Köln stoppt Serie von Bayer: 56. Westderby endet 1:1

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Leverkusens Stefan Kießling köpft auf das Kölner Tor. Foto: Jonas Güttler

Über das 1:1 im Bundesliga-Westderby zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen war keiner der beiden Clubs enttäuscht. Für den Gastgeber war es ein wichtiger Punkt im Kampf um den Klassenverbleib. Leverkusen hat damit die Champions-League-Qualifikation sicher.

Köln (dpa) - Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler konnte gut mit dem 1:1 (0:0) im 56. Fußball-Westderby beim 1. FC Köln leben.

"Wir haben unser Ziel erreicht. Der vierte Champions-League-Platz ist uns nicht mehr zu nehmen und der dritte Rang möglich", sagte er gelassen, obwohl der Bundesliga-Werksclub nach zuvor sieben Siegen in Serie einen neuen Vereinsrekord verpasste. Die Gastgeber erkämpften sich durch den späten Ausgleich von Bard Finne (83.) noch einen wertvollen Punkt im Kampf um den Klassenverbleib. Vor 45 600 Zuschauern hatte Julian Brandt (60.) Bayer in Führung gebracht.

"Wir haben ein tolles Spiel gemacht und sind sehr zufrieden", resümierte Kölns Trainer Peter Stöger. "Nach einem 0:1 gegen Leverkusen weiß man, dass es schwer wird, noch ein Tor zu machen."

Die Kölner demonstrierten einmal mehr ihre defensive Stärke im RheinEnergieStadion und blieben zum achten Mal vor heimischer Kulisse ohne Niederlage. Geschickt machten die Gastgeber die Räume eng, attackierten konsequent im Mittelfeld und ließen so den Leverkusenern wenige Möglichkeiten, ihr Offensivspiel zu entwickeln. "Vor allem in der ersten Halbzeit war es nicht so brillant wie in den vergangenen Wochen", gab Völler ehrlich zu.

Seine Mannschaft hatte durch eine Standardsituation ihre erste große Chance: Eine Ecke vom Bayer-Spielmacher Hakan Calhanoglu landete bei Kyriakos Papadopoulos (8.), dessen wuchtiger Kopfball-Aufsetzer jedoch vom gut postierten FC-Keeper Timo Horn gefangen wurde. Bitter war, dass der Grieche in der 64. Minute ausgewechselt werden musste: Zum dritten Mal in dieser Saison hat er sich die Schulter ausgekugelt und wird voraussichtlich bis Saisonende ausfallen. "Das ist tragisch", meinte sein Coach Roger Schmidt.

Weitere Torszenen in der ersten Halbzeit blieben überschaubar. Die größte Möglichkeit für die Platzherren hatte vor dem Seitenwechsel Yuya Osako (29.), der nach einer herrlichen Hereingabe von Hector aus fünf Metern an Bayer-Schlussmann Bernd Leno scheiterte. Für Aufregung, Ärger und Frust sorgte kurz vor der Pause ein umstrittener Foulelfmeter. Kölns Innenverteidiger Dominic Maroh hatte Stefan Kießling im Strafraum zu Fall gebracht - die FC-Profis sahen das anders. Den Foulelfmeter schoss Calhanoglu (42.) jedoch so unpräzise, dass Kölns Torwart Horn ohne Mühe parieren konnte.

Munter und hektisch ging es nach der Pause weiter, wobei zunächst die Kölner mehr wagten und dem Führungstreffer näher waren. In der 51. Minute konnte Leno nach einer abgefälschten Flanke von Marcel Risse mit einer Glanzparade den Ball noch über die Latte bugsieren. Und sieben Minuten später traf erst Matthias Lehmann nach Vorarbeit von Anthony Ujah nur einen Gegenspieler. Kurz danach war Risse nach einem genialen Pass von Kevin Vogt allein vor dem Bayer-Tor, drosch aber aus gut zehn Metern weit vorbei.

Was den Kölnern nicht gelingen wollte, schaffte schließlich der eingewechselte Julian Brandt für die Gäste: Nach Zuspiel des agilen, aber glücklosen Karim Bellarabi fand er die Lücke in der FC-Abwehr und schoss aus 16 Metern das 1:0. In der 73. Minute hätte Kießling um ein Haar das 2:0 erzielt, doch sein Kopfball ging knapp am Pfosten vorbei. Die Kölner steckten aber nicht auf und sorgten mit einem fulminanten Schlussspurt für Begeisterung bei den Fans, die nach dem 1:1 keine Grenzen mehr kannte.

Die Spieldaten:

Ballbesitz in %: 48,8 - 51,2

Torschüsse: 14 - 9

gew. Zweikämpfe in %: 46,5 - 53,5

Fouls: 14 - 16

Ecken: 5 - 4

Quelle: optasports.com

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