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Haus und Garten: Fit für Frost und Kälte

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Landkreis - Kaum sind die letzten Spätsommertage vorbei, tauchen in den Wetterprognosen erste Frostwarnungen auf. Ein plötzlicher Nachtfrost kann für Haus und Garten unangenehme Folgen haben.

Wer platzende Wasserleitungen und erfrorene Sträucher vermeiden will, sollte frühzeitig ein paar vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Rolf Mertens, Versicherungsexperte der ERGO, gibt wichtige Tipps für Hausbewohner und Gartenbesitzer.

Frostgefahr für Leitungen 

Auch wenn Oktober und November immer für überraschend warme Tage gut sind: Frost und Kälte können jetzt jederzeit kommen. Wer dann nicht vorgesorgt hat, muss unter Umständen mit teuren Konsequenzen rechnen. Laut GDV hatten 2014 Leitungswasserschäden Kosten von durchschnittlich 2.000 Euro zur Folge. Im schlimmsten Fall führt Frost zu geplatzten Heizungsrohren, Wärmepumpen und Heizkörpern sowie gesprengten Wasserleitungen. „Viele Hausbewohner unterschätzen die Folgen einer länger andauernden Frostperiode“, warnt Rolf Mertens, Versicherungsexperte von ERGO. Besonders gefährdet sind Leitungen in Außenwänden – aber ebenso Rohre in nicht permanent genutzten Räumen. Dazu zählen Bade-, Schlaf- oder Gästezimmer. Da Wasser beim Gefrieren sein Volumen um etwa zehn Prozent vergrößert, kann der erhöhte Druck die Leitungen sprengen. Taut das Wasser bei zunehmenden Temperaturen wieder auf, dringt es in das Mauerwerk ein und kann große Schäden verursachen. 

Schutzmaßnahmen gegen Frostschäden 

Der beste Schutz gegen Frostschäden ist ein konstantes Heizen aller Wohnräume. Für wenig benutzte Zimmer wie Abstell- oder Kellerräume empfiehlt der ERGO Experte eine Raumtemperatur von mindestens 17 Grad. Daher ist es ratsam, alle Heizkörper im Haus zu kontrollieren. Wenn sie nicht warm werden, müssen die Bewohner die Rohre entlüften. Wer einen längeren Winterurlaub plant, sollte vor der Abreise alle Wasser- und Heizungsrohre entleeren und den Zufluss abdrehen. Dafür müssen die Bewohner die Absperrvorrichtungen in den Zuleitungen schließen und das Wasser an der tiefsten Stelle ablassen. Und nicht vergessen: Auch die Leitungen im Außenbereich sowie die Armaturen entleeren und das Wasser abstellen. 

Garten: Pflanzen und Gerätschaften winterfest machen 

Auch wenn die Gartensaison im Herbst endet, haben Hobbygärtner jetzt noch einiges zu tun. Sonst richten Kälte und Frost teure Schäden an. So sollten beispielsweise Staudenpflanzen wie Rosen um den Stamm einen Schutz aus Kompost oder Mulch erhalten. Ein Rückschnitt ist bei Winterbeginn nicht unbedingt notwendig, Gartenbesitzer können die meisten Pflanzen bis in das Frühjahr hinein stutzen. Wichtig ist es jedoch, höhere Sträucher und Kletterpflanzen gut vor Herbststürmen zu schützen und fest an Klettergerüsten oder Zäunen zu befestigen. Wer seine Topfpflanzen vor kalten Nächten schützen möchte, stellt sie an die windgeschützte Hauswand und wickelt die Gewächse zusätzlich in Vlies, Jutesäcke oder Luftpolsterfolie ein. Empfindliche Exemplare verbringen den Winter besser im Haus. 

Bei verschlossenen Umhüllungen wie Luftpolsterfolie ist allerdings Vorsicht geboten: Denn die Luft darunter kann sich bei Sonnenschein erwärmen und Kondenswasser bilden. Diesen Temperaturunterschied vertragen zahlreiche Pflanzen nicht. „Doch nicht nur die Pflanzen, auch die Gartengeräte wie beispielsweise Rasenmäher, Scheren und Spaten brauchen Schutz vor Feuchtigkeit und Kälte“, ergänzt Rolf Mertens. Sie sollten daher die Wintermonate gesäubert an einem trockenen Ort verbringen. Um Rost zu vermeiden, hilft es, vorher die Geräte mit Öl einzureiben. Damit sich im Frühjahr die Akkus von kabellosen Gartengeräten wie etwa einem Rasenroboter vor dem ersten Rasenschnitt wieder problemlos aufladen lassen, empfiehlt der ERGO Experte, die Akkus einmal zu laden und anschließend separat aufzubewahren. Damit vermeiden Gartenbesitzer eine Tiefenentladung.

Pressemitteilung ERGO Versicherung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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