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Sherlock: „The Final Problem“ - die letzte Folge heute in der BBC

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Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch, l.) und John Watson (Martin Freeman): Das Spiel geht weiter.

London - Ist es noch ein Spiel? Zwei Folgen der neuen „Sherlock“-Staffel waren bereits zu sehen, heute läuft mit „The Final Problem“ schon wieder die letzte. Die lässt allerdings Großes erahnen.

„Did you miss me?“ - „Hast du mich vermisst?“: Das fragte nicht nur Sherlocks Erzfeind Moriarty am Ende der dritten Staffel von „Sherlock“. Um diesen Satz dreht sich auch die aktuelle vierte Staffel rund um den berühmtesten Meisterdetektiv Großbritanniens, die derzeit in der BBC zu sehen ist. „The Six Thatchers“ („Die sechs Thatchers“) und „The Lying Detective“ („Der lügende Detektiv“) wurden bereits ausgestrahlt, heute ist es schon wieder Zeit für die finale Folge. Leider.

Sherlock Staffel 4: Ist Moriarty im Trailer zu sehen?

Passend dazu heißt die Folge „The Final Problem“ („Das letzte Problem“) und erinnert schon vom Titel her an Moriarty - und damit an die Frage, ob und vor allem wie Sherlocks Erzfeind noch einmal auftaucht. Denn darum drehte sich nicht nur die letzte Folge der dritten Staffel, sondern auch die Zwischenepisode „Die Braut des Grauens“. „Sherlock“-Fans weltweit hatten immer wieder spekuliert, ob Moriarty seinen eigenen Tod vielleicht auch nur vorgetäuscht hat, so wie Sherlock das bereits tat. Die Serienmacher jedenfalls spielen genau mit diesem Gedanken im offiziellen Trailer zur vierten Staffel: Etwa bei Minute 1:07 ist ein Mann von hinten zu sehen, der tatsächlich Moriarty (Andrew Scott) sein könnte (Trailer siehe weiter unten).

Ob Sherlocks Nemesis nun dabei ist oder nicht - es gab auf jeden Fall schon einen neuen Bösewicht, der Culverton Smith heißt und in „The Lying Detective“ zu sehen war. Kurzer Rückblick: Charles Augustus Magnussen (Lars Mikkelsen), seines Zeichens Bösewicht in „Sein letzter Schwur“, wurde am Ende von Sherlock erschossen. Danach sollte Sherlock eigentlich ins Exil gehen, um einer Verurteilung wegen Mordes zu entkommen. Doch er saß keine Minute im Flugzeug, als ihn sein Bruder Mycroft (Mark Gatiss) wieder zurück holte mit dem Satz: „England braucht dich.“ 

Culverton Smith (Toby Jones) scheint also Schlimmes vorzuhaben mit dem Vereinigten Königreich - mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Das Spoilern überlassen wir lieber Steven Moffatt, der zusammen mit Mark Gatiss die Serie „Sherlock“ erfunden hat: „Er ist komplett anders. Es ist einfach ein komplett anderer Charakter. Jones' Figur ist der düsterste Bösewicht, den wir je hatten.“

Neben den immer tiefgründigen und ausgeklügelten Fällen geht es in der Serie auch um die Menschen rund um den Meisterdetektiv. Er kann nicht ohne sie, aber oft auch nicht mit ihnen. Sein Kompagnon John Watson hat in der vergangenen Staffel Mary geheiratet und diesmal werden die beiden zum ersten Mal Eltern. Die BBC ließ bereits durchklingen, dass sie sich danach voneinander entfernen. Seltsamer Zufall: Die Schauspieler, die die Watsons spielen, Martin Freeman und Amanda Abbington, sind auch im wahren Leben verheiratet. Kurz vor den Dreharbeiten aber haben sie sich getrennt, wie kürzlich bekannt wurde.

Sherlock Staffel 4: „Das Ende einer Ära“ sagt Cumberbatch

Eigentlich wollen „Sherlock“-Fans dieses Bild in Zukunft noch häufiger sehen...

Die allerwichtigste Frage ist allerdings auch diesmal: Ist die vierte Staffel die letzte von „Sherlock“? Tatsächlich spricht vieles dafür. Benedict Cumberbatch und Martin Freeman sind mit anderen Filmprojekten mittlerweile so beschäftigt, dass sie für die Serie immer weniger Zeit haben. Cumberbatch sagte der britischen GQ: „Es könnte das Ende einer Ära sein. Es fühlt sich so an. In Staffel vier gehen wir so weit, dass es schwer sein wird, daran anzuknüpfen. Aber wir sagen niemals nie.“ Ob die „Sherlock“-Macher aber tatsächlich so weit gehen und Schluss machen, ist bislang noch nicht klar.

Sollte es so kommen, dürfen Fans wohl auch mit keinem überragenden Cliffhanger am Ende der Staffel rechnen. Denn auch davon lebt die britische Serie - allein das Ende von „Der Reichenbachfall“ hat „Sherlock“-Fans weltweit zwei Jahre lang spekulieren lassen, wie der Detektiv es schaffte, seinen eigenen Tod vorzutäuschen. Keine der Theorien reichte tatsächlich an das heran, was sich die Serienmacher Moffat und Gatiss ausgedacht haben.

Moffat klingt auch optimistischer als Cumberbatch, was die Zukunft seiner Serie anbelangt: "Eigentlich wäre ich schon etwas überrascht, wenn das jetzt die letzte Staffel wäre. Es könnte allerdings durchaus sein. Wir haben eben zwei Filmstars mit an Bord. Die Jungs brauchen die Rollen in Sherlock schon lange nicht mehr. Sie drehen die Serie nur, weil sie es wollen." In einem Gespräch mit „The Radio Times“, machte Steven Moffat den Fans sogar Hoffnung auf eine fünfte Staffel. „Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir nicht genau, wie es in Zukunft weiter geht. Gebt uns einen Moment und Mark und ich werden zu Arhur Conan Doyle zurückkehren und sehen, was wir verpasst haben. Das Spiel könnte noch nicht vorbei sein."

Sherlock Staffel 4: Wer ist Sherrinford Holmes?

Eine weitere große Frage ist: Taucht in der vierten Staffel ein weiterer Holmes-Bruder neben Sherlock und Mycroft auf? Mycroft erwähnt ihn kurz in „Sein letzter Schwur“ und ein Bild, das auf Twitter kursiert, lässt erahnen, dass „Sherlock“-Fans diesen nun kennenlernen werden:

Der Charakter Sherrinford Holmes wurde zwar nicht von Arthur Conan Doyle erfunden, es gibt ihn aber in einer fiktiven Biographie über den Meisterdetektiv von Wlliam S. Baring-Gould. Als ältester Holmes-Bruder soll er das Familienerbe verwalten. Am Ende von „The Lying Detective“ gaben die „Sherlock“-Macher schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf Sherrinford, den die meisten Fans mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht erwartet haben.

Denn Moffat und Gatiss sind wahre Meister des Geschichtenerzählens und so verspricht auch die vierte Staffel wieder eine überragende zu werden - so viel kann man nach zwei Episoden getrost sagen. Nach der ersten Folge wurden zwar einige kritische Stimmen laut. Für viele war „The Six Thatchers“ nicht mehr der klassische „Sherlock“, sondern erinnerte eher an James-Bond-Filme mit dem Fokus auf Action und weniger auf den grandiosen Fällen. Doch „The Lying Detective“ entschädigte für alles, was in der ersten Folge vielleicht nicht so gut funktioniert hat: Es war „Sherlock“ in Höchstform.

Mehr wollen wir an dieser Stelle aber gar nicht verraten, denn einen Fall haben Sherlock Holmes und John Watson ja noch vor sich. Und in diesem werden vor allem noch einmal die grandiosen Schauspieler überzeugen: Keiner kann Arroganz so gut verkörpern wie Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes. Das funktioniert sensationell im Zusammenspiel mit Martin Freeman als Doctor Watson, der von dieser Arroganz ebenso angezogen wie abgestoßen ist - und dem es damit genauso geht wie den „Sherlock“-Fans.

„Geister der Vergangenheit schleichen sich in die Leben von Sherlock Holmes und John Watson und haben Abenteuer, Romantik und Terror im Gepäck“, verrieten die Serienmacher vor dem Start der vierten Staffel. „Die Geschichte geht weiter und erreicht bald ihren Höhepunkt.“ Am kommenden Sonntag, 15. Januar, wird es soweit sein.

Hier sehen Sie den offiziellen Trailer zur vierten Staffel:

Sherlock Staffel 4 heute in der BBC, bei iTunes und im Live-Stream

„The Final Problem“ läuft heute, am Sonntag, 15. Januar, um 22 Uhr unserer Zeit in der BBC. Wie auch schon „The Six Thatchers“ und „The Lying Detective“ wird auch die letzte Folge derzeit nur britischen Fernsehen ausgestrahlt.

Wenn Sie sich nun fragen, ob Sie die BBC überhaupt in Deutschland empfangen können, lautet die Antwort: ja. So geht‘s: Alle Sendungen, die der britische Sender ausstrahlt, sind kurze Zeit später bereits bei iTunes verfügbar, der Staffelpass kostet 13,99 Euro. Falls Sie unterwegs sind, ist auch das kein Problem: Mit der App BBC iPlayer haben Sie „Sherlock“ überall dabei. Einen BBC-Stream empfangen Sie außerdem über die Seite Filmon.com - dort können Sie kostenlos und legal das Programm aus Groß-Britannien anschauen.

Sherlock Staffel 4 im deutschen Fernsehen

Wer es noch ein bisschen aushalten und lieber bis zur deutschen Übersetzung der drei neuen Fälle warten möchte, muss sich bis ins zweite Quartal 2017 gedulden: Dann will die ARD die Folgen der britischen Serie ausstrahlen.

pak

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