Heribert Haimerl beim sechsten Histo-Cup am Slovakia Ring

"Mein größter Vorteil war meine Routine"

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Rosenheim/Slowenien - Heribert Haimerl festigte am Wochenende auf dem Slovakia Ring seine zweite Position in der Gesamtwertung der BMW 325 Challenge des Histo-Cup. Eine andere Position legte er dagegen nieder: die des Fahrersprechers.

Beim sechsten Lauf des Histo-Cup am Slovakia Ring in Slowenien ging es heiß her. Diesmal allerdings nicht wegen der Temperaturen, die dort bei Rennen schon über 40 Grad geklettert waren. Im Gegenteil, der Himmel zeigte sich leicht bewölkt, die Temperaturen gemäßigt – perfekte Bedingungen bereits bei den Qualifyings am Samstagvormittag. Bedingungen, die Heribert Haimerl vom Team Avia Racing nutzte, um sich für das erste Rennen auf Startposition sieben, für das zweite auf Position fünf zu platzieren.

Und um Rookie Leon Unger die richtige Linie zu zeigen, denn „das gehört zur Fairness im Rennsport dazu“, sagt er. Schließlich ist der Slovakia Ring nicht nur eine der längsten Rennstrecken Europas (5,922 km), sondern durch seine technisch anspruchsvolle Konstruktion, unter anderem mit vier künstlich errichteten Erhöhungen (Horizonte), auch eine der schwersten.

Die Temperaturen stiegen diesmal erst gegen Samstagabend – und zwar die der Fahrergemüter. In der Fahrerbesprechung wurde nämlich festgestellt, dass die technischen Vorgaben mitten unter der Saison geändert worden waren. Ein unübliches Vorgehen, das den Unmut der Fahrer hervorrief und in einem Protest gegen ein Fahrzeug gipfelte. Diesem wurde jedoch mit Hinweis auf die neuen „technischen Ergänzungen“, die bis dato keinem Fahrer bekannt gewesen waren, aber die das betreffende Bauteil „legalisierten“, nicht stattgegeben.

Umstände, die Heribert Haimerl dazu bewogen, sein Amt als Fahrersprecher niederzulegen. „Ich habe mich für das Vertrauen meiner Kollegen bedankt, aber unter gegebenen Umständen musste ich so handeln. Ich war wirklich berührt, dass mir so viele ihre Loyalität gezeigt haben“, so Haimerl, der sich von den organisatorischen Unruhen jedoch nicht vom Sport ablenken ließ.

Im ersten Rennen der BMW 325 Challenge fuhr er von Platz sieben auf Platz zwei nach vorn und gewann die Silberfuchswertung (Fahrer +50). Im zweiten Rennen schaffte er es von Platz fünf auf Platz drei, wurde aber wie Platz zwei gewertet, da vor ihm ein Gastfahrer platziert war. Das bedeutet: zwei Rennen vor Challenge-Ende Gesamtrang zwei hinter Gottfried Pilz – und die Chance auf den dritten Vizemeister-Titel in Folge.

„Mein größter Vorteil in beiden Rennen war meine Routine. Nur dadurch konnte ich die erst überholte Konkurrenz hinter mir halten“, resümierte Heribert Haimerl nach dem Wochenende am Slovakia Ring. Hinter eine Saison 2017 im Histo-Cup Austria setzt der erfahrene Pilot allerdings momentan ein großes Fragezeichen.

avia racing

Quelle: rosenheim24.de

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