan Gottwald gesperrt fehlte – endlich besser ins Spiel und konnten selbst endlich Akzente setzen. Robin Weihager, Max Hofbauer, Tyler McNeely oder Fabian Zick hätten allesamt für den nun durchaus verdienten Ausgleich sorgen können. Die größte Gelegenheit bot sich Marcus Marsall in Minute 31, der mit einem Penalty an Bietigheims Torhüter Frederic Cloutier scheiterte. Zwei Minuten später folgte allerdings bei einem der nun nur noch sehr spärlichen Steelers-Angriffe die kalte Dusche für die Oberbayern: Greg Squires behauptete die Scheibe im Angriffsdrittel clever und bediente den vor dem Tor lauernden Heatley, der aus kurzer Distanz seinen zweiten Treffer des Abends erzielte (33.).

Im letzten Drittel spielten nur noch die Rosenheimer. Zweimal Hofbauer, Norman Hauner und Shawn Weller hatten beste Gelegenheiten zum Anschlusstreffer, doch irgendwann lief den Gästen schlichtweg die Zeit davon. In einer etwas hektischen Schlussphase hatte Bietigheim noch einen Pfostenschuss durch Robin Just zu verzeichnen, aber das war dann auch schon die gesamte Offensivherrlichkeit der Hausherren im Schlussdrittel. Letztlich durften sie sich bei ihrem Keeper Cloutier bedanken, der den Sieg festhielt.

„Nach dem ersten Drittel hätten wir auch höher führen können. Dann waren der verschossene Penalty und unser 2:0 natürlich entscheidende Szenen. Da hätte das Spiel auch kippen können“, befand Bietigheims Chefanweiser Kevin Gaudet. Sein Kollege Franz Steer haderte nur mit dem ersten Drittel: „Wir haben sehr schlecht begonnen und waren viel zu passiv. Danach sind wir gut reingekommen, aber der Penalty hätte halt rein gehen müssen.“

Das Spiel in der Statistik:

Bietigheim Steelers – Starbulls Rosenheim 2:0 (1:0, 1:0, 0:0)

Tore: 1:0 (6.) Mark Heatley (Markus Gleich), 2:0 (33.) Mark Heatley (Gregory Squires, Marcus Sommerfeld).

Schiedsrichter: Willi Schimm (Waldkraiburg) und Florian Zehetleitner (Oberstdorf).

Strafen: Bietigheim 12 – Rosenheim 24.

Zuschauer: 2.684.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Ruprecht

Zurück zur Übersicht: Starbulls Rosenheim

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser