Furioses 4:0 gegen spanischen Meister

Nach Sieg über Barca: Klopp legt sich mit "The Sun" an

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Jürgen Klopp ist mit der Berichterstattung von der "Sun" unzufrieden.

London - Der Prestigesieg gegen den FC Barcelona war eine feine Sache für den FC Liverpool. Mehr aber auch nicht. Nach der Testpartie richtet Trainer Jürgen Klopp den Blick auf den Transfermarkt.

Liverpool demontierte den FC Barcelona.

Jürgen Klopp will sich auch vom Kantersieg gegen den ruhmreichen FC Barcelona nicht blenden lassen und schließt weitere Einkäufe des FC Liverpool nicht aus. „Wir müssen unsere Augen offenhalten, das ist absolut klar, und wir werden das auch tun“, sagte der Coach der Reds nach dem 4:0-Erfolg über die Katalanen in einem Fußball-Testspiel eine Woche vor dem Meisterschaftsbeginn in der Premier League.

„Wir haben die Möglichkeit zu reagieren, wenn wir müssen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir genau das auch machen werden“, betonte Klopp. Sorgen muss er sich erstmal um James Milner machen, der die Partie noch vor der Pause beenden musste. „Es sieht nicht so gut aus“, meinte Klopp, der mit seinem Team am Sonntag noch bei seinem Ex-Club FSV Mainz 05 antreten sollte.

Mané läutet Torreigen ein

Einer der bisherigen Neuzugänge, Sadio Mané, hatte die Liverpooler am Samstag gegen Barcelona in Führung gebracht (15. Minute), Javier Mascherano mit einem Eigentor (47.), Divock Origi (49.) und Marko Grujic (90.+1) erzielten die weiteren Tore bei der Partie im Londoner Wembleystadion, in der Klopp auch Deutschlands Nationalspieler Emre Can von Beginn an aufbot.

Die Katalanen, bei denen unter anderem auch die Superstars Lionel Messi und Ex-Reds-Profi Luís Suárez sowie der ehemalige Bundesliga-Keeper Marc-André ter Stegen in der Startformation standen, kassierten bei dem International Champions Cup erstmals eine Niederlage. Nach einem 3:1 über Celtic Glasgow und einem 4:2 über den englischen Meister Leicester City gelang zudem erstmals auch kein Tor.

Luis Enrique: "Es war nicht unser Tag"

„Barça ist solche Niederlagen wie das 0:4 gegen Liverpool nicht gewohnt“, hieß es auf der Homepage der Katalanen. „Es war nicht unser Tag“, meinte Trainer Luis Enrique, der mit seiner Mannschaft am kommenden Sonntag gegen den FC Sevilla um den spanischen Super Cup antritt.

Liverpool bestreitet am selben Tag den Meisterschaftsauftakt beim FC Arsenal. Mit welcher Formation Klopp gegen Mesut Özil & Co antreten wird, weiß er noch nicht. „Natürlich nicht, wie könnte ich?“, entgegnete er in einem Interview auf der Homepage des FC Liverpool. „Ich habe noch nie in meinem Leben eine Woche vorher die Aufstellung festgelegt. Wir werden elf sehr gute Spieler auf dem Feld gegen Arsenal haben und eine sehr starke Ersatzbank“, versicherte Klopp.

Klopps Fehde mit der "Sun"

Nach dem Spiel legte sich Klopp mit dem einflussreichen britischen Boulevardblatt The Sun an. Auf der Pressekonferenz verweigerte der 49-Jährige einem Reporter des Blattes die Antwort. "Ich spreche nicht mehr mit der Sun", sagte Klopp am Samstagabend: "Es ist nichts Persönliches, aber Sie arbeiten noch immer für die Sun, richtig? Sie können zuhören und schreiben, was Sie wollen. Das ist alles."

Über die Gründe für diesen Boykott machte Klopp lediglich vage Angaben. "Es liegt nicht daran, dass ich für Liverpool arbeite", sagte Klopp. Damit spielte der frühere Dortmunder Meistertrainer wohl darauf an, dass die Sun wegen ihrer Berichterstattung über die Hillsborough-Katastrophe von 1989 in der Stadt nicht sonderlich beliebt ist. Sibyllinisch fügte der ehemalige Dortmund- und Mainz-Coach hinzu: "Es liegt an ein paar Dingen, die in den kommenden Tagen oder Wochen passieren werden."

dpa

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