Im Halbfinale wartet Portugal

EM-Ticker: Wales kegelt Belgien raus

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Gareth Bale gewinnt mit Wales gegen Belgien.

München - Damit hätte vor der EM kaum einer gerechnet: Wales steht im Halbfinale. Die Briten besiegten überraschend Belgien. Das Spiel im Ticker zum Nachlesen.

Update vom 7. Juli 2016: Deutschland trifft heute im zweiten Halbfinale der EM 2016 auf den Gastgeber Frankreich. Alle Infos, News, Bilder und Videos vor dem Spiel gibt es bei uns im Live-Ticker.

Update vom 5. Juli 2016: Jetzt wird es langsam richtig spannend: Die EM geht mit den Halbfinals in die ganz heiße Phase. Hier erfahren Sie, wie Sie das Spiel Portugal gegen Wales live im TV und im Stream sehen können.

Update vom 5. Juli 2016: Erst am Donnerstag trifft Deutschland auf Frankreich. Wir berichten aber auch heute über alles aus Frankreich in unserem EM-Live-Ticker.

Update vom 4. Juli 2016: Am Tag nach dem Sieg von Frankreich über Island stehen alle Halbfinal-Teilnehmer der EM fest. Was außerdem heute bei der Euro wichtig ist, können Sie in unserem EM-Live-Ticker verfolgen.

<<<AKTUALISIEREN>>>

8.17 Uhr: Der Samstag steht komplett im Zeichen des dritten Viertelfinales Deutschland gegen Italien (21:00 Uhr, live im TV und Live-Stream). Schafft das DFB-Team den historischen Sieg gegen die Azzurri schaffen? In unserem Live-Ticker finden Sie alle Neuigkeiten vor dem EM-Viertelfinale Deutschland-Italien.

Wales - Belgien                                             3:1 (1:1)

Aufstellung Wales:1 Hennessey - 2 Gunter, 5 Chester, 6 A. Williams, 4 B. Davies, 3 N. Taylor - 10 Ramsey (90. Collins), 7 Allen, 16 Ledley (78. King) - 9 Robson-Kanu, 11 Bale.

Aufstellung Belgien: 1 Courtois -16  Meunier, 2 Alderweireld, 15 Denayer, 21 J. Lukaku (75. Mertens) - 6 Witsel, 4 Nainggolan - 11 Ferreira-Carrasco (46. Fellaini), 7 De Bruyne, 10 Hazard - 9 R. Lukaku (83. Batsuhayi).

Tore: 0:1 Nainggolan (13.), 1:1 A. Williams (30.), 2:1 Robson-Kanu (55.), 3:1 Vokes (86.)

0.29 Uhr: Das kam jetzt nicht unerwartet. Belgiens Nationaltrainer Marc Wilmots hat sich seinen Rücktritt offen gehalten. „Ich werde meine Entscheidung nach der Euro treffen. Dafür fließt jetzt noch zu viel Adrenalin“, sagte der 47-Jährige am Freitagabend nach dem überraschenden 1:3 (1:1) gegen Neuling Wales. „Natürlich fühle ich mich verantwortlich. Ich fühle mich immer verantwortlich“, ergänzte der ehemalige Spieler des FC Schalke 04. „Aber ich bin kein Zauberer, ich kann Erfahrung nicht ersetzen.“ Wilmots hatte für die Partie die Hälfte seiner Abwehr umbauen müssen.

0.15 Uhr: Heute Abend hat das Warten ein Ende. Deutschland trifft auf Italien und der ehemalige Nationalkeeper der Italiener spürt eine gewisse Überheblichkeit im deutschen Lager, wie er tz-Interview sagt.

0.03 Uhr : Chris Coleman und sein Trainerteam waren bei dieser Ecken-Variante zum 1:1 richtig kreativ. Oliver Kahn lobt den "Supermarktkassen-Trick", der Belgiens eh schon wackelige Defensive komplett verwirrte.

23.32 Uhr: Die Waliser in der Heimat sind beim Spiel schier ausgeflippt, wie diverse Bilder belegen. So bejubelt man den ersten Halbfinal-Einzug des Heimatlandes.

Fazit: Verdient. So kann man es zusammenfassen. Zwar begannen die Belgier besser, gingen auch zurecht in Führung, aber spätestens nach dem Ausgleich, verlor der Favorit die Kontrolle. Die Waliser nutzten das eiskalt aus und setzten in der zweiten Halbzeit zwei Tore drauf. Vor allem in der Defensive waren die Belgier taktisch hoffnungslos überfordert. Deshalb steht Wales im Halbfinale, und das als EM-Neuling. Interessant wird dort das Aufeinandertreffen der Real-Stars: Ronaldo vs. Bale. Hier geht es zum Spielbericht.

90.+3 Minute: Aus! Belgiens Angriffsbemühungen verpufften, Skomina lässt die Waliser ausrasten. Wales steht im Halbfinale. Glückwunsch.

90.+1 Minute : Drei Minuten gibt es oben drauf. An ein Wunder glaubt in Lille keiner mehr. Dafür greifen die Belgier zu verzweifelt an, da klappt nichts mehr.

90. Minute: Aaron Ramsey geht vom Feld, es kommt der Innenverteidiger James Collins.

88. Minute: Verdient oder nicht, die Waliser waren vor dem Tor kaltschnäuziger und in der Abwehr taktisch deutlich besser. Klar, bei Belgien fehlt die gesamte Stamm-Innenverteidigung, aber die Tore waren eklatante Fehler.

86. Minute: TOR FÜR WALES! Gunter hat auf rechts viel zu viel Platz. Er flankt unbedrängt in die Mitte. Dort ist Vokes eingelaufen, Denayer verschätzt sich und Alderweireld kommt nicht nach. Vokes köpft großartig ins lange Eck, Courtois sieht zu wie der Ball ins Netz fliegt. Die Entscheidung?

85. Minute: Alderweireld legt Ramsey an der Mittellinie. Er sieht Gelb.

83. Minute : Belgien kämpft und ackert. Aber spielerisch ist das ziemlich wenig. Williams tritt Nainggolan im Strafraum auf den Fuß. Da kann man über einen Elfmeter nachdenken. Gleich danach wechselt Wilmots zum letzten Mal: Batsuhayi kommt für den glücklosedn Lukaku.

80. Minute: Der Torschütze Hal Robson-Kanu zum 2:1 geht vom Rasen. Es kommt Sam Vokes.

79. Minute : Ob Fernschüsse wirklich das richtige Mittel ist? Witsel probiert es und zielt zu hoch.

78. Minute: Andy King ersetzt den Kämpfer Ledley. 

76. Minute: Beim Freistoß landet der Ball links vor dem Tor. Dort köpft Fellaini in die Mitte, wo die Waliser wieder einen Schritt schneller sind.

75. Minute: Ist das bitter! Ramsey zieht das taktische Foul, sieht Gelb und wäre bei einem Halbfinal-Einzug gegen Portugal gesperrt.

74. Minute: Meunier schickt Alderweireld. Der flankt von der rechten Grundlinie in die Mitte. Fellaini rauscht heran und köpft nur knapp rechts neben das Tor. Einmal durchatmen für Wales.

71. Minute: Stark gemacht: Belgien mit einer starken Kombination, De Bruyne ist rechts durch und spielt dann in die Mitte, wo Chester vor Lukaku klärt.

70. Minute: Belgien spielt weiter nach vorne, aber Wales steht defensiv stark.

64. Minute: Das kann er besser. De Bruyne steht beim Freistoß, 27 Meter Torentfernung. Doch der kommt schwach und zentral. Hennessey wird sich über den Ball schlapp gelacht haben. Innerlich. Äußerlich nimmt er das Leder nur lässig auf.

61. Minute: Ecke Ramsey, Courtois faustet den Ball vor die Füße von Williams, der überrascht ist. Der Keeper repariert seinen Fehler selbst und sichert den Ball am Fünfer. Schrecksekunde für Belgien.

59. Minute: Fellaini sieht nachträglich die Gelbe Karte.

55. Minute: TOR FÜR WALES! Dilettantisch und großartig zugleich. Bale spielt hoch nach vorne, Ramsey nimmt den Ball gut mit, ist rechts bereits am Strafraum. Er steckt in die Mitte zu Robson-Kanu, der die Kugel behauptet. Auf links wartet Taylor auf den Ball. Darauf spekulieren auch Meunier und Denayer, die dran beim Angreifer stehen. Doch plötzlich dreht sich der Waliser und steht frei vor Courtois. Mit einem gekonnten Linksschuss ins linke Eck lässt er Courtois keine Abwehrchance. Wales führt.

52. Minute: Wales steht ziemlich unter Druck. Meunier flankt vom rechten Strafraumeck mit links. Lukaku lauert hinter Williams, aber der Kapitän klärt zur Ecke.

50. Minute: Belgien nähert sich dem Tor! Hazard zieht unnachahmlich von links in die Mitte. Er ist links im Strafraum und schießt mit rechts. Sein Schuss zischt wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Beste Chance in der zweiten Halbzeit bislang.

49. Minute: Bemüht: De Bruyne schlägt erst eine katastrophale Flanke, fordert aber sofort den Ball wieder von Fellaini. Er lässt einen Waliser ins Leere springen und zieht mit links ab. Doch der Schuss geht über den Kasten von Hennessey.

48. Minute: Belgien ist sichtlich bemüht um Ballkontrolle. Meunier flankt von rechts und Lukaku steigt am Fünfer hoch, hat keinen Gegenspieler um sich rum, nickt die Kugel aber am linken Pfosten vorbei.

46. Minute: Es gab einen Wechsel zur Pause. Fellaini ersetzt Ferreira-Carrasco. Wilmots reagiert damit auf die nahezu permanente Nichtbesetzung des defensiven Zentrums.

46. Minute: Die zweite Halbzeit beginnt. Konnten sich die Belgier erholen?

Halbzeitfazit: Belgien begann stark und verdiente sich das 1:0 durch einen satten Schuss von Nainggolan. Doch danach steigerte sich Wales minütlich. Nach einer Ecke fiel folgerichtig der 1:1-Ausgleich. Danach hatten die Waliser die besseren Chancen. Belgien wirkte geschockt und nach vorne ging gar nichts mehr. 

45. Minute: Danach pfeift Skomina zur Pause.

45. Minute: Belgien völlig von der Rolle. Ramsey nimmt Fahrt auf. Es sind zwei Rote gegen vier Blaue. Doch die Flanke aus dem Halbfeld landet direkt auf dem Schädel von Robson-Kanu. Der bekommt nicht genug Druck dahinter. Courtois ist da. Trotzdem ist das schwach gemacht von der belgischen Hintermannschaft.

42. Minute: Ramsey schießt aus 22 Metern, Denayers Rücken ist dazwischen und es gibt wieder Ecke.

42. Minute: Belgien muss bei Ballverlust extrem aufpassen. Da stimmen häufig die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen nicht. Sehr viel Platz für Wales und die nutzen den meistens gut.

39. Minute: Ramsey bringt die nächste Ecke. Dieses Mal köpft Chester deutlich drüber.

34. Minute: Bale marschiert, Denayer lässt sich ausspielen wie ein Schuljunge. Der Real-Star schießt mit rechts aus 16 Metern ins lange Eck. Aber Courtois hechtet und hat die Kugel. Die Waliser haben Oberwasser.

30. Minute: TOR FÜR WALES! Nach einer Ecke leistet sich Belgien zwei, drei krasse Fehler! Kapitän Williams steht sieben Meter völlig frei vor dem Tor. Lukaku verschätzt sich und auch Witsel ist nicht nah genug am Mann. Der Waliser drückt den Kopfball ins rechte Eck, wo De Bruyne am Pfosten stand, aber der machte einen Schritt in die Mitte. Sonst wäre er da gewesen. 1:1, auch das hatte sich angedeutet.

29. Minute: Wales spielt nun mutiger. Der nächste Angriff über rechts und Robson-Kanu holt eine Ecke heraus.

26. Minute: DAS MUSS ES DOCH SEIN ! Ramsey bekommt rechts an der Grundlinie den Ball, legt klug an den Elfmeterpunkt zurück. Dort steht Taylor, der mit rechts schießt. Courtois ist zur Stelle und pariert stark.

24. Minute: Konter De Bruyne, Gunter langt mal kurz zu, der Offensivmann fällt, Skomina zückt Gelb. Die Dritte in diesem Spiel.

19. Minute: Wales rückt von der Taktik zunächst nicht ab. Die Insulaner lauern auf Konter. Belgien ist weiter spielbestimmend.

18. Minute: James Chester sieht Gelb.

13. Minute: TOR FÜR BELGIEN! Es hatte sich angedeutet. Belgien legt sich den Gegner zurecht. Aber anstatt die Passmaschinerie weiterlaufen zu lassen, hämmert Nainggolan aus über 25 Metern drauf. Der Schuss zieht wie ein Strich und schlägt knapp neben dem linken Pfosten ein. Hennessey war noch dran, aber der Knaller war zu hart.

10. Minute: BALE! Erstmals ist der Angreifer von Real Madrid am Zug. Er marschiert über links und hält dann im Sechzehner drauf. Die Kugel landet am Außennetz.

7. Minute: UNFASSBAR! Drei große Möglichkeiten für Belgien. Lukaku ist vorne links durch, flankt zu Ferreira-Carrasco am zweiten Pfosten. Der nimmt den Ball an und schießt aus zehn Metern rechter Position Hennessey ab. Zwei Nachschüsse blocken dann zehn Waliser, die gefühlt alle auf der Linie stehen, nachdem ihr Keeper am Fünfer spektakulär klärte. 

5. Minute : Ben Davies sieht nach einem Foul an De Bruyne im Mittelfeld Gelb. Er wäre in einem Halbfinale gesperrt.

1. Minute: Startschuss in das zweite Viertelfinale!

20.55 Uhr: Die Teams betreten den Rasen. Es regnet in Lille. Ob das der Rasen im Stadion von OSC wirklich mag?

20.21 Uhr : Im ZDF lockte Boris Büchler Joachim Löw eine Aussage zur Aufstellung heraus. "Wird Höwedes hinten rechts anstelle von Kimmich spielen?", fragte Büchler. Löw zögerte lange mit der Antwort und sagte dann: "Nein." Aber anscheinend gibt es doch eine Änderung im Vergleich zum Slowakei-Spiel. Nur welche das sein wird, ließ Löw offen.

20.12 Uhr: Das war's auch schon wieder. Ja, richtig viel hat man nicht erfahren, außer dass beide Teams heiß und gut vorbereitet sind. 

20.10 Uhr: Joachim Löw: "Die Italiener sind sehr clever und überraschen mit der Aufstellung auch. Selbst den De Rossi ausfallen sollte, haben sie gute Spieler, die ihn ersetzen können."

20.04 Uhr: Mesut Özil: "Wir haben eine sehr gute Mischung im Team und sind sehr erfolgshungrig."

20.02 Uhr: Löw lobt die italienische Offensive. "Wir haben uns vion Italien einige Dinge angesehen. Wir wissen, was uns erwartet", sagte er. Er hat also einen Plan. Die grundsätzlichen Sachen seien wichtig: Defensiv gut stehen, die Konter unterbinden, Chancen lancieren und kreieren und wichtig: nutzen. 

20.00 Uhr: Özil lassen die Aussagen von Conte, mit denen er konfrontiert wurde, kalt. "Wir wissen, dass wir stark sind. Wichtig ist, dass wir morgen unser Spiel umsetzen und das zeigen, was der Trainer will." Auch die Historie hat für ihn wenig Bedeutung. "

19.58 Uhr: So das war's. Jetzt kommen Joachim Löw und Mesut Özil.

19.54 Uhr: Der Italien-Keeper sieht Ähnlichkeiten, aber auch starke Unterschiede zu den jüngsten Vergleichen bei der WM 2006 und EM 2012. "Die Deutschen haben in der Zwischenzeit durch den WM-Sieg 2014 an Erfahrung dazu gewonnen", sagte er. Aber vor vier Jahren seien die Italiener ebenfalls nicht der Favorit gewesen.

19.48 Uhr : Buffon möchte morgen erneut unter Beweis stellen, dass die Italiener ein gutes Team haben. Natürlich weiß er, dass Deutschland eine starke Mannschaft habe, aber er glaube an die Squadra Azzurri.

19.45 Uhr: Die gelben Karten sollen keine Rolle spielen, behauptet Conte. Das Match als solches sei wichtiger. 

19.42 Uhr: "Wir sind gewachsen an unseren Herausforderungen", sagt Conte zum Freundschaftsspiel im März. Das ist ein Ausreißer in der deutsch-italienischen Historie. Auch er kennt die Statistik, die klar für die Italiener spricht.

19.39 Uhr: Conte hat sich gut vorbereitet und die deutsche Spielweise genau studiert. "Wir kennen ihre Stärken und Schwächen, aber auch unsere", sagte er. "Wir müssen schauen, dass wir unsere Stärken durchbringen."

19.37 Uhr: Gianluigi Buffon lobt Manuel Neuer in hohen Tönen als einen der besten Torhüter der Welt. Er schätze ihn sogar in bestimmten Teilen besser ein als sich selbst. 

19.34 Uhr: Die Italiener sind zur Pressekonferenz gekommen. "Zu Daniele De Rossi können wir noch nichts sagen", sagte Coach Antonio Conte. "Fraglich ist vor allem, ob er so gesund ist, um zu 120 Prozent fit zu sein. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir auf jeden Fall guten Ersatz für ihn haben." Er sei recht gelassen, obwohl man einen starken Gegner zu bekämpfen habe. "Deutschland ist stärker als Spanien", lobt Conte den Gegner. 

19.25 Uhr: Bald geht es dann auch zu den Pressekonferenzen. Dann werden die Trainer möglicherweise schon ein bisschen etwas über die Aufstellungen verraten.

DFB-Team erreicht pünktlich Bordeaux>

19.23 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft ist pünktlich in Bordeaux eingetroffen. Rund 26 Stunden vor dem Viertelfinal-Duell am Samstagabend (21.00/ARD) gegen Italien setzte der schwarze Sonderflieger des Weltmeisters im Südwesten Frankreichs auf. Beim Landeanflug konnten Bundestrainer Joachim Löw und seine Mannschaft schon einmal einen Blick auf das gut sichtbare Nouveau Stade de Bordeaux werfen. In dem EM-Stadion will der Weltmeister den ersten Sieg gegen Italien bei einem großen Turnier feiern. Vor vier Jahren bei der EM in Polen und der Ukraine waren die Italiener im Halbfinale die Endstation für die deutsche Elf.

18.36 Uhr: Ach ja diese Isländer. Wir haben sie ja bereits ins Herz geschlossen, aber solche Zitate machen es eben noch besser. "Wenn bei uns ein Spieler eine gelbe Karte bekommt, tauscht er einfach das Trikot mit einem anderen", sagte Coach Heimir Hallgrimmsoson angesprochen auf die vielen vorbelasteten Spieler in seiner Mannschaft. "Uns kennt sowieso keiner." 

17.34 Uhr:

Das wird knapp: 

Wegen technischer Probleme im Eurotunnel von England nach Frankreich verpassen Wales-Fans möglicherweise das EM-Viertelfinalspiel in Lille. Bereits am Morgen hatten sich am Eingang zum Eurotunnel auf englischer Seite lange Staus gebildet, da ein Zug im Tunnel halten musste. Viele Anhänger wollten mit dem Autoshuttle zur Partie gegen Belgien an diesem Freitag (21.00 Uhr/ZDF) in die nordfranzösische Stadt. Lille liegt etwa 100 Kilometer von Calais entfernt.

Die Betriebsleitung des Eurotunnels teilte via Twitter mit, dass es beim Einchecken eine Wartezeit von bis zu eineinhalb Stunden und bei den Zugabfahrten zu Verspätungen von bis zu dreieinhalb Stunden komme. Fans sprechen in einem BBC-Bericht von einem „kompletten Chaos“ und einem „Albtraum“. Sie befürchten, die Begegnung komplett zu verpassen. Inzwischen wurden drei Sonderzüge eingesetzt.

UEFA bestraft Polen und Portugal 

16:41 Uhr: EM-Halbfinalist Portugal droht eine Strafe durch die Europäische Fußball-Union. Wegen des Platzsturms eines portugiesischen Fans im Viertelfinale gegen Polen und des Abbrennens von Feuerwerkskörpern hat die UEFA am Donnerstag ein Disziplinarverfahren gegen die Südeuropäer eingeleitet. Das Urteil soll am 21. Juli verkündet werden. Auch gegen die im Elfmeterschießen unterlegenen Polen wird ermittelt. Deren Fans hatten bei der Partie am Mittwoch in Marseille ebenfalls Feuerwerkskörper gezündet. Zudem gab es Tumulte im Fanblock.

16:02 Uhr: Für Ex-Bundestrainer Berti Vogts ist der viermalige WM-Champion Italien längst kein Angstgegner für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mehr. "Italien ist unser Angstgegner? Da klingeln mir die Ohren! NEIN! Das war vielleicht so vor fünf, zehn oder 20 Jahren. Es ist natürlich so, dass wir bei einem großen Turnier immer gegen die Azzurri den Kürzeren gezogen haben, angefangen mit dem Jahrhundertspiel von 1970, dann 1982, 2006 und 2012. Aber die Zeiten sind vorbei", schrieb der 69-Jährige in einer Kolumne für die Rheinische Post (Samstagausgabe). 

Am Samstag (21.00 Uhr/ARD) trifft WM-Titelträger Deutschland in Bordeaux im EM-Viertelfinale auf die Azzurri. Früher sei die Serie A das Nonplusultra unter Europas Ligen gewesen. Diese Zeiten seien aber längst vorbei. Die englische Premier League, die Bundesliga und die Primera Division aus Spanien seien die dominierenden Ligen, so der Weltmeister von 1974. Vogts: "Unsere Spieler interessiert nicht, was früher war. Sie sind im Hier und Jetzt, und da ticken die Uhren anders. Darum ist das deutsche Team für mich auch der alleinige Favorit heute, auch wenn es in Spielen wie diesem, die auf höchstem europäischen Niveau stattfinden, immer um Nuancen geht."

EM 2016: De Rossi absolviert Training vor Viertelfinale

15:53 Uhr: Einen Tag vor dem EM-Viertelfinale gegen Deutschland hat Italiens Nationalspieler Daniele De Rossi Teile des Abschlusstrainings absolviert. Der 32-Jährige schloss sich im nicht-öffentlichen Teil des Trainings in Montpellier am Freitag für einige Übungen dem Team an, wie Italiens Verband mitteilte. Ob der Mittelfeldspieler für die Partie gegen den Weltmeister am Samstag (21.00 Uhr/ARD) in Bordeaux fit wird, war zunächst weiter unklar.

Aller Voraussicht nach definitiv nicht dabei sein wird Antonio Candreva, der nach seiner Adduktorenverletzung auch am Freitag nicht mit dem Team trainierte. De Rossi hofft italienischen Medienberichten zufolge weiter auf eine rechtzeitige Genesung, da sein Ersatz Thiago Motta wegen einer Gelb-Sperre fehlt. Die endgültige Entscheidung über seinen Einsatz soll erst kurz vor dem Anpfiff fallen.

15:15 Uhr: Kurz vor dem deutschen EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Italien hat der Gastgeberort Bordeaux gegen ein Müllproblem gekämpft. Seit dem 20. Juni hatte dort die Müllabfuhr gestreikt, deshalb türmten sich vor allem im Zentrum der Stadt Abfälle auf den Straßen. Die Regionalzeitung „Sud-Ouest“ berichtete nun, am Freitagmorgen sei in etwa der Hälfte des Zentrums der Müll eingesammelt worden.

„Unsere Leute sind an die Arbeit zurückgekehrt“, sagte der Gewerkschafter Raymond Léglise. Einige Streikende wollten ihren Protest dem Bricht zufolge aber mindestens bis Montag fortsetzen. Wegen der Zustände hatte die Stadt sogar offiziell von einer Gesundheitsgefährdung gesprochen und eine Verfügung erlassen, um insbesondere im Zentrum, am Stadion und an der Fanmeile für Besserung zu sorgen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck jubeln beim WM-Finale 2014. Im EM-Viertelfinale wird Merkel nicht dabei sein.

14:55 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hofft auf einen Sieg der deutschen Nationalelf im EM-Viertelfinale gegen Italien - aus der Ferne. Zum Spiel nach Bordeaux reisen wird sie an diesem Samstag nicht, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin sagte. Wie Millionen andere Deutsche drücke die Kanzlerin der Mannschaft die Daumen, „dass sie das gute Spiel, das sie jetzt zuletzt gezeigt hat, in Bordeaux auch wieder zeigen kann und den entsprechenden Erfolg dafür erntet“. Ins Stadion kommen will aber der auch für Sport zuständige Innenminister Thomas de Maizière (CDU). Auf die Frage, ob Merkel womöglich zum Halbfinale oder zum Finale nach Frankreich reisen werde, sagte Seibert: „In einem Turnier mit K.o.-Modus sollte man einfach mal immer nur bis zum nächstem Spiel gucken.“ Zunächst würden die Daumen gedrückt, „und dann kann das auch gut gehen, und dann sehen wir weiter“.

EM 2016: Lienen von EM gelangweilt

14:47 Uhr: Ewald Lienen, der Trainer des Zweitligisten FC St. Pauli, hat keine hohe Meinung von der Fußball-EM. Er geht sogar soweit und sagt: "Ich wäre froh, wenn ich nach Hause gehen könnte und Urlaub machen könnte. Ich hätte keinen Bock da mitzuspielen." Er vermisst Einiges im heutigen Fußball. Sein ganzes Statement im Video.

14:30 Uhr: Der neue Bayern-Trainer Carlo Ancelotti schwärmt von der deutschen Nationalmannschaft und explizit vom Bundestrainer Joachim Löw. Der 57-Jährige, beim FC Bayern Nachfolger von Pep Guardiola, sieht die deutschen Weltmeister auf dem Höhepunkt einer Entwicklung, die vor zehn Jahren begann. Aber: Er drückt natürlich Italien die Daumen.

13:56 Uhr: Island lauert, Frankreich zittert! Der Außenseiter will der Grande Nation ein Bein stellen. Und die versucht, die Kleinen groß zu reden. "Wir müssen ins Halbfinale kommen", forderte Abwehrspieler Patrice Evra. Das ist der Unterschied: Frankreich muss, Island kann!

13:16 Uhr: Die französische Fußball-Ikone Eric Cantona hat in seiner Videokolumne bei Eurosport seine nicht ganz ernstzunehmenden Absichten erklärt, den englischen Fußball retten zu wollen. "Ich, Eric Cantona, der mögliche neue Trainer Englands, verspreche, niemals gegen einen kleinen, tiefgekühlten Inselstaat zu verlieren, dessen Torwart ein Regisseur und dessen zweiter Coach ein Zahnarzt ist", sagte das einstige Enfant terrible von Manchester United.

Die Engländer waren bei der EM im Achtelfinale sensationell an Island gescheitert (1:2), Teammanager Roy Hodgson erklärte daraufhin seinen Rücktritt. Und nun Cantona, der selbsternannte "Commissioner of Football" bei Eurosport? Die Wahlkampagne wird für viele Fans vielversprechend klingen.

"Ich, Eric Cantona, künftiger Trainer Englands, werde die Fußballgötter anflehen, den Fluch der englischen Torhüter zu beenden", sagte der Franzose: "Ich, Trainer Englands, werde den Riesen Harry Kane keine Freistöße oder Ecken mehr schießen lassen, sondern ihn in die Mitte für Kopfbälle schicken! Vor allem, weil er sonst diesen verfluchten Freistoß auf den Mond schießt."

Um den englischen Fußball zu retten, schlägt Cantona ein Referendum vor. Bei Twitter und Facebook können die Fans mit dem Hashtag "CantoYes" für ihn oder mit Hashtag "CantoNo" gegen ihn abstimmen.

12.28 Uhr: Italiens angeschlagene Nationalspieler Daniele De Rossi und Antonio Candreva haben auch das Abschlusstraining vor dem EM-Viertelfinale gegen Deutschland verpasst. Die beiden Fußballer nahmen nicht an der Einheit am Freitagmorgen im EM-Trainingscamp der Azzurri in Montpellier teil, berichtete die UEFA. Damit sinken auch die Chancen der Mittelfeldspieler für einen Einsatz in der Partie gegen den Weltmeister am Samstag (21.00 Uhr/ARD) in Bordeaux.

Nach dem Erfolg über England im Achtelfinale feierten die Isländer mit ihren Fans.

12.26 Uhr: Oh, diese Meldung wird für enttäuschte Gesichter sorgen: Der Hype um Island sorgt für einen unerwarteten Engpass. Die Trikots des EM-Überraschungsteams seien ausverkauft, wie Pressesprecher Ómar Smárason am Freitag berichtete. Die Verkaufszahlen lägen 1800 Prozent über dem prognostizierten Wert. „Das ist ziemlich gut. Das Schlechte ist, dass die Leute keins bekommen, die eins haben wollen. Aber ich bin sicher, dass wir das lösen können.“ Die isländische Nationalmannschaft wird seit 2002 vom vergleichsweise kleineren Sportartikelhersteller Errea aus Italien ausgestattet. „Wir haben Vertrauen in sie, wir sind sehr glücklich mit ihnen“, sagte Smárason. Auf der Internetseite des Unternehmens konnten am Freitagmittag keine Trikots von Island mehr bestellt werden.

EM 2016: Schlachtruf der Isländer wird zum Internet-Hit

12.11 Uhr: Felix Brych war gestern bekanntlich der unparteiische Leiter des Viertelfinales zwischen Polen und Portugal. Während in den sozialen divers über die Leistung des deutschen Referees diskutiert wurde, lobte ARD-Kommentator den Münchner über den grünen Klee. Schlief Bartels etwa schon als Kind in Brych-Bettwäsche?

11.41 Uhr: Bei der EM 2016 für Island zu jubeln, gehört in diesen Tagen schon fast zum guten Ton. Vor dem Viertelfinale gegen Frankreich am Sonntag können Fans das kleinste EM-Teilnehmerland sogar per Klick anfeuern - mit dem Schlachtruf, mit dem die Nordmänner vor allem ihre Siege feiern: „Huh!“ Dazu rief die Berliner Morgenpost am Freitag online auf: „Lass deinen inneren Wikinger los und unterstütze den Underdog mit einem Huh!“ Wer auf den roten „Huh!“-Knopf klickt, hört und sieht die isländische Nationalmannschaft auf dem Bildschirm bei ihrem Ritual. Bis zum Mittag hatten schon gut eine halbe Million Menschen im Netz mit den Isländern gehuht.

Kleiner Tipp: Das funktioniert natürlich auch auf dem Smartphone - vorzugsweise beim Public Viewing während des Europameisterschafts-Spiels am Sonntagabend.

11.28 Uhr: Das hört man gerne! Mit allen 23 Spielern hat die deutsche Nationalmannschaft das Abschlusstraining für das EM-Viertelfinale gegen Italien bestritten. Die Übungseinheit, die Bundestrainer Joachim Löw auf Antrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) noch im Basisquartier in Évian-les-Bains abhalten durfte, war allerdings wie üblich nur in den ersten 15 Minuten einsehbar für Medien. Nach der Aufwärmphase ließ Löw die letzten taktischen Feinheiten für die Partie am Samstag (21.00 Uhr) in Bordeaux im Geheimen üben.

Der DFB-Tross fliegt am späten Nachmittag von Annécy nach Bordeaux an die Atlantikküste. Bundestrainer Löw und Spielmacher Mesut Özil werden sich am Abend (19.45 Uhr) im dortigen EM-Stadion noch einmal bei der offiziellen UEFA-Pressekonferenz zur Aufgabe gegen die Italiener äußern.

11.06 Uhr: Islands neugewählter Staatspräsident Gudni Johannesson wird das EM-Viertelfinalduell seiner Nationalmannschaft gegen Frankreich am Sonntag (21 Uhr/ZDF) in St. Denis nicht auf der Ehrentribüne verfolgen, sondern in der Kurve mit den rund 10.000 Fans aus seinem Land. "Warum sollte ich im VIP-Raum sitzen und Champagner trinken?", sagte der 48-Jährige. "Nein, ich werde im Pulk mit den Fans stehen, mit meinem isländischen Nationalmannschaftstrikot am Leib. Und bei allem Respekt vor Frankreich, sie sollten uns nicht unterschätzen."

Iker Casillas (r.) war mit der Entscheidung seines Trainers nicht verstanden.

10.46 Uhr: In der spanischen Nationalmannschaft hat es bei der EURO offenbar ein großes Zerwürfnis zwischen Cheftrainer Vicente del Bosque (65) und dem langjährigen Torwart Iker Casillas (35) gegeben. Dies berichtet Marca. "Ich habe allen Spielern Nachrichten geschrieben, bis auf einen - Casillas", berichtete der Coach in einem Radio-Interview. Ganz offensichtlich war Casillas, der ehemalige Real-Madrid-Keeper, mit seiner Rolle als Nummer zwei hinter David de Gea nicht zufrieden.
Die Entscheidung über seine Nummer eins habe im Prinzip seit März festgestanden, so del Bosque, der am späten Donnerstagabend seinen Abschied als Nationalcoach nach siebenjähriger Tätigkeit verkündet hatte. Der EM-Titelverteidiger war am vergangenen Montag bei der EURO in Frankreich mit 0:2 im Achtelfinale an Italien gescheitert.

10.16 Uhr: Sie gelten als Angstgegner des Weltmeisters, haben bei großen Turnieren noch nie ein K.o.-Spiel gegen den DFB verloren – und trotzdem schlottern den Italienern die Knie vor der Elf von Jogi Löw. Am Mittwoch schickten sie sogar Spione nach Evian, um das Geheimtraining der deutschen Mannschaft zu beobachten. Spionage-Alarm beim Weltmeister!

9.59 Uhr: Der niederländische Schiedsrichter Björn Kuipers pfeift das letzte EM-Viertelfinale zwischen Gastgeber Frankreich und Island am Sonntag (21.00/ZDF) in St. Denis. Das gab die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Freitag bekannt. Für den 43-Jährigen, der das zweite deutsche Gruppenspiel gegen Polen (0:0) geleitet hatte, ist es der dritte EM-Einsatz.

9.49 Uhr: Trotz der umstrittenen Elfmeterszene bei einem vermeintlichen Foul an Superstar Cristiano Ronaldo hat die deutsche Schiedsrichter-Spitze die Leistung von Felix Brych (München) im EM-Viertelfinale zwischen Portugal und Polen (5:4 im Elfmeterschießen) gelobt. "Sein Leistung war souverän und mit großer Akzeptanz auf dem Spielfeld", sagte Lutz Michael Fröhlich, der stellvertretende Vorsitzende der DFB-Schiedsrichterkommission. Die Szene in der 30. Minute, in der Ronaldo vom polnischen Innenverteidiger Michal Pazdan im Strafraum umgeschubst hat, wollte Fröhlich nicht abschließend bewerten.

9.26 Uhr: Elli, the Cat, unser Katzorakel zur EM 2016 hat wieder zugeschlagen und für das Viertelfinale Deutschland - Italien eine Prognose getroffen. Welche? Sehen Sie selbst:

8.32 Uhr: Luca Toni ist vielen Fußballfans auch in Deutschland ein Begriff - nicht zuletzt dank seines Ohrschrauberjubels während seiner Zeit beim FC Bayern. Der Knipser hat inzwischen seine Karriere beendet, verfolgt aber natürlich die EM gebannt am heimischen TV. In einem Interview hat er nun den Italienern einen wichtigen Tipp für das Viertelfinalduell gegen Deutschland gegeben.

8.23 Uhr: Noch ist die Europameisterschaft in Frankreich in vollem Gange. DFB-Präsident Reinhard Grindel macht sich aber jetzt schon viele Gedanken, wie er die EM 2024 nach Deutschland holen kann. Preislich wäre ein solches Turnier relativ günstig realisieren, findet der DFB-Boss.

8.15 Uhr: Joshua Kimmich gehört zu den Durchstartern bei der EM 2016. Im Interview spricht der Youngster über seine Rechtsverteidiger-Rolle in der Nationalelf und beim FC Bayern. Wird er auch beim deutschen Rekordmeister der Nachfolger von Philipp Lahm?

EM 2016: Wird De Rossi rechtzeitig fit für das Duell Deutschland - Italien?

Daniele De Rossi arbeitet verbissen an seinem Blitz-Comeback.

8.01 Uhr: Italiens angeschlagener Mittelfeldspieler Daniele De Rossi hofft Medienberichten zufolge auf eine Blitz-Genesung für einen Einsatz im EM-Viertelfinale gegen Deutschland. Der Zustand des Profis vom AS Rom verbessere sich, De Rossi arbeite intensiv an seinem Comeback, berichteten italienische Medien am Freitag übereinstimmend. Nationaltrainer Antonio Conte will demnach erst in letzter Minute entscheiden, ob er De Rossi in der Partie am Samstag gegen Weltmeister Deutschland in Bordeaux von Beginn an bringt.
Der 32-Jährige hatte sich am Montag im EM-Achtelfinale gegen Spanien ein Hämatom am linken Oberschenkel zugezogen, auch der Muskel ist betroffen. Teamarzt Enrico Castellacci hatte erklärt, die Zeit bis zum Spiel gegen Deutschland sei sehr knapp. Da De Rossis Ersatz Thiago Motta mit einer Gelb-Sperre fehlt, müsste Conte im Falle eines Ausfalls des Profis im zentralen Mittelfeld improvisieren.

7.32 Uhr: Manchester Uniteds Legende Ryan Giggs hat die junge Generation englischer Spieler und ihr Umfeld schwer kritisiert. Es gebe ein „generelles Problem“ mit dem Nationalteam und ihrer Kultur, „es ist diese ganze Kulturbeutel-Kultur“, sagte der walisische TV-Experte nach dem peinlichen EM-Achtelfinalaus gegen Island. „Ich wollte nicht berühmt sein, ich wollte erfolgreich sein. Spieler werden inzwischen belohnt, bevor sie etwas erreichen - sie haben nette Autos, nette Uhren. Sie sind Roboter, nur Roboter.“

Ciriaco Sforza hat - im Gegensatz zu Scholl und Kahn - kein Problem damit, sein TV-Honorar zu verraten.

7.11 Uhr: Wieviel verdienen die vielen EM-Experten, die sich in den Fernsehübertragungen tummeln, wirklich? Ein Bericht über angebliche Millionengagen für die TV-Experten der ARD und des ZDF, Mehmet Scholl und Oliver Kahn, sorgte vor zwei Tagen für große Empörung. Kahn und Scholl dementierten aufs Heftigste, ohne allerdings echten Einblick in ihre finanziellen Entschädigung zu geben. Dass das auch anders geht, zeigt Ciriaco Sforza. Der Schweizer Ex-Profi, der beim EM-Spiel der Eidgenossen gegen Gastgeber Frankreich für das ZDF im Experten-Einsatz war, hat dem Tagesanzeiger verraten, wie viel er für seinen Auftritt bekam. "Als Honorar erhielt ich für dieses Spiel eine Spesenpauschale von 3000 Euro", erklärte Sforza: ""Dazu wurde mein Flug mit der Swiss in der Businessclass bezahlt sowie die Übernachtungen in einem Luxushotel. Das Gesamtpaket dürfte den Sender mit Sicherheit über 10.000 gekostet haben."

7.08 Uhr: Die Spannung steigt - bei der deutschen Nationalelf und bei den Fans in der Heimat. Nach einem letzten Training bricht der Weltmeister nach Bordeaux auf. Ohne Furcht soll endlich bei einem großen Turnier Italien geschlagen werden. Das EM-Halbfinale lockt.

6.56 Uhr: Die Entscheidung fiel zwar erst im Elfmeterschießen, aber auch da zeigte sich Bayern-Neuzugang Renato Sanches cool und abgezockt. Der 18-Jährige spielte erstmals von Beginn an für Portugals Nationalmannschaft - und schrieb mit seinem Tor EM-Geschichte.

6.26 Uhr: Polens Kapitän Robert Lewandowski hat Unglücksrabe Jakub Blaszczykowski nach dem verlorenen Elfmeter-Krimi im EM-Viertelfinale gegen Portugal in Schutz genommen. "Wir haben als ganze Mannschaft verloren und nicht, weil einer einen Elfmeter verschossen hat. Das ist immer eine Lotterie im Elfmeterschießen", sagte der Angreifer des deutschen Rekordmeisters Bayern München nach dem K.o. gegen Cristiano Ronaldo und Co.

6.03 Uhr: Hallo und herzlich Willkommen im Live-Ticker zur EM 2016! Nach dem Elferkrimi gestern steht heute das zweite Viertelfinale der Europameisterschaft auf dem Programm: Wales und Belgien ermitteln den zweiten Halbfinalisten.

EM 2016: Vorbericht auf Freitag, 1. Juli 2016

Das erste Viertelfinale der EM 2016 zwischen Polen und Portugal bot vor allem eines: Spannung! Nach einem Blitzstart der Polen durch einen Treffer von Bayern-Stürmer Robert Lewandowski glichen die Portugiesen noch vor der Halbzeitpause durch Jungstar Renato Sanches aus. Danach fielen bis zum Elfmeterschießen keine Tore mehr. Im finalen Shootout behielten die Südeuropäer die Nerven und verwandelten alle fünf Elfer. Damit steht Portugal als erster Halbfinalist fest.

Den Gegner spielen am Freitag die Nationalteams von Wales und Belgien aus. Geht das walisische Märchen, angeführt von Superstar Gareth Bales, weiter oder setzt sich der Favorit aus Belgien mit seinen zahlreichen Topspielern durch? Um 21 Uhr wird das zweite Viertelfinale bei dieser EM angepfiffen! Wir haben vorab schon mal einen Faktencheck durchgeführt!

Hier können Sie unserem ausführlichen News-Ticker noch einmal die Ereignisse vom gestrigen Donnerstag nachlesen!

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