Drei direkte Duelle

Bundesliga: Zeit der Endspiele im Abstiegskampf

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Für Thomas Schneider ist es die letzte Chance beim VfB Stuttgart. Im Duell mit Eintracht Braunschweig muss der VfB gewinnen.

Düsseldorf -Im Bundesliga-Abstiegskampf beginnt die Zeit der Endspiele. Schon am Samstag ist Nervenkitzel garantiert. Immerhin sechs der acht noch gefährdeten Teams treffen in direkten Duellen aufeinander.

Dieser Bundesliga-Samstag hat es in sich: Gleich dreimal kommt es zu direkten Duellen von Abstiegsaspiranten. Besonders groß ist die Anspannung in Stuttgart: Ohne einen Sieg über Braunschweig dürften die Tage von Trainer Schneider beim VfB gezählt sein.

Die Partien Stuttgart gegen Braunschweig, Hamburg gegen Frankfurt und Nürnberg gegen Bremen gelten als richtungsweisend. Besonders groß ist der Druck für Thomas Schneider. Obwohl dem VfB-Trainer im Falle einer weiteren Niederlage die Entlassung droht, wollte er nicht von einem persönlichen „Schicksalsspiel“ sprechen: „Es geht nicht um Begrifflichkeiten. Ich bin froh, dass ich diese Chance bekomme.“

Nach zuletzt acht Partien ohne Punktgewinn ist der Fußball-Lehrer zum Siegen verdammt - anders als sein Kollege Torsten Lieberknecht, dessen Vertrag in Braunschweig unlängst bis 2017 verlängert wurde. Auch wenn die Gremien der Schwaben nach dem bitteren 1:2 in Frankfurt eine Weile brauchten, um sich für eine weitere Zusammenarbeit mit Schneider auszusprechen, genießt der Coach bei den Profis und Fans weiterhin das Vertrauen. Fredi Bobic hofft auf den ersten Sieg seit dem 7. Dezember und einen Schub für die kommenden Wochen: „Wir haben es in eigener Hand und wollen alles daran setzen, in der Bundesliga zu bleiben“, sagte der VfB-Sportvorstand.

In der „ewigen Bundesliga-Tabelle“ liegt der VfB auf Rang vier. Noch einen Platz besser steht der Hamburger SV da. Aktuell sind beide Teams ebenfalls Tabellennachbarn - allerdings auf den Plätzen 15 und 16. Wie der VfB steht deshalb auch der HSV (beide 19 Punkte) am 24. Spieltag mächtig unter Zugzwang. Angesichts der prekären Lage forderte Sportchef Oliver Kreuzer vor dem nun anstehenden Heimspiel-Doppelpack gegen Frankfurt und Nürnberg zwei Siege.

Es passt ins Bild von einem Problemfall, dass die Hamburger in der entscheidenden Saisonphase mit personellen Rückschlägen leben müssen. So zog sich Marcell Jansen beim schmeichelhaften 1:0 der DFB-Elf am Mittwoch gegen Chile einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu und fällt sechs Wochen aus. Darüber hinaus fallen für Samstag Rafael van der Vaart (Grippe) und Pierre-Michel Lasogga (Muskelverhärtung) aus. Dennoch verzichtete der neue Coach Mirko Slomka auf Klagen: „Dahinter wollen wir uns nicht verstecken. Wir sind Profis.“

Beim Tabellen-12. aus Frankfurt (25) wird viel davon abhängen, wie die Mannschaft auf den in dieser Woche bekanntgewordenen Abschied von Trainer Armin Veh zum Saisonende reagiert. „Das darf uns nicht belasten. Wir werden bis zum Saisonende alles geben“, kommentierte Alex Meier, der seinen Vertrag bei den Hessen bis 2017 verlängerte.

Erfolgreichstes Rückrunden-Team aller Abstiegsaspiranten ist der 1. FC Nürnberg. Das 0:3 am vorigen Spieltag in Dortmund bereitete deshalb wenig Kopfzerbrechen. Mit einem Heimsieg über Bremen (25) will das Team von Trainer Gertjan Verbeek wieder zurück auf Erfolgskurs finden. Bis Ende März stehen für den Club (23) fünf Duelle mit direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib an. „Rufen wir zu 100 Prozent unsere Stärken ab, wird es für Werder schwer, uns zu schlagen“, sagte Torhüter Raphael Schäfer.

Für die Gäste bleibt trotz des umjubelten 1:0 über den HSV im Nordderby keine Zeit zum Durchschnaufen. Bei einer Niederlage droht die Rückkehr in die akute Gefahrenzone. „Wenn wir in Nürnberg nichts holen, ist der Sieg über Hamburg ziemlich wenig wert“, sagte Mittelfeldspieler Aaron Hunt dem „Kicker“. Trainer Robin Dutt warnte vor den Nürnbergern: „Sie sind in der unteren Hälfte die formstärkste Mannschaft.“

dpa

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