Bürgerversammlung Haag 2016

Schlossturm, Breitbandausbau und Flüchtlingssituation waren Thema

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Haag - Die Erste Bürgermeisterin Elisabeth Schätz lud in den Bürgersaal um Bilanz zu ziehen und um den Sorgen und Anliegen der Bürger zu lauschen.

Nach der Begrüßung der anwesenden Bürgerinnen und Bürger, etwa 100 waren gekommen, legte Haags Erste Bürgermeisterin auch gleich los und präsentierte Zahlen und Fakten zur Marktgemeinde Haag.

Zum 31. Dezember 2015 waren genau 6399 Personen in der Marktgemeinde gemeldet. Der Jahreshaushalt von Haag hat eine Größe von 21,3 Millionen Euro, die Schulden betragen 5,79 Millionen Euro. Das entspricht einer Schuldenlast von 914 Euro pro Einwohner.

Haag nahm im Jahr 2015 2,1 Millionen Euro an Gewerbesteuer, 3,7 Millionen an Einkommenssteuer, 680.000 Euro Grundsteuer und 608.000 Euro an Schlüsselzuweisungen ein. Die Abwassergebühren konnten drastisch gesenkt werden, von 1,82 Euro pro m³ Abwasser auf 1,40 Euro pro m³.

Eines der wichtigsten Bauprojekte bleibt der Haager Schlossturm

Für die "Revitalisierung" des Turms und der Instandsetzung seiner Außenanlage sind 3,2 Millionen Euro veranschlagt worden. Die Marktgemeinde leistet hierbei einen Eigenanteil von 693.000 Euro, den Rest schießt der Freistaat Bayern dazu.

Für die Sanierung des Hallenbades und der Turnhalle werden etwas sechs Millionen Euro benötigt. Weitere Baustellen sind der Kindergarten "Arche Noah" und der soziale Wohnungsbau, in den 1,3 Millionen Euro investiert werden sollen. Im Tiefbau bleibt die Münchner Straße ein Thema, diese soll weiter verbreitert werden und ausgebaut werden.

Zum 31. Dezember lebten genau 59 Asylbewerber in Haag, davon waren 33 noch nicht anerkannt. Erfreut zeigte sich die Bürgermeisterin, dass es der Marktgemeinde gelungen ist die Flüchtlinge dezentral auf das Gemeindegebiet zu verteilen.

Auch das Thema Breitbandausbau wurde behandelt

In Kooperation mit der Telekom sollen folgende Gemeindeteile bis zum Ende des Jahres 2017 ausgebaut werden: Rosenberg, Joppenpoint, Lerchenberg, die Kirchdorfer Straße, Altdorf sowie Daxau. Für die restlichen Gebiete ist eine erneute Ausschreibung nötig, diese starte im November.

Am Herzen lag der Ersten Bürgermeisterin das Kulturprojekt "Schlossturmleuchten". Das Projekt wird über das "Mühldorfer Netz" mitfinanziert und ist eine "Konzeptentwicklung und Durchführung von kulturellen Veranstaltungen im Schlosshof und dem historischen Umfeld"

Abschließend bedankte sich Elisabeth Schätz bei den Bürgern, die gekommen waren und die Gemeinde Haag "Lebens- und Liebenswert machen".

DAnn meldeten sich auch noch ein paar Bürger zu Wort. Ein ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer bedankte sich bei den Anwesenden. Haag habe seiner Meinung nach die Flüchtlingssituation gut gemeistert. Trotzdem mahnte er, dass die vorhandenen Helfer an ihre Grenzen kommen würden und dringend weitere Hilfe benötigt werde

Weitere Wortmeldungen drehten sich vor allem um die Verkehrssituation im Raum Haag, wie z.B. die scheinbar mangelhafte Anbindung an Wasserburg durch öffentliche Verkehrsmittel. Im Großen und Ganzen aber scheinen die Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde Haag zufrieden mit Kommunalpolitik und Stadtentwicklung zu sein.

bcs

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Haag in Oberbayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser