Stürmt er schon im Supercup?

Bayern-Gegner Chelsea vor Hammer-Transfer

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Samuel Eto'o (l.) wechselte im August 2011 zu Anschi Machatschkala.

München/London - Wochenlang buhlte Chelsea-Coach Mourinho um Wayne Rooney. Doch statt der ManU-Ikone wechselt nun wohl ein anderer namhafter Stürmer nach London - und könnte schon am Freitag gegen Bayern spielen.

Das Werben von Chelsea-Coach Jose Mourinho um Wayne Rooney von Manchester United war erfolglos. Doch kurz vor dem Supercup-Spiel gegen den FC Bayern hat der Europa-League-Sieger aus London noch einen anderen dicken "Transferfisch" am Haken: Samuel Eto'o steht vor einem Wechsel vom russischen Erstligisten Anschi Machatschkala an die Stamford Bridge. Das berichtet unter anderem die englische "Daily Mail".

Mourinho und Eto'o holten gemeinsam die Champions League

Von der russischen Provinz zurück in die pulsierende Metropole London - als Rooneys Absage kam, holte Mourinho Plan B aus der Tasche. Der streitbare Trainer zählt schon länger zu den Bewunderern des Topstürmers. Mit einem überragenden Eto'o gewann Mourinho 2010 mit Inter Mailand die Champions League, Gegner damals im Finale war bekanntermaßen der FC Bayern. Außerdem gewann Inter im selben Jahr auch noch die italienische Meisterschaft und den Pokal. Allerdings ist der vierfache afrikanische Fußballer des Jahres inzwischen 32 Jahre alt und die russische Liga zählt nicht gerade zur europäischen Spitzenklasse.

Möglich macht den Transfer die Krise Anschis. Der milliardenschwere Klub-Besitzer Suleiman Kerimow hat beschlossen, wegen des unbefriedigenden sportlichen Abschneidens des Klubs den Geldhahn zuzudrehen und die teuersten Spieler zu verkaufen. Mit knapp 20 Millionen Euro Jahresgehalt zählt Eto'o zu den Großverdienern, bei Chelsea soll er für einen Ein-Jahres-Vertrag "nur noch" etwas mehr als acht Millionen Euro einstreichen. Eine zusätzliche Abfindung soll ihm die Gehaltseinbußen versüßen.

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Der Topstar traf am Mittwochabend am Londoner Bahnhof St. Pancras ein, von wo aus er gemeinsam mit seinem Berater Pini Zahiva zu den abschließenden Vertragsgesprächen mit den Chelsea-Verantwortlichen aufbrach. Nach erfolgreichem Medizin-Check könnte Eto'o bereits am Freitag im Supercup-Endspiel gegen den FC Bayern auflaufen.

Mourinho wollte allerdings noch keinen Vollzug melden. „Ich kann das nicht bestätigen, weil wir mit diesen Bestätigungen schon schlechte Erfahrungen gemacht haben“, sagte er während der Pressekonferenz vor dem Spiel um den Supercup in Prag.

Für Bayern-Coach Pep Guardiola käme es im Fall des Falles dann zu einer Begegnung der besonderen Art: Als damaliger Barca-Trainer war Guardiola 2009 maßgeblich am Abschied Eto'os beteiligt. Der Stürmer, der insgesamt schon drei Mal die Champions League gewann, wäre sicherlich besonders heiß, gegen seinen ehemaligen Vorgesetzten zu knipsen.

dh

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