Raketenverbot im Maitenbether Zentrum an Silvester

Sekt-Bar ja, Raketen nein!

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Maitenbeth - Der Maitenbether Gemeinderat als "Spaßbremse": Eine Silvesterfeier am Kirchplatz kommt für den Rat nicht in Frage. Über eine Sekt-Bar ließ sich aber sprechen.

Der Maitenbether Gemeinderat als "Spaßbremse". Diese Rolle akzeptierten Gemeinderat Herbert Unterhaslberger und das komplette Gremium, als in der jüngsten Sitzung über eine Silvesterfeier am Kirchplatz gesprochen wurde. Zu gefährlich sei die Raketenschießerei nahe der Kirche und der Alten Post. Dem Antrag des Sportvereins für eine Sekt-Bar an dieser Stelle stimmte der Rat aber zu.

Die Fitnessabteilung des Sportvereins will wie im Vorjahr ein Zelt am Kirchplatz aufstellen und bat dafür um Erlaubnis. Selbstverständlich räume man den eigenen Müll am nächsten Tag nach dem Gottesdienst weg, hieß es in dem Antrag, für abgebrannte Raketen und andere Feuerwerksreste sei man aber nicht zuständig. Und man könne nicht dafür sorgen, dass keine abgefeuert würden.

Im vorigen Jahr sei das Zelt mit dem Getränkeausschank gut angenommen worden, berichteten die Gemeinderäte. Das bestätigte auch Bürgermeister Josef Kirchmaier, der selbst am Neujahrstag zum Besen gegriffen und den Müll zusammengeräumt hatte. Andere Räte erzählten von viel Müll und Patronenhülsen, die sich in das Profil der Reifen gedrückt hätten.

Insgesamt verspürten die Gemeinderäte überhaupt keine Lust, sich um das Wegräumen des Mülls zu kümmern. Zuhilfe kam ihnen das Sprengstoffgesetz. Das verbietet grundsätzlich das Abfeuern von Raketen unter anderem in der Nähe von Kirchtürmen und Fachwerkhäusern. Damit dürfe das bei der Kirche und der denkmalgeschützten Alten Post sowieso nicht geschehen, erklärte Verwaltungsleiter Tobias Riesch: "Wenn da was ins Dach fällt, brennt uns die ganze Hütte ab."

Der Bürgermeister brachte noch eine zusätzliche Verordnung ins Spiel, denn der Begriff "unmittelbarer Bereich" sei im Gesetz schwammig definiert. Man könne die Grenzen genau festlegen. Das hielt der Gemeinderat aber nicht für erforderlich, denn es sei "ja eh schon vom Gesetz her verboten", fasste Julia Bartz zusammen.

Gegen die Sekt-Bar hatte der Gemeinderat aber nichts einzuwenden, dem Antrag stimmte er zu. Überlegt wurde auch ein anderer Standort, etwa am Maibaum. Aber davon rückte man wieder ab. Schilder möchte man nun aufstellen, die das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verbieten. Offen blieb die Frage, wer das kontrolliert. "Schaun wir mal, wie es ausgeht", schloss der Bürgermeister den Tagesordnungspunkt.

kg/Wasserburger Zeitung

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © pa

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