Umstellung im Landkreis Mühldorf erfolgreich abgeschlossen

Polizei und Rettungskräfte funken jetzt digital

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Landrat Georg Huber und Kreisbrandrat Harald Lechertshuber beim Testen eines Digitalfunkgeräts.

Mühldorf - Digital statt analog: Seit Dienstag funken nicht mehr nur die Mühldorfer Polizei, sondern auch die Rettungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst digital.

Nach gut zweijähriger intensiver Projektarbeit und Testphase steht die finale Umstellung von der bisherigen analogen auf die digitale Funktechnik für den Rettungs-, Feuerwehr- und Polizeibereich nunmehr unmittelbar bevor. In interkommunaler Absprache zwischen den Landkreisen Mühldorf, Altötting, Berchtesgadener Land und Traunstein wurde der Dienstag, 4. Oktober, 8 Uhr, als Eintrittsdatum in das „digitale Zeitalter“ festgelegt. Bereits Mitte April dieses Jahres startete die Nutzung des Digitalfunks bei den polizeilichen Einheiten in diesen Landkreisen. Zum 13. Juni wurde der öffentlich-rechtliche Landrettungsdienst und am 15. Juli der Wasserrettungsdienst in den vier Landkreisen auf Digitalfunk umgestellt. 

Ab 4. Oktober funken nun mit der Feuerwehr alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben digital. „Ich freue mich, dass die Einführung des Digitalfunks nun nahezu abgeschlossen ist und wir die neue Technik für unsere Einsätze im Landkreis nutzen können“, sagt Landrat Georg Huber. „Der Digitalfunk gewährleistet optimale und schnelle Hilfe und ist gegenüber dem analogen Funk leistungsfähiger und vor allem abhörsicher.“

Im Januar 2014 fiel der Startschuss zur Einführung des Digitalfunks im Bereich der Landkreise Mühldorf, Altötting, Berchtesgadener Land und Traunstein. Es wurde in Zusammenarbeit mit allen (Hilfs-)Organisationen und der Polizei eine regionale Projektgruppe ins Leben gerufen, welche intensiv durch die Projektgruppe „DigiNet“ im bayerischen Staatsministerium des Innern für Bau und Verkehr betreut wurde. Die Projektgruppe beschäftigte sich mit allen relevanten Themen, um die Einführung des neuen zukunftsweisenden Funksystems reibungslos umzusetzen.

So wurden taktische Konzepte sowie eine europaweite Ausschreibung zur Beschaffung der Funkgeräte erarbeitet. Weiterhin wurde die Integrierte Leitstelle (ILS) Traunstein technisch für das neue Funksystem betriebsbereit gemacht. Für die Verwaltung und Betreuung der neuen Technik wurde in den Räumen des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Traunstein eine neue Dienststelle, die sogenannte „Taktisch-Technische Betriebsstelle“, geschaffen. Für die etwa 12.000 Endanwender in den Hilfsorganisationen und bei der Polizei mussten Schulungsunterlagen erstellt und die Schulungen geplant werden. Durch das Staatsministerium des Innern für Bau und Verkehr wurde zeitgleich die Infrastruktur des Digitalfunknetzes in Auftrag gegeben und die Sendestandorte (etwa 45 in den vier Landkreisen) errichtet und vernetzt.

Im Oktober 2015 konnte dann das Digitalfunknetz für erste Tests in Betrieb genommen, die Schulungsmaßnahmen gestartet und der Einbau in die Einsatzfahrzeuge begonnen werden. In den vier Landkreisen mussten über 1.000 Einsatzfahrzeuge mit der neuen Funktechnik ausgestattet werden. Alle diese Maßnahmen zogen sich über die letzten Monate bzw. es werden in den nächsten Wochen noch letzte Restarbeiten erledigt.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf

Quelle: innsalzach24.de

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