1. Tischtennis-Bundesliga

Kolbermoorer Damen werden deutscher Vize-Meister

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Kolbermoor/Essen - Mit 6:2-Sieg konnten die Kolbermoorerinnen vom SV DJK bei ihrem Gastspiel bei TUSEM Essen den zweiten Tabellenplatz sichern. 

Doch der augenscheinlich deutliche Erfolg spiegelte in keiner Weise den wahren Verlauf wider. Vom ersten Aufschlag an herrschte zwischen dem TUSEM Essen und dem SV DJK Kolbermoor die erwartete Spannung. Nadine Bollmeier/Su Yan ließen bei TUSEM-Teammanager Klaus Ohm nach einem 10:12, 11:6, 11:9, 5:1 den Optimismus sprießen. Denn zumindest ein 1:1 in den Doppeln wäre so wichtig gewesen. Doch Wenling Tan-Monfardini/Bernadett Balint waren es, die sich nach dem 12:10, 12:10 herzlich umarmten. „Die Zwei stellten sich nach dem Rückstand taktisch hervorragend um“, sagte SV DJK-Coach Nicole Hollo-Vaugham. 

Sabine Winter/Kristin Silbereisen hatten gegen Barbora Balazova/Alena Lemmer kein leichtes Spiel, aber nach dem 11:7, 11:9, 7:11, 11:8 war das 2:0 für den Favoriten unter Dach und Fach. 

Ein paar Tage sind seit der gemeinsamen Mädchen-Europameisterschaft im Doppel 2010 schon vergangen, inzwischen standen sich Balazova und Winter schon des Öfteren als Konkurrentinnen gegenüber. Und auch diesmal schenkten sich die Beiden beim 11:13, 13:15, 11:9, 11:5, 7:11 nichts. Die Fans sahen Sport auf einem sehr hohen Level, dem sich am Nebentisch Bollmeier und Silbereisen anschlossen. Nach einem 11:8, 5:11, 12:10 waren die Chancen wie im Doppel aussichtsreich, doch die Deutsche Meisterin wendete das Blatt zum 11:7, 11:3. Der TUSEM geriet nach drei Fünf-Satz-Niederlagen zu einem aussichtslosen 0:4 ins Hintertreffen. 

„Bis auf das problemlose 3:0 von Kristin zum Abschluss gegen Barbora waren es alles sehr gute, enge Spiele. Alle kennen sich natürlich aus dem Effeff, und Nadine wusste bei ihrem zweiten Einzel gegen Sabine genau wo der Ball landete. Nadine agierte ausgesprochen stark und verdiente sich den Sieg“, kommentierte Hollo-Vaugham. Doch der Hoffnungsfunke kam zu spät. Su Yan markierte auf Seiten der Gastgeberinnen ein 3:1 gegen Balint. In dieser entscheidenden Phase scheiterte Lemmer nach einer 2:0-Satzführung gegen Tan-Monfardini noch mit 12:14, 8:11, 7:11.

 „Wenling klaute ihrer jungen Konkurrentin den dritten Satz und fand danach immer besser ihren Rhythmus. Das war der zweite Knackpunkt für uns. Sabine und Bernadett sind nicht ganz zufrieden, aber als Team sind wir das selbstverständlich. Wir übernachten auf halber Strecke Richtung Busenbach, denn morgen geht es beim TV weiter“, berichtete Hollo-Vaugham. 

„Die Niederlage im Doppel von Nadine und Yan war der Anfang vom Ende. Auch sonst stand die Begegnung unter keinem guten Stern, da auch noch unser Live-Ticker ausfiel, wir so viele knappe Sätze in der Verlängerung abgaben. Absolut ein Spiel auf Augenhöhe, das man am Ergebnis leider nicht erkennt. Das Glück hatte der Tüchtigere gepachtet. Uns fehlte einfach das berühmte Quäntchen, denn auch Alena spielte nicht etwa schlecht. Auch der tolle Sieg von Nadine tröstet uns letztendlich wenig. Aber die Zuschauer bekamen zumindest ein sehr, sehr hohes Niveau geboten. Und ganz schwarz müssen wir in Sachen dritter Tabellenplatz noch nicht malen. Wir haben ihn noch selber in der Hand“, meinte Ohm.

Presse-Information der 1. Tischtennis-Bundesliga der Damen


Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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