"Im Wald vermisst": BRK probt Ernstfall

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Landkreis - Seit dem Vormittag werden acht Wanderer im Mühldorfer Hart vermisst, Anwohner hörten laute Knalle und alarmierten die Polizei:

Seit dem Vormittag werden acht Wanderer im Mühldorfer Hart vermisst, Anwohner hörten laute Knalle und alarmierten die Polizei. Gegen neun Uhr meldet sich einer der Wanderer bei der Polizei: „Wir waren zu Acht und haben uns dann im Tannet getrennt. Zwei meiner Wanderkollegen haben sich danach im Wald bei der TPE verletzt, aber ich weiß nicht mehr wo“. Die Suche auf Wegen und Straßen durch Polizei und Feuerwehr blieb erfolglos, die dann die Rettungshundestaffel alarmierte. So das Szenario zur Einsatzübung der Rettungshundestaffeln des BRK aus Traunstein und Mühldorf.

Unter realistischen Bedingungen, bei Nacht und Kälte, übten die Rotkreuzler den Ernstfall. Die Kommunikation über die eigene Gruppe hinaus sollte unter anderem dabei verbessert, das Erste Hilfe Wissen vertieft und zu dem die Leistungsfähigkeit der Hunde getestet werden.

Im stockdunklem Wald wurden die realistisch geschminkten „Verletzten“, mit blutenden Gesichtsverletzungen, Unterarmfrakturen oder als kreidebleiche Bewusstlose, im Tannet und Wald hinter der TPE ausgelegt. Nach dem Alarm trafen sich die Einsatzkräfte aus Mühldorf und Traunstein um 19 Uhr Einsatzleiterin Heidi Janka. Hier wurden die knapp 100.000 m² großen Suchgebiete eingeteilt und die Suchteams zusammengestellt. Nach zehn Minuten kam die erste Meldung bewusstlose Frau gefunden, wir benötigen einen Notarzt. Nach und nach kamen die Funkmeldungen: „Eine Frau mit Knieverletzung muss aus dem Wald getragen werden“, „Eine Frau mit einem offenen Armbruch wird erstversorgt“, „Eine unterkühlte Vermisste hatte starke Rückenschmerzen mit schon tauben Beinen“ und „Ein Unterkühlter wirkt benommen“. Zwischenzeitlich meldete die Einsatzleitung, dass eine Person nach Hause gekommen sei und nicht mehr gesucht werden müsse.

Nachdem die Verletzten vom Rettungsdienst fiktiv in die umliegenden Krankenhäuser gefahren wurden, sammelten sich alle Beteiligten bei der Fa. Zimmermann Beton. Sichtlich frierend kamen die „Vermissten“, die bis zu 3 Stunden im dunklen Wald ausharrten, und freuten sich über heißen Tee und eine Brotzeit. Die Einsatzkräfte kamen um Verbesserungen in der Nachbesprechung zu analysieren um für die Zukunft noch effektiver zu sein. Bei den Suchteams gab es nur Nuancen anzusprechen, Ausbilderin Katja Pilot vom BRK Mühldorf: „Wir haben sehr hohe Standards und die Teams erfüllten sie mit Bravour. Auch die erstklassige Erste Hilfe, der Rotkreuzler, hat mich überzeugt. So retten wir gemeinsam“.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Mühldorf

Quelle: innsalzach24.de

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