Norwegerin gewinnt bei den Frauen

Cristiano Ronaldo ist Europas Fußballer des Jahres

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Cristiano Ronaldo wurde zum dritten Mal als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet.

Monaco - Cristiano Ronaldo ist zum dritten Mal zum besten Spieler Europas gewählt worden. Der portugiesische Europameister setzte sich gegen zwei andere EM-Helden durch. Bei den Frauen wurde eine Norwegerin ausgezeichnet.

Cristiano Ronaldo ist zurück auf Europas Fußball-Thron. 46 Tage nach dem EM-Triumph mit Portugal wurde der Superstar von Real Madrid zum dritten Mal nach 2008 und 2014 zum besten Spieler des Kontinents gewählt. Im Grimaldi Forum von Monaco setzte sich der 31-Jährige gegen seinen Teamkollegen Gareth Bale (27/Wales) und den Franzosen Antoine Griezmann (25) von Stadtrivale Atlético durch. Deutsche Nationalspieler spielten im Fürstentum keine Rolle.

Die Wahl fand im Rahmen der Auslosung der Champions-League-Gruppenphase statt.

"Das war vielleicht die beste Saison überhaupt. Es war ein unglaubliches, ein spezielles Jahr. Ich sage Danke zu allen meinen Teamkollegen - ich bin sehr glücklich", sagte der dreimalige Weltfußballer unmittelbar bevor er die silberne Trophäe von UEFA-Vizepräsident Ángel María Villar überreicht bekam. Dauerrivale Lionel Messi (29/Argentinien) hat ebenfalls drei im Schrank.

EM-Titel wohl ausschlaggebend für Ronaldo-Sieg

"Kleine Erinnerung...", hatte Ronaldo am 5. August, dem Tag der Nominierung, bei Facebook über ein Foto der EURO-Siegesfeier im Stade de France geschrieben. Der bedeutendste Titel des Jahres war in Monaco wohl ausschlaggebend. Griezmann schlich damals als trauriger Final-Verlierer vom Platz, Bale saß schon längst vor dem Fernseher.

Für die beiden Außenseiter sprach allein der Sympathiebonus. Griezmann, der Ronaldo und Bale auch im Champions-League-Finale unterlag, ist in Frankreich der Liebling der Nation. Sowohl die Équipe tricolore als auch sein spanischer Klub wären in der vergangenen Saison ohne den 1,76 m großen Stürmer kaum so weit gekommen. Bale brachte das Kunststück fertig, das hoffnungslos unterlegene Wales ins EM-Halbfinale zu führen. Die Feier-Bilder mit Töchterchen Alba Violet gingen um die Welt.

Am Ende zählten für die 55 stimmberechtigten Medienvertreter aus allen UEFA-Mitgliedsverbänden aber die eindeutigen Fakten. Ronaldo, bald Namensgeber des Flughafens in seiner Heimstadt Funchal, kam in den UEFA-Wettbewerben der Saison 2015/16 auf 62 Tore - er traf fast so oft wie die beiden anderen zusammen (Bale 29, Griezmann 38). Der Portugiese führte sein Heimatland ins EM-Endspiel, in dem er tränenreich verletzt vom Platz getragen werden musste, und verwandelte im Finale der Königsklasse den entscheidenden Elfmeter.

Norwegerin gewinnt Wahl bei den Frauen

Bei den Frauen triumphierte Champions-League-Siegerin Ada Hegerberg (21) von Olympique Lyon. Die Norwegerin, die damit die seit Einführung der Wahl im Jahr 2013 andauernde deutsche Siegesserie beendete, setzte sich gegen Olympiasiegerin Dzsenifer Marozsán (24) und ihre französische Ex-Teamkollegin bei Olympique Lyon, Amandine Henry (26), durch. "Ein tolles Gefühl", sagte sie.

Nach der Wahl zogen die zahlreichen geladenen Funktionäre, Stars und Sternchen weiter in den pompösen "Salle des Etoiles" im Sporting Monte-Carlo, wo die UEFA in Abwesenheit ihres gesperrten Michel Platini die Saison einläutete.

Gut zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl wurde an Stehtischen und am Buffet über die Kandidaten diskutiert, auf die UEFA kommen entscheidende Wochen zu. Zur Wahl stehen am 14. September in Athen Niederländer Michael van Praag (68), der Slowene Aleksander Ceferin (48) und der Spanier Angel Maria Villar (66).

SID

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