Musikkabarett in Zeilingers Wiesn-Alm

Video "Da Huawa, da Meier und I" in Haag

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Ja, auch die erneuerbaren Energien waren beim Auftritt von "Da Huawa, da Meier und I" in Zeilingers Wiesn-Alm Thema. Hier plakativ präsentiert von Windrad-Träger Siegi Mühlbauer, dem "I" des Trios. Links von ihm steht "da Meier" Matthias Meier, rechts im Bild zu sehen ist "da Huawa" Christian Maier.

Haag - Schrille Gags und nachdenkliche Töne: "Da Huawa, da Meier und I" schickten ihr Publikum beim Haager Herbstfest auf eine emotionale Achterbahn. Auch Haag bekam sein Fett weg.

Eines war dem Publikum schnell klar: Die drei Künstler von "Da Huawa, da Meier und I" sprechen nicht nur bayerisch, sie kennen sich auch richtig aus in der Gegend. Das gefühlt am häufigsten genannte Wort des Abends war wohl "Unertl" und auch die Marktgemeinde selbst musste sich so einiges anhören. "Wia lebt sie's in so na Stodt? Na, Stodt konn ma ned sog'n. In so na Ansiedlung an der Bundesstraß'?", fragte etwa "Huawa" Christian Maier. Und einmal vermutete das Trio Haag gar in Niederbayern! Ein Affront, den das zu diesem Zeitpunkt bereits bestens aufgelegte Publikum mit Johlen kommentierte.

NSA-Skandal trifft auf bayerische Mundart

Überhaupt trafen "Da Huawa, da Meier und I" mit ihrem Programm "d'Wiarfel san rund" den Nerv der Gäste in Zeilingers Wiesn-Alm. In vielen Liedern bezog sich das Trio auf Mundart und "die gute alte Zeit", verteidigte musikalisch den Dialekt gegen Wörter wie "tschüss" oder "lecker" und äußerte sich skeptisch gegenüber Facebook. Dabei gelang "Da Huawa, da Meier und I" sogar der Brückenschlag vom bayerischen Dialekt zum NSA-Skandal. "Moanst, wenn die Drohnen drüber fliag'n übern boarischen Woid, dass die oa Wort entziffern?", fragte "da Huawa".

Im für das Trio typischen Wechselspiel aus komödiantischen Erläuterungen und kabarettistischen Musikstücken waren auch jede Menge Klamauk und schrille Gags dabei. Mit ihrem Mienenspiel - und reichlich Requisiten - brachten "Da Huawa, da Meier und I" ihr Publikum spielerisch zum Lachen. Einmal setzte sich "da I" Siegi Mühlbauer eine Pferdemütze auf. "Da Huawa" Christian Meier folgte ihm, wählte aber eine Eselhaube. Danach reichten für den Gag zwei Worte. Pferd Siegi Mühlbauer: "Salami." Esel Christian Meier: "I-a." Schon war der Pferdefleischskandal binnen zweier Worte durch den Kakao gezogen.

Wenn das Lachen im Halse stecken bleibt

Komödiantisch hatten "Da Huawa, da Meier und I" das Publikum schnell im Griff. Quasi von Beginn an sangen die Zuschauer auf Zuruf mit und klatschten begeistert zu den einzelnen Liedern. Das Trio gab sich damit aber nicht zufrieden und schlug zuweilen ernstere Töne an. Da war es dann, das sprichwörtliche Lachen, das einem im Halse stecken bleibt, und das ein Kabarett politisch werden lässt. In einem Lied besangen die drei Künstler das Jammern. Sie starteten harmlos, sangen darüber, dass "ein Freund" stets jammert, egal, ob es gerade heiß oder kalt ist, ob die Luft steht oder der Wind weht.

Huber, Meier und I in der Wiesn-Alm - Teil I

Dieser Freund, erfuhr das Publikum dann, jammert auch, weil er einen Geländejeep gekauft hat und der Diesel so teuer geworden ist. Dieser Jeep, so sangen "Da Huawa, da Meier und I", dient der Frau als Zweitwagen - und die fährt dann damit zum Discounter, damit man wenigstens bei der Unterhosen spart. Und wo eben jene Unterhosen womöglich herkommen, verschwieg das Trio nicht: "Die Kinder, die in Bangladesch die Unterhosen nah'n, die wer'n ihr ganzes Leben koan Allradjeep ned fahr'n."

Huber, Meier und I in der Wiesn-Alm - Teil II

"Da Bertl und I" am kommenden Sonntag

Mal nachdenklich, mal clownesk, doch ständig mit neuen Pointen, Requisiten und Instrumenten, bereiteten "Da Huawa, da Meier und I" dem Publikum einen sehr bunten Abend. Mal spielten sie mit Gitarren und Schlagzeug, mal holten sie die Tuba oder das Akkordeon raus. Und stets hatte "da Meier" Matthias Meier einen lautmalerischen Gag auf Lager. So imitierte "da Meier" alleine mit seinem Mund souverän das Zurückspulen einer Audiokassette und simulierte mit zwei Trompeten am Mund das Geräusch einer Polizeisirene.

Huber, Meier und I in der Wiesn-Alm - Teil III

Weit mehr als drei Stunden nach Beginn des Auftritts, nach unzähligen schrägen Tönen, Pointen und Liedern, war schließlich Schluss und das Trio verabschiedete sich mit drei engagierten Zugaben, bei denen die Musiker das Publikum noch einmal zum Klatschen und sogar zum Schunkeln animierten.

Die Besucher zeigten am Sonntagabend überdeutlich ihre Lust auf Kabarett - und müssen bis zum nächsten Leckerbissen nicht lange warten. Schon am nächsten Sonntag, 21. September, treten um 19 Uhr in Zeilingers Wiesn-Alm "Da Bertl und I" auf  (Einlass ab 17 Uhr).

bla/redis24; Fotos: Lessmann

Quelle: innsalzach24.de

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