Knoblauch: Landtag statt Bürgermeister-Amt

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Landkreis - Für den Sozialdemokraten Günter Knoblauch scheint es schon sicher, dass er in den Landtag einziehen wird. Doch was passiert dann mit dem Bürgermeister-Amt in Mühldorf?

Nach der Auszählung der Stimmen liegt Günter Knoblauch derzeit auf dem Listenplatz 16. Allerdings hat die SPD in Oberbayern nur 15 Mandate über die Liste zu verteilen. Dadurch würde Mühldorfs Bürgermeister eigentlich den Einzug in den Landtag nur um Haaresbreite verpassen - wäre da nicht der "Ude-Effekt". Denn Münchens Bürgermeister und SPD-Spitzenkandidat Christian Ude hat bereits angekündigt, dass er sein Mandat nicht annehmen werde, wenn er nicht Ministerpräsident wird. Dadurch könnte Günter Knoblauch auf den 15. und somit letzten freien SPD-Platz rutschen - und wäre somit im Bayerischen Landtag. Er selbst ist fest davon überzeugt, dass es so laufen wird. "Ich habe heute bereits die ersten Termine zum Thema Landtag", so Knoblauch.

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Sollte es dazu kommen, wäre die Taktik mit dem Kandidaten-Tausch der heimischen SPD voll aufgegangen. "Ich wusste vorher, dass ich nur eine Chance habe in den Landtag zu kommen, wenn ich im Landkreis Altötting als Direktkandidat antrete." So konnte Knoblauch, obwohl er eigentlich aus dem Landkreis Mühldorf kommt, in Altötting die Erststimmen für sich gewinnen und dank des Heimvorteils in Mühldorf dort die Zweitstimmen einsammeln. "Nur so war es möglich."

Doch was passiert nun mit dem Bürgermeister-Amt in Mühldorf, wenn Knoblauch im Landtag sitzt? Denn nach dem Bayerischen Abgeordnetengesetz (Artikel 30, Absatz, 1 Satz1) muss ein Bürgermeister, der in den Bayerischen Landtag gewählt wurde, sein Amt niederlegen, sobald er Mitglied im Bayerischen Landtag ist. Knoblauch: "Bis zur konstituierenden Sitzung am 07. Oktober bleibe ich Bürgermeister. Danach wird der zweite Bürgermeister, Paul Schwarz, die Geschäfte übernehmen." Neuwahlen werde es bis zum 30.04.2014 keine geben.

Ein bißchen Wehmütig ist Knoblauch aber schon, dass er nicht länger das Gemeindeoberhaupt in Mühldorf sein kann. "Wenn du fast 24 Jahre Bürgermeister bist, dann hast du das auch mit Leidenschaft gemacht." Da er aber, laut Gesetzgebung, nicht mehr als Bürgermeister kandidieren durfte, entschied er sich für den Landtag. "Ich wollte noch nicht aufhören. Und auch aus dem Landtag kann ich jetzt viel für die Region tun."

Quelle: innsalzach24.de

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