HSV verpflichtet neuen Trainer

Handball-Trio auf Kurs Finalrunde

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Der THW Kiel dominiert die Liga.

Leipzig - Die einen wollen nach Köln, die anderen nach Berlin - doch eines eint die Handballer des THW Kiel sowie von MT Melsungen und des HSV Hamburg: Die Sehnsucht nach der Teilnahme an einem internationalen Finalturnier.

Der Coup ist geglückt: Unmittelbar vor dem Viertelfinale im EHF-Pokal hat der HSV Hamburg am Freitag seinen Wunschtrainer Michael Biegler verpflichtet. Der polnische Nationalcoach kommt zwar erst zur neuen Saison, doch das Ende der schier endlos scheinenden Trainersuche ist ein zusätzlicher Motivationsschub.

So können die Handball-Profis um Ex-Nationalspieler Pascal Hens nun mit neuem Elan im Hinspiel bei Eskilstuna Guif in Schweden an diesem Samstag antreten. Denn die Hamburger haben wie MT Melsungen kurzfristig nur ein Ziel: Das Finalturnier am 16./17. Mai in Berlin. Während die Melsunger auf dem Weg dorthin an diesem Samstag bei Skjern Handbold in Dänemark die Grundlage für den Einzug in die Endrunde legen wollen, sind die Füchse Berlin als Gastgeber bereits für das Halbfinale in der heimischen Max-Schmeling-Halle qualifiziert.

Für den THW Kiel geht es derweil darum, sein Abonnement für das Final4 in der Champions League zu verlängern. Der deutsche Meister möchte zum fünften Mal zum Turnier nach Köln. Dafür muss das Team von Trainer Alfred Gislason Pick Szeged ausschalten. „Wir haben den Titelverteidiger rausgeworfen, jetzt wollen wir auch die letzten beiden Schritte in Richtung Final4 in Köln machen“, kündigte Nationalspieler Patrick Wiencek vor dem Viertelfinal-Hinpiel am Sonntag in Ungarn an. Kiel hatte im Achtelfinale gegen Vorjahressieger SG Flensburg-Handewitt gewonnen, der EHF-Pokalsieger war überraschend zweimal gegen die Rhein-Neckar Löwen erfolgreich.

Während die Mannschaft des HSV Hamburg via Stockholm nach Eskilstuna reiste, machte Manager Christian Fitzek in Warschau die Verpflichtung von Biegler perfekt. Vom 1. Juli an wird der 54-Jährige in Doppelfunktion den Champions League-Sieger von 2013 und die polnische Nationalmannschaft betreuen. „Ich möchte die polnischen Fans beruhigen: Die polnische Nationalmannschaft und die EM 2016 sind meine absolute Priorität. Die Zusammenarbeit mit der polnischen Mannschaft und diesen großen Spielern ist eine große Ehre“, sagte Biegler bei der Vertragsunterzeichnung.

Er hatte die Polen bei der WM zu Jahresbeginn in Katar überraschend zum dritten Platz geführt und soll nun bei der Heim-EM im kommenden Januar erneut mindestens eine Medaille gewinnen. „Der Trainer wird in Hamburg arbeiten, aber es sind genaue Regeln vereinbart, damit der Trainer die Arbeit in der Nationalmannschaft und im Verein kombinieren kann“, erklärte Fitzek.

Beim EHF-Cup-Neuling Melsungen war unterdessen das Augenmerk allein auf das Viertelfinale gerichtet. „Das Final Four ist unser ganz großes Ziel. Vor kurzem war das nur ein Wunsch. Aber jetzt stehen wir kurz davor und warum sollen wir das nicht schaffen? Es ist ein 50:50-Spiel und sehr wichtig für uns“, erklärte Trainer Michael Roth. Für dieses Ziel hat er sich Hilfe vom Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson geholt, dessen Team in der Gruppenphase gegen Skjern gespielt hat. „Wir haben miteinander gesprochen. Er hat mir Videomaterial gegeben“, berichtete Roth.

dpa

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