Deutsche Meisterschaft im Eisschnelllauf

Eisschnelllauf-Elite trifft sich in Inzell

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Moritz Geisreiter und Hubert Hirschbichler sind guter Dinge zur Deutschen Meisterschaft.

Inzell - Die gesamte nationale Eisschnelllauf-Elite wird sich am Wochenende bei den deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften in der Inzeller Max Aicher Arena ein Stelldichein geben. Die Lokalmatadore sind bereit.

Für viele der Starter geht es darum, einen Startplatz für den ersten Weltcupblock zu ergattern. Gefordert sind auch die heimischen Kadersportler. Deren Trainer Danny Leger gibt sich zuversichtlich, er hat im Vorfeld von einer guten Form seiner Athleten gesprochen. „Alle haben eine gute Vorbereitung gemacht und sind besser in Form um diese Zeit, als die Jahre zuvor. Natürlich werden die Karten aber erst am Wochenende auf den Tisch kommen“, so Leger. Vor allem die Leistungen von Gabi Hirschbichler stimmen den Trainer optimistisch. „Sie ist besser drauf als zum Beispiel in der olympischen Saison.“ Woher die Form kommt, kann sich die 31-jährige nicht so recht erklären. „Vielleicht liegt es an der Qualität des Trainings, auf alle Fälle bin ich technisch stabiler.“ Angesprochen auf ihr Alter meint sie lächelnd: „Ich sehe manche Dinge gelassener und nehme viele Sachen anders wahr.“ Ihr Saisonziel ist klar definiert, die Qualifikation für den Weltcup. Dort in der A-Gruppe bleiben und die eine oder andere Top-15-Platzierung erreichen. „Wenn bei der "Deutschen" ein Titel rausspringt, hätte ich auch nichts dagegen. Die Form und die Zeiten im Vorfeld sorgen für Ruhe und Selbstvertrauen“, so Hirschbichler.

Roxanne Dufter vom Verband unter Druck

Einiges erwartet Leger aber auch von Roxanne Dufter. Nach einer langen Leidenszeit mit Verletzungen und Krankheiten ist die 23-jährige vom Langstrecken- in den Mittelstreckenbereich gewechselt. „Das scheint ihr gut bekommen zu sein“, meint Leger. Auch Roxanne Dufter sieht das ähnlich. Immerhin hat sie im Vorfeld einige persönliche Bestzeiten abgeliefert. „Natürlich ist noch einiges zu verbessern“, räumt sie ein. Schließlich hat sie für die Meisterschaften einige Auflagen vom Verband bekommen um ihren Kaderstatus zu erhalten. Sie muss über 1.500- und 3.000 Meter gewisse Zeiten erfüllen. „Es ist eine Herausforderung, aber machbar“, ist sie sich sicher. Nach diesem Schritt will sich Dufter für den Weltcup qualifizieren, vor allem der Heimweltcup Anfang Dezember ist ihr großes Ziel. Lange Zeit ist in der Inzeller Gruppe Langstreckler Moritz Geisreiter das Sorgenkind gewesen. Mittlerweile hat er seine langwierige Verletzung überwunden. „Er ist auf einen guten Weg. Ihm fehlen zwar die Wettkämpfe und ein paar Trainingskilometer, trotzdem wollen wir diese Saison zumindest in die erweiterte Weltspitze“, so Leger. Wann er wieder sein Level vor der Verletzung erreichen wird, lässt der Trainer offen. Bei den deutschen Meisterschaften werden Patrick Beckert und Jonas Pflug seine schärfsten Konkurrenten sein. „Ein Podium muss drinnen sein“, so die Vorgabe von Leger. Moritz Geisreiter selbst hat sich für diese Saison mehr vorgenommen als sein Trainer vorgibt. „Ich möchte an meine alten Zeiten so schnell wie möglich wieder herankommen.

Wettkampftyp Joel Dufter

Das wäre gewaltig, wenn mir das gelingen würde. Aber, ich glaube fest daran“, gibt sich der 27-jährige zuversichtlich. Trotzdem will Geisreiter nichts überstürzen. „So eine Runde unter 30 Sekunden musst du im Training erst ein paarmal laufen, bis es sich im Wettkampf einigermaßen entspannt anfühlt“, erklärt der Sportler die aktuelle Lage. Darum wird er die ersten Saisonrennen auch nicht so gestalten, dass es ihn am Ende "zerreißt". „Ich will versuchen gleichmäßig zu laufen und mich im Verlauf der Saison immer mehr zu steigern.“ Steigern will sich auch Hubert Hirschbichler. Der 24-jährige ist in der Vorbereitung nach eigenen Worten gut durchgekommen. „Was bei den Meisterschaften rauskommt? Ich lass mich überraschen“, gibt er sich bedeckt. „Freilich will ich mich für den Weltcup qualifizieren, dafür gebe ich mein Bestes“, fügt er hinzu. Der Weltcup ist auch Ziel für den jüngsten in der Gruppe, Joel Dufter. „Ich werde am Wochenende alles abrufen“, verspricht der 20-jährige. Vorrangig will er über die 1.000 Meter versuchen sich für den Weltcup zu qualifizieren. Am Start ist er aber auch über die 500- und 1.500 Meter. Nervös ist er deswegen nicht. „Ich habe immer eine leichte Spannung vor dem Start, mehr nicht. Ich bin halt ein richtiger Wettkampftyp“, meint er lächelnd.

Deutsche Einzelstrecken-Meisterschaften in der Max Aicher Arena: Samstag, den 31. Oktober um 13 Uhr; Sonntag, den 01. November um 10 Uhr

SJH

Quelle: rosenheim24.de

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