Abwasser wird ab Januar teurer

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Haag - Die Haager Bürger müssen ab Januar tiefer in die eigene Tasche greifen: Der Gemeinderat hat jetzt höhere Abwassergebühren beschlossen.

Der Gemeinderat regelte in einer ersten Änderung die Gebühren für die Entwässerungssatzung neu. Ab Januar 2012 belaufen sich in Haag die Kosten für einen Kubikmeter Abwasser auf 1,82 Euro.

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In Anlehnung an eine Mustersatzung des Innenministeriums erfolgte die Neufassung der Beiträge und Gebühren zur Entwässerungssatzung. Kämmerer Manfred Mörwald erläuterte vorweg die Gebührenkalkulation für den Zeitraum von 2012 bis 2015. Die Änderung war durch eine Berichtigung der Übertragung der Unterdeckung aus dem Vorkalkulationszeitraum und durch die Berücksichtigung eines Starkverschmutzerzuschlags für das Jahr 2011 bedingt.

"Zur Rechtssicherheit", so Mörwald, solle der Gemeinderat die Satzung neu beschließen. Nach der vorliegenden Kalkulation berechnete er die Einleitungsgebühr auf 1,82 Euro pro Kubikmeter. Für industrielle Einleitungen vereinbarte man einen Starkverschmutzerzuschlag. Dabei wurde das Defizit des Kalkulationszeitraums von 2008 bis 2011 miteinberechnet.

Neu kam mit Paragraf 5 hinzu, dass Kellergeschosse mit der vollen Fläche herangezogen werden. Die meisten Änderungen fielen bei Paragraf 10 an. Dazu zählt die Definition der Abwassermenge als "die dem Grundstück aus der Wasserversorgungseinrichtung und aus der Eigengewinnungsanlage zugeführten Wassermengen abzüglich der nachweislich auf dem Grundstück verbrauchten oder zurückgehaltenen Wassermengen". Diese Wassermengen werden in der Regel durch geeichte Wasserzähler ermittelt. Sie sind von der Gemeinde aber zu schätzen, wenn kein Wasserzähler vorhanden ist, das Ablesen nicht möglich war oder sich konkrete Anhaltspunkte ergeben, dass der Wasserzähler nicht den wirklichen Verbrauch angibt. Zurückgehaltene Wassermengen muss der Kunde nachweisen. In der Landwirtschaft gilt für jedes Großvieh eine Wassermenge von 20 Kubikmeter im Jahr. Der Berechnung wird die Anzahl der Tiere des Vorjahres zugrunde gelegt.

Der Gemeinde bleibt vorbehalten, Gebührenzuschläge oder Sondervereinbarungen zu erheben. Grundstückseigentümer, die nicht berechtigt sind, Niederschlagswasser in die Entwässerungsanlage einzuleiten und diese auf dem Grundstück versickern, bekommen auf die Einleitungsgebühr eine Ermäßigung von zehn Prozent (Paragraf 10 Abs. 5).

In der knappen Diskussion wurden die Verbundwasserzähler angesprochen, die beispielsweise am Krankenhaus und an der Realschule angebracht sind. Die Kosten für die Zähler belaufen sich auf 900 Euro. Der Sonderanschluss für Bauherren kostete bisher 50 Euro. Das erschien Dr.Wolfgang Weißmüller (PWG) und Stefan Högenauer (CSU) als zu günstig. Die Räte sollten bedenken, dass "zwei Mann des Wasserwerks dazu zweimal unterwegs" seien, um anzuschließen und abzuschließen. Dagegen warf Thomas Sax (CSU) ein, dass der Verbraucher, der ein Haus baue, nachher wieder genug in die Gemeindekasse einzahle: "Viele Tropfen machen das Fass voll." Der folgende Kompromissvorschlag von 100 Euro wurde dann von der Mehrheit mit drei Gegenstimmen angenommen.

xy/Wasserburger Zeitung

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © pa

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