Streit um Doping-Tests

Klitschko und Pulew schon in Hochform

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Wladimir Klitschko.

Hamburg - Hitzige Duelle vor dem ersten Gongschlag: Box-Champion Wladimir Klitschko und sein Herausforderer Kubrat Pulew liefern sich schon gut zwei Monate vor ihrem WM-Kampf im Schwergewicht heftige Wortgefechte.

Klitschko legte im Streit um Dopingkontrollen im Training nach. „Seinen Vorwurf, ich sei kein korrekter Mensch, weise ich entschieden zurück. Ich halte mich immer an die Regeln“, sagte der Schwergewichts-Champion in Hamburg.

Pulew hatte zuvor kritisiert, dass er im Gegensatz zum Ukrainer während des Trainings regelmäßig auf Doping kontrolliert werde. „Die Gesetze müssten vor so einem Fight für alle Kämpfer gleich sein. Das sind sie aber nicht“, sagte der Bulgare und provozierte Klitschko: „Wenn Du nicht die Kontrollen hast, wie ich, bist du kein korrekter Mensch.“

Da Klitschkos Management die Rechte an dem WM-Kampf ersteigert hat, unterliegt der Fight den Regeln des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB), der aus finanziellen Gründen auf Trainingskontrollen verzichtet. Der Sauerland-Stall indes, zu dem Pulew gehört, testet seine Spitzenboxer regelmäßig - auch weil es der TV-Partner ARD so wünscht.

„Pulews Management hätte den Kampf ja auch ersteigern können. Dann hätten wir jetzt andere Regeln“, wetterte Klitschkos Manager Bernd Bönte. Die Vermarktungsfirma des Ukrainers hatte die Rechte an dem Kampf für 5,35 Millionen Euro gesichert. Kontrahent Sauerland hatte lediglich 3,9 Millionen Euro geboten.

„Unser System hat sich bewährt. Wir nehmen nach dem Kampf Urinproben, testen aber während des Trainings nicht“, sagte BDB-Präsident Thomas Pütz. Bönte wetterte weiter. „Es gibt doch vor jedem Kampf mit Sauerland diese Dopingdebatten“, meinte der Manager.

Sportlich hält Mehrfach-Champion Klitschko durchaus große Stücke auf Pulew. „Er ist der beste Schwergewichtsboxer hinter dem Champion“, sagte der 38-Jährige, dessen Fights zuletzt wegen seiner Dominanz deutlich an Spannung eingebüßt hatten. Pulew erklärte, dass er sich in guter Form befinde und drei Monate vor einem Kampf seinen kompletten Tagesablauf protokollieren würde. „Auch wenn ich mit einer Frau essen gehe, muss ich das aufschreiben“, sagte der Bulgare.

Pulew steigt Anfang September in Hamburg als IBF-Pflichtherausforderer in den Ring und will Klitschko zudem die WM-Titel der WBA und WBO entreißen. Der 33-Jährige ist in 20 Profikämpfen noch unbesiegt. Klitschkos Bilanz steht bei 62 Siegen, davon 52 vorzeitig, und drei Niederlagen.

SID

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